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Tops und Flops Biathlon-WM

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  • Die Gewinner und Verlierer der Biathlon-WM

    Die Gewinner und Verlierer der Biathlon-WM

    In zwölf Entscheidungen kämpfte die Biathlon-Elite bei der WM 2019 in Östersund um 36 Medaillen. Während einige Top-Favoriten die Erwartungen nicht erfüllen konnten, sorgten einige vermeintliche Underdogs für Paukenschläge. Wir haben fünf Gewinner und fünf Verlierer der Titelkämpfe gekürt. Der DSV ist auf beiden Seiten vertreten:
  • GEWINNER: Dmytro Pidruchny (Ukraine)

    GEWINNER: Dmytro Pidruchny (Ukraine)

    Bis zur WM 2019 enterte Dmytro Pidruchny bei Weltcup-Einzelrennen gerade einmal 13 Mal die Top 10, auf dem Podium stand der Ukrainer sogar noch nie. Dann kamen die Titelkämpfe in Östersund. Zum Auftakt stellte der 27-Jährige im Sprint mit Rang vier sein bestes Karriere-Resultat ein - zu Bronze fehlten nur 0,3 Sekunden. 24 Stunden später krönte sich Pidruchny zum Verfolgungsweltmeister. Eine Überraschung, aber wohl nicht der letzte Coup des Ost-Europäers.
  • Denise Herrmann (Deutschland)

    Denise Herrmann (Deutschland)

    Als Spezial-Langläuferin gewann Denise Herrmann fünf nationale Meistertitel und holte Staffel-Bronze bei den Olympischen Spielen 2014, ehe sie im Winter 2016 zum Biathlon wechselte. Bereits ein Jahr später feierte 30-Jährige ihre ersten beiden Weltcupsiege. Und zwar in Östersund, dem Ort, an dem sie am 10. März ihren vierten Erfolg und den WM-Titel in der Verfolgung folgen ließ. Zudem gewann Herrmann Silber mit der Mixed Staffel und Bronze im Massenstart.
  • Marte Olsbu Røiseland (Norwegen)

    Marte Olsbu Røiseland (Norwegen)

    Ihre erste WM-Einzelmedaille blieb Marte Olsbu Røiseland, immerhin mit Silber im Olympischen Biathlon-Sprint 2018 dekoriert, auch bei ihrer vierten Teilnahme an Welt-Titelkämpfen versagt, erfolgreicher als die 28-Jährige war dennoch keine weibliche Teilnehmerin. Ihre Ausbeute: Gold in der Mixed-, der Damen- und der Single-Mixed-Staffel.
  • Johannes Thignes Bø (Norwegen)

    Johannes Thignes Bø (Norwegen)

    Obwohl der Dominator des Winters "nur" den Einzel-Titel im Sprint gewann, ist die Vita von Johannes Thignes Bö nach den Titelkämpfen in Östersund gleich um vier Gold-Medaillen reicher. Neben dem Sprint stand Bö bei allen Staffel-Entscheidungen ganz oben auf dem Treppchen. Hinzu kommt Silber im Verfolger. Damit stellte er die beste Ausbeute aller Zeiten ein. 2016 gewann Martin Fourcade ebenfalls vier Gold- und eine Silber-Medaille.
  • Arnd Peiffer (Deutschland)

    Arnd Peiffer (Deutschland)

    In seiner Karriere gewann Peiffer neun Einzelrennen im Vergleich mit der Welt-Elite, zwei Erfolge bedeuteten zeitgleich den WM-Titel. 2011 holte Peiffer Gold im Sprint, acht Jahre später folgte Gold im Einzel von Östersund. Mit der Herren- und der Mixed-Staffel gewann der Sprint-Olympiasieger von 2018 zudem Silber.
  • VERLIERER: Martin Fourcade (Frankreich)

    VERLIERER: Martin Fourcade (Frankreich)

    Seit 2011 gewann der Rekord-Gesamtweltcupsieger bei jeder WM mindestens drei Medaillen, nun folgte eine unerwartete Nullrunde. Platz fünf in der Verfolgung ist Fourcades bestes Einzel-Ergebnis, das erwartete Edelmetall mit der Herren-Staffel verballerte Fourcade im letzten Anschlag.
  • Kaisa Mäkäräinen (Finnland)

    Kaisa Mäkäräinen (Finnland)

    Die dreimalige Gesamtweltcup-Siegerin hat bei einem Großereignis einmal mehr überschaubar erfolgreich abgeschnitten. Mäkäräinen beendete kein Rennen in den Top 10. Überhaupt konnte sich die 36-Jährige bislang lediglich in Khanty Mansiysk 2011 zur Weltmeisterin. Damals gewann die Finnin die Verfolgung.
  • Preuß, Hinz, Hildebrand

    Preuß, Hinz, Hildebrand

    Massenweise Schießfehler und überschaubare Leistungen in der Loipe: Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Franziska Hildebrand agierten bei der WM 2019 weit entfernt von ihrer Bestform. Hinz holte zwar Silber mit der Mixed-Staffel, die erwartete Medaille mit dem Damen-Quartett verballerte sie jedoch. In den Einzel-Rennen erreichte das Trio keinen Top-15-Platz.
  • Österreichs Skijäger

    Österreichs Skijäger

    Als Julian Eberhard im letzten Rennen der WM die Ziellinie überquerte, dürften dem ÖSV die halben Alpen vom Herzen gefallen sein. Platz drei im Massenstart ist allerdings nur Ergebniskosmetik einer enttäuschenden WM. Selbst die ambitionierten Staffeln (Single-Mixed und Herren) waren chancenlos. Zu allem Überfluss vergab Lisa Hauser ein Top-Ergebnis im Sprint, als sie auf die falschen Scheiben schoss.
  • Lisa Vittozzi (Italien)

    Lisa Vittozzi (Italien)

    Zur WM reiste Vittozzi im Gelben Trikot, seit 13 Rennen hatte die Italienerin zudem nie mehr als zwei Fehler geschossen. Das setzte sich beim WM-Start in der Mixed-Staffel fort und wurde mit Bronze belohnt. Dann kam die Wende: drei Runden im Sprint, sechs im Verfolger und vier im Massenstart verhinderten die erwartete Medaillen-Flut. Rang zwei im Einzel ist am Ende ein schönes Trostpflaster, ob der Erwartungen jedoch zu wenig.
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