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Das Jahres-Abschlusszeugnis des DFB-Teams

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  • Das Jahres-Abschlusszeugnis des DFB-Teams

    Das Jahres-Abschlusszeugnis des DFB-Teams

    35 Spieler kamen im WM-Jahr 2018 unter Bundestrainer Joachim Löw in der Nationalmannschaft zum Einsatz. Mit sechs Niederlagen in 13 Spielen blickt der DFB auf das schlechteste Jahr der Länderspielgeschichte Deutschlands zurück. Das Abschlusszeugnis fällt dementsprechend schlecht aus. Insgesamt konnten lediglich wenige Spieler voll überzeugen. Die Einzelkritik zum Durchklicken:
  • TOR: Manuel Neuer - Note 4,0

    TOR: Manuel Neuer - Note 4,0

    Wurde rechtzeitig zur WM fit und zeigte dort eine tadellose Leistung. Schaffte es als Kapitän allerdings nicht, eine eingeschworene Truppe wie 2014 aus dem Team zu formen. Blieb nach dem Turnier nur gegen Frankreich (0:0) und Russland (3:0) ohne Gegentreffer, gegen Holland (0:3) lieferte er sich obendrein einen groben Patzer. Unter Löw dennoch nach wie vor unantastbar.
  • Marc-André ter Stegen - Note 3,0

    Marc-André ter Stegen - Note 3,0

    Durfte lange darauf hoffen, als Nummer eins zur WM zu fahren. In den zwei Testspielen vor dem Turnier hinterließ ter Stegen einen starken Eindruck. Letztlich wurde aber Manuel Neuer rechtzeitig fit und verdrängte den Barca-Keeper wieder auf die Bank. Kam nach dem Turnier erst einmal gegen Peru (2:1) zum Einsatz und sah beim Gegentreffer schlecht aus.
  • Kevin Trapp - Note 3,5

    Kevin Trapp - Note 3,5

    Entschied das Duell um das WM-Ticket mit Bernd Leno für sich. Kam als dritter Torwart aber logischerweise nicht zum Einsatz. Bei seinem einzigen Spiel in diesem Jahr im März gegen Brasilien (0:1) fiel Trapp, der damals noch bei PSG auf der Bank versauerte, zunächst durch ungenaue Pässe auf. Fing sich aber im Laufe der Partie.
  • ABWEHR: Matthias Ginter - Note 3,0

    ABWEHR: Matthias Ginter - Note 3,0

    Erhielt wie schon bei der WM 2014 auch in Russland keine einzige Spielminute. Dabei hatte der Defensiv-Allrounder beim Confed Cup im Vorjahr auf ganzer Linie überzeugt. Dass Ginter durchaus ein Kandidat für die Startelf ist, wurde Löw nach dem WM-Desaster bewusst. Abgesehen vom Remis gegen Holland (2:2) stand der Gladbacher in allen Spielen von Beginn an auf dem Platz, zeigte dabei allerdings Leistungsschwankungen.
  • Jérôme Boateng - Note 5,5

    Jérôme Boateng - Note 5,5

    Seine WM-Teilnahme stand wegen einer Oberschenkelverletzung lange auf der Kippe. Kam in Russland wohl auch aufgrund der langen Pause nicht annähernd an seine Normalform heran. Doch auch nach dem Turnier erwies sich Boateng als Unsicherheitsfaktor in der DFB-Defensive. Die Konsequenz: Zuletzt verzichtete Löw auf dem Weltmeister von 2014 - Rückkehr offen.
  • Jonas Hector - Note 3,5

    Jonas Hector - Note 3,5

    Unter Löw weiterhin unangefochten. Stand in diesem Jahr abgesehen von verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfällen nur in drei Partien nicht in der Startelf. Wohl hauptsächlich, um seinen Ersatzmännern Marvin Plattenhardt und Niko Schulz Spielpraxis zu geben. War bei der WM einer der Wenigen, die zur Normalform fanden, glänzen konnte Hector aber keinesfalls.
  • Marvin Plattenhardt - Note 4,0

    Marvin Plattenhardt - Note 4,0

    Gehörte schon vor der WM bei jedem Spiel im Jahr 2018 zum Kader des DFB-Teams. Kam nur gegen Brasilien zum Einsatz, nutzte das Prestige-Duell aber als Empfehlung. Reiste als Hector-Ersatz mit nach Russland und musste gleich zum Auftakt gegen Mexiko (0:1) ran, fand dort aber überhaupt keine Bindung zum Spiel. Danach war nicht nur die WM für ihn beendet, sondern zunächst auch seine Karriere im DFB-Team.
  • Thilo Kehrer - Note 3,5

    Thilo Kehrer - Note 3,5

    Profitierte vom Umbruch im DFB-Team und feierte gegen Peru sein kurzes Debüt im Nationaltrikot. Zeigte in seinen drei Einsätzen über 90 Minuten nur gegen Russland eine solide Leistung, indem er den Führungstreffer einleitete. Blieb ansonsten blass und fiel durch einige Unsicherheiten auf. Hat auf jeden Fall noch Luft nach oben.
  • Joshua Kimmich - Note 4,0

