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Das wurde aus den Weltmeistern von 1974

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  • Was wurde aus den Weltmeistern von 1974?

    Was wurde aus den Weltmeistern von 1974?

    Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels im eigenen Land verewigte sich die deutsche Nationalmannschaft am 7. Juli 1974 in den Geschichtsbüchern. Nach dem Turnier schlugen die Stars unterschiedliche Wege ein. Was wurde aus den Weltmeistern von damals? Wer ist dem Fußball treu geblieben, wer orientierte sich um? Ein Überblick:
  • Wolfgang Kleff (Torhüter)

    Wolfgang Kleff (Torhüter)

    Als Ersatzkeeper sah Gladbachs Stammtorhüter die WM 1974 nur von der Bank aus. Bis zum Karriereende 1987 spielte er unter anderem bei Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiß Oberhausen und dem VfL Bochum. 2008 lief er im Alter von 61 Jahren noch mal in der Landesliga auf. Zudem gründete er eine Fußballschule, die er aufgrund von gesundheitlichen Problemen aufgeben musste.
  • Sepp Maier (Torhüter)

    Sepp Maier (Torhüter)

    Maier prägte das Gesicht des deutschen Fußballs selbst vier Jahrzehnte nach dem WM-Titel '74 noch mit. Bis 2002 war er Torwart-Trainer der Nationalmannschaft, den gleichen Posten bekleidete er von 1994 bis 2008 beim FC Bayern. Heute befindet sich der 75-Jährige im Ruhestand, geht golfen, wandern, reist mit seiner Frau und genießt das Leben.
  • Norbert Nigbur (Torhüter)

    Norbert Nigbur (Torhüter)

    Schlagersänger, Immobilienbesitzer und Inhaber eines Trabrennstalls: Der langjährige Schalker Norbert Nigbur ließ es nach seiner Karriere alles andere als ruhig angehen. Schon während seiner Laufbahn sorgte der Torhüter für zahlreiche Schlagzeilen, als er sich unter anderem öffentlich mit Rudi Assauer zoffte und 1984 überraschend zum unterklassigen VfB Hüls wechselte. Für RWE bestritt er 1984 sein letztes Profispiel.
  • Franz Beckenbauer (Abwehr)

    Franz Beckenbauer (Abwehr)

    Erst seit einigen Monaten ist es ruhiger um die "Lichtgestalt" des deutschen Fußballs geworden. Sein Werdegang in den Jahren zuvor ist bestens dokumentiert. Trainer und Präsident des FC Bayern, Weltmeister-Trainer 1990, WM-Botschafter, etc., etc., etc. Der "Kaiser" ist die vielleicht größte Legende, die der deutsche Fußball je hervorgebracht hat.
  • Rainer Bonhof (Abwehr)

    Rainer Bonhof (Abwehr)

    Bis 1983 schnürte Bonhof selbst die Schuhe. Für jeweils ein Jahr versuchte er sich bei Bayer Uerdingen (89/90) und "seiner" Gladbacher Borussia (98/99) als Klubtrainer. Mehr Erfolg hatte er als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft (1990 - 1998) und schottischen Auswahl (2002 - 2005). Ab 2006 agierte Bonhof als Scout des FC Chelsea, seit 2009 ist er wieder in Gladbach, wo er das Amt des Vize-Präsidenten einnimmt.
  • Bernd Cullmann (Abwehr)

    Bernd Cullmann (Abwehr)

    15 Jahre lang lief Cullmann in seiner Karriere für den 1. FC Köln auf, bei dem er seine Laufbahn 1969 begann und 1984 beendete. Anfang der 90er saß er im Vorstand der Geißböcke, Ende der 90er war Cullmann Manager des MSV Duisburg. Dem Effzeh ist der ehemalige Mittelfeldspieler bis heute eng verbunden, tritt unter anderem als Coach der FC-Traditionsmannschaft auf.
  • Horst-Dieter Höttges (Abwehr)

    Horst-Dieter Höttges (Abwehr)

    420 Mal hielt "Eisenfuß" Höttges in der Bundesliga für den SVW die Knochen hin. 1978 machte der Abwehrspieler Schluss. Dem Fußball blieb der Abwehrspieler aber treu, lief unter anderem in der Uwe-Seeler-Traditionself auf und war Betreuer der Bremer U15. Bis heute besucht er regelmäßig Spiele im Weser-Stadion. Lebt zurückgezogen im Süden von Bremen in der Gemeinde Achim.
  • Helmut Kremers (Abwehr)

