Anzeige

Estadio Santiago Bernabéu: Der spanische Tempel

«
  • Estadio Santiago Bernabéu: Die Geschichte eines Tempels

    Estadio Santiago Bernabéu: Die Geschichte eines Tempels

    Das Estadio Santiago Bernabéu ist das viertgrößte Fußballstadion Europas und es hat schon jede Menge Triumphe erlebt. Inzwischen ist Real Madrids Tempel bereits mehr als 70 Jahre alt. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte einer sagenumwobenen Arena.
  • 1947 wird das damalige "Nuevo Estadio Chamartín" (benannt nach dem gleichnamigen Stadtteil im damals noch kaum erschlossenen Norden Madrids) nach dreijähriger Bauzeit eröffnet. 75.000 Zuschauer finden darin Platz. (Bildquelle: realtotal.de)
  • 1953 wurde das Stadion auf eine Kapazität von 125.000 Plätzen erweitert. Zwei Jahre später stimmte die Mitgliederversammlung des Klubs für die Umbenennung des Schmuckstucks zu Ehren des damaligen Vereinspräsidenten Santiago Bernabéu, nach dessen Vision die Spielstätte gebaut worden war.
  • Zur WM 1982 wurden auf der Haupt- und Gegentribüne die Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt, dadurch verringerte sich die Kapazität auf 90.000 Plätze. Außerdem wurden alle Plätze überdacht und das Stadion komplett renoviert.
  • Nach verschiedenen Umbauphasen passen mittlerweile 81.044 Fans hinein.
  • Seit Mitte November 2007 gehört das Santiago Bernabéu zur Kategorie 4, der höchsten Stadion-Klasse gemäß der UEFA-Einstufung.
  • Über die Jahre veränderte sich auch die Außenansicht des Fußball-Tempels. An der Fassade wurden beispielsweise die markanten Türme hinzugefügt.
  • Im Jahr 2000 wurden zur Verbesserung des Zuschauerkomforts Panoramaaufzüge und Rolltreppen installiert. Im Winter sorgen Heizstrahler auf den Tribünen für angenehme Temperaturen.
  • Neben verschiedenen Gastronomieeinrichtungen verfügt das Stadion auch über drei Restaurants, das Puerta 57, das Asador de la Esquina und das Realcafé Bernabéu, welches einen Blick in den Stadioninnenraum erlaubt.
  • Der ehemalige Real-Spieler, -Trainer und -Sportdirektor Jorge Valdano prägte für die Atmosphäre im Stadion den Begriff des Lampenfiebers (spanisch: "miedo escénico"). Diese Angst ergreife die Gegner, wenn sie auf das Spielfeld einliefen und auf die steilen Ränge hinaufblickten.
  • Immer wieder überzeugen die Fans der Königlichen mit kurvenfüllenden Choreos, so wie Anfang 2017 gegen den FC Barcelona.
  • Erfolge hat das Estadio Santiago Bernabéu einige gesehen: Unter anderem feierte Real Madrid 31 nationale Meisterschaften auf dem heiligen Rasen des Stadions.
  • Im Bernabéu spielte sich eine der kuriosesten Geschichten der Königsklasse ab: Im Halbfinalspiel des BVB gegen Real brach noch vor dem Anstoß eines der Tore zusammen, weil Fans einen damit verbundenen Schutzzaun erklommen hatten. Es dauerte 76 Minuten, bis ein neues Tor bereitstand und weitere 70 Minuten, bis die Partie schließlich angepfiffen wurde.
  • Für deutsche Mannschaften war das Stadion bisher kein gutes Pflaster. Bei der WM 1982 verlor Deutschland im Bernabéu das Finale gegen Italien. Zwei Jahre zuvor war der HSV im Finale des Europapokals der Landesmeister an Nottingham Forest gescheitert. 1986 verpasste der 1. FC Köln den UEFA-Cup-Gewinn...
  • ... In jüngerer Vergangenheit war das Stadion der Königlichen Austragungsort des Champions-League-Finales, welches der FC Bayern München am 22. Mai 2010 mit 0:2 gegen Inter Mailand verlor.
  • LED-Außendwand, 360-Grad-Video-Block, Schiebedach - die Zukunft des Estadio Santiago Bernabéu klingt verlockend. Bis zum Jahr 2022 wird Reals Heimat für über 500 Millionen Euro umfassend umgebaut.
»
Anzeige