    Helmut Kremers (Abwehr)

    Gemeinsam mit Zwillingsbruder Erwin war Helmut Kremers einer der beliebtesten Fußballstars der 70er-Jahre. Bei "seinem" FC Schalke (1971 - 1980) bekleidete Helmut unter anderem das Amt des Co-Trainers, Managers und Präsidenten. Es folgte eine Laufbahn als Geschäftsmann. Sein laut eigener Aussage letzter Wunsch: "Wir würden gern mit den Kessler-Zwillingen in der Fernsehshow Let’s Dance auftreten."
  • Georg Schwarzenbeck (Abwehr)

    Georg Schwarzenbeck (Abwehr)

    Von 1966 bis 1981 schnürte Schwarzenbeck exklusiv für den FC Bayern die Schuhe. Nach seinem letzten Spiel stieg er umgehend ins Schreibwarengeschäft seiner Tanten ein. Bis 2009 leitete "Katsche" den Laden. Noch heute beliefert er die Geschäftsstelle des Rekordmeisters mit Zeitungen. Auch ein Stadionbesuch ist ab und an noch drin.
  • Berti Vogts (Abwehr)

    Berti Vogts (Abwehr)

    Bis 1979 Profi, zwischen 1980 und 2014 fast ununterbrochen Nationaltrainer in Deutschland, Schottland, Nigeria und Aserbaidschan. Dazwischen kam ein kurzes Intermezzo als Klubtrainer bei Bayern Leverkusen. Dazu von 2007 bis 2013 Mitglied des Kirchenvorstands seiner Heimatgemeinde und bis heute ein gerne gesehener Interview-Gast und Kolumnist.
  • Paul Breitner (Mittelfeld)

    Paul Breitner (Mittelfeld)

    Es gibt kaum einen Titel, den Breitner in seiner Karriere nicht gewann. Ähnlich aufregend ging es nach seiner aktiven Laufbahn zu. "Paule" kritisierte die Entwicklung des Fußballs stets scharf und trat vielen Prominenten auf die Füße. Als TV-Experte schrieb er viele Schlagzeilen, war zudem auch als Chefscout für den FC Bayern sowie als Markenbotschafter im Einsatz. Ist privat in der Immobilenbranche tätig.
  • Heinz Flohe (Mittelfeld)

    Heinz Flohe (Mittelfeld)

    Edeltechniker Flohe war 13 Jahre für den FC Köln aktiv, beendete seine Karriere nach einem kurzen Gastspiel beim TSV 1860 im Jahr 1979 aufgrund einer schweren Verletzung. Anschließend arbeitete der Mittelfeldspieler als Co-Trainer bei den Geißböcken und Vorstandsmitglied des TuS Euskirchen. 2013 verstarb Flohe an einer schweren Herzkrankheit.
  • Uli Hoeneß (Mittelfeld)

    Uli Hoeneß (Mittelfeld)

    Das frühe Karriereende tat der steilen Karriere des Uli Hoeneß keinen Abbruch. Bis heute ist er das Gesicht des FC Bayern, bei dem er unter anderem Manager und Präsident war bzw. ist. Nebenbei betreibt Hoeneß eine eigene Wurstfabrik. Seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung sorgte weltweit für großes Aufsehen.
  • Bernd Hölzenbein (Mittelfeld)

    Bernd Hölzenbein (Mittelfeld)

    Hölzenbein erarbeitete sich während seiner aktiven Laufbahn den Ruf einer Frankfurter Legende. Der Mittelfeldspieler blieb den Hessen auch danach treu, wurde Vize-Präsident und Manager der Eintracht. Nebenbei leitete er ein Tennis-Center. Zudem wurde er offizieller WM-Botschafter der FIFA.
  • Günter Netzer (Mittelfeld)

    Günter Netzer (Mittelfeld)

    Bis heute gilt Netzer als einer der besten deutschen Fußballer aller Zeiten. Der einstige Gladbach- und Real-Star, der vor allem aufgrund seiner Tätigkeit als TV-Experte in der "ARD" im Gespräch blieb, war von 1978 bis 1986 Manager des HSV, in den späteren Jahren Kolumnist und Gründer einer Werbeagentur.
  • Wolfgang Overath (Mittelfeld)

    Wolfgang Overath (Mittelfeld)

    Einmal Effzeh, immer Effzeh: Von 1963 bis 1977 schnürte Overath die Schuhe für die Geißböcke, danach arbeitete er als Repräsentant eines Sportartikelherstellers. 1994 folgte die Rückkehr zum 1. FC Köln, wo er nicht nur Mitglied des Verwaltungsrats, sondern auch Präsident wurde.
  • Herbert Wimmer (Mittelfeld)

    Herbert Wimmer (Mittelfeld)

    Der "Wasserträger" von Günter Netzer führte nach dem Ende seiner Laufbahn mit seinem Vater einen Tabakgroßwarenhandel, engagierte sich gleichzeitig bei seinem Heimatverein Borussia Brand. Nach diversen Hüft-OPs musste er die Schuhe an den Nagel hängen. Noch heute ist Herbert Wimmer, der in Aachen wohnt, regelmäßig bei den Heimspielen der Gladbacher zu Gast.
  • Jürgen Grabowski (Sturm)

    Jürgen Grabowski (Sturm)

    15 Jahre Eintracht Frankfurt als Spieler, zwei Kurzeinsätze als Trainer, ein Leben lang Ehrenspielführer: Der Stürmer prägte über mehr als ein Jahrzehnt das Gesicht der Adler und wird noch heute vom SGE-Anhang verehrt. Nach einem Foul von Lothar Matthäus musste er seine aktive Laufbahn vorzeitig beenden und wurde danach Leiter einer Versicherungsagentur.
  • Dieter Herzog (Sturm)

    Dieter Herzog (Sturm)

    Der talentierte Linksaußen nutzte seine letzte Vereinsstation bei Bayer Leverkusen (1976 - 1983), um sich auch in den Jahren danach einen Platz im Fußballgeschäft zu sichern. Herzog arbeitete viele Jahre in Verwaltung und Scouting für die Werkself. Nachdem auch diese Karriere endete, eröffnete er einen Tabakladen inklusive Lotto-Annahmestelle in Oberhausen.
  • Jupp Heynckes (Sturm)

    Jupp Heynckes (Sturm)

    Der Karriereweg von Jupp Heynckes nach dem WM-Titel 1974 ist bestens dokumentiert. "Don Jupp" gewann als Klubtrainer von 1979 bis 2018 jeden nur erdenklichen Titel, führte unter anderem den FC Bayern zum Triple. Erst nach seinem letzten "Feuerwehr-Einsatz" für den Rekordmeister sagte er dem Fußball-Geschäft ab und setzte sich zur Ruhe.
  • Jupp Kapellmann (Sturm)

    Jupp Kapellmann (Sturm)

    Kapellmann ist trotz sechs Jahren im Trikot des FC Bayern einer der unbekannteren Weltmeister von 1974. Das mag an dem Weg liegen, den er nach seiner Laufbahn eingeschlagen hat. Kapellmann promovierte im Jahr 1988 und war viele Jahre als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie tätig. Ab 2010 leitete er die Abteilung Orthopädie in einer Klinik in Saudi Arabien. Seit 2018 arbeitet er wieder in Deutschland.
  • Gerd Müller (Sturm)

    Gerd Müller (Sturm)

    Der "Bomber der Nation" hat eine der erfolgreichsten Karrieren der deutschen Fußball-Geschichte hingelegt. Die ersten Jahre nach seiner Laufbahn waren jedoch durch Müllers Alkoholabhängigkeit geprägt. Nach erfolgreicher Entziehungskur arbeitete er als Trainer beim FC Bayern. 2015 wurde beim ehemaligen Weltklasse-Stürmer Alzheimer diagnostiziert.
  • Jupp Derwall (Co-Trainer)

    Jupp Derwall (Co-Trainer)

    Als Co-Trainer half Derwall dabei, den WM-Titel 1974 zu gewinnen. Anschließend wurde er von 1976 bis 1982 Cheftrainer der DFB-Auswahl. Von 1984 bis 1988 führte er den türkischen Traditionsklub Galatasaray zu zwei Meisterschaften. 2002 wurde Derwalls Biographie veröffentlicht. 2007 verstarb der Fußballlehrer nach kurzer und schwerer Krankheit.
  • Helmut Schön (Trainer)

    Helmut Schön (Trainer)

    Der Welt- und Europameister-Trainer bekleidete noch bis 1978 das Amt des Bundestrainer und verabschiedete sich anschließend von der großen Bühne. Nach seiner aktiven Laufbahn mied Schön das Rampenlicht, zeigte sich nur noch selten in der Öffentlichkeit. 1996 verstarb der Erfolgstrainer, nachdem Jahre zuvor Alzheimer beim ihm diagnostiziert wurde.
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