    Joshua Kimmich - Note 4,0

    Stand abgesehen vom Saudi-Arabien-Test (2:1) in jedem Spiel über 90 Minuten auf dem Platz. Gehörte bei der WM aber zu den größten Enttäuschungen im DFB-Team. Entdeckte seine Spielfreude und seine defensive Stabilität nach dem Turnier-Desaster auf ungewohnter Position wieder. Seitdem Kimmich die Sechs bekleidet, zeigt seine Formkurve wieder nach oben.
  • Niklas Süle - Note 2,0

    Niklas Süle - Note 2,0

    Gehörte bei der WM zu den besten Spielern im Team von Löw und überzeugte mit körperlicher Robustheit und beeindruckender Schnelligkeit. Wusste seine Chancen während des gesamten Jahres zu nutzen. Erzielte gegen Russland sogar seinen Premierentreffer. Die Wachablösung in der deutschen Innenverteidigung ist in vollem Gange.
  • Antonio Rüdiger - Note 3,0

    Antonio Rüdiger - Note 3,0

    Gehört mittlerweile zum festen Inventar von Joachim Löw. Kam bei der WM aber nur gegen Schweden (2:1) für den verletzten Hummels zum Einsatz. In seinen Spielen nach dem Turnier zeigte Rüdiger zumeist eine solide Leistung. Als Stabilisator in der Defensive muss sich der 25-Jährige aber noch beweisen. Immer wieder unterlaufen dem Chelsea-Profi kleine Patzer.
  • Mats Hummels - Note 4,5

    Mats Hummels - Note 4,5

    Muss um seinen bis dato unumstrittenen Stammplatz in der Innenverteidigung bangen. Suchte seine Normalform bei der WM vergeblich und wurde seiner Rolle als Führungsspieler nicht gerecht. Fiel in Russland vor allem durch seine Kollegen-Schelte nach dem Mexiko-Spiel auf. Wartet auch nach der WM auf eine Top-Leistung à la Hummels.
  • Jonathan Tah - Note 3,0

    Jonathan Tah - Note 3,0

    Verpasste den Sprung in den endgültigen WM-Kader. Gehörte nach dem Turnier zwar immer zum Kader, kam aber lediglich auf einen 29-Minuten-Einsatz gegen Russland. Zeigte dort eine ordentliche Leistung, offenbarte allerdings Probleme in der Feinabstimmung mit den Kollegen, die der 22-Jährige in Zukunft sicher beheben kann.
  • Nico Schulz - Note 2,5

    Nico Schulz - Note 2,5

    Stand bei seinem DFB-Debüt im September gegen Peru gleich über 90 Minuten auf dem Platz und belohnte sich mit einem Tor. Hatte defensiv allerdings einige Probleme, die er auch bei seinen anderen Einsätzen nicht gänzlich abstellen konnte. Im Vorwärtsgang hinterließ er einen starken Eindruck. Schulz ist eine der kleinen Überraschungen des Jahres.
  • MITTELFELD/ANGRIFF: Sebastian Rudy - Note 4,0

    MITTELFELD/ANGRIFF: Sebastian Rudy - Note 4,0

    Avancierte bei seinem einzigen WM-Einsatz zur tragischen Figur beim Sieg über Schweden, als er bereits nach 27 Minuten mit einer gebrochenen Nase vom Platz musste. Spielte bis dahin einen souveränen Part als Sechser im Mittelfeld. Durfte nach dem Turnier nur für eine knappe halbe Stunde gegen Russland ran. Dort machte sich seine mangelnde Spielpraxis durchaus bemerkbar.
  • Toni Kroos - Note 4,5

    Toni Kroos - Note 4,5

    Rettete die DFB-Elf mit seinem sensationellen Treffer gegen Schweden zwar zunächst vor dem WM-Aus, doch insgesamt lieferte der Real-Star auch schon vor der WM eine für ihn erschreckend schwache Leistung ab. Kroos wurde seiner Rolle als Führungsspieler keineswegs gerecht. Nach der WM-Blamage zeigt seine Formkurve mit einem Treffer und zwei Vorlagen allerdings wieder nach oben.
  • Emre Can - Note 4,5

    Emre Can - Note 4,5

    Wurde im WM-Jahr immer wieder von einer Rückenverletzungen zurückgeworfen. Auf den WM-Zug konnte der Juve-Star nicht mehr aufspringen. Auch sein DFB-Comeback gegen Holland, für das er nur nachnominiert wurde, verlief alles andere als glücklich. Mit zahlreichen Ballverlusten war der 24-Jährige einer der schlechtesten Deutschen.
  • Ilkay Gündogan - Note 4,0

    Ilkay Gündogan - Note 4,0

    Wusste vor der WM in allen vier Testspielen durchaus zu überzeugen und feierte nach verletzungsgeplagten Jahren endlich sein Debüt bei einem großen Turnier. Doch die Leistung, die der 28-Jährige regelmäßig bei Manchester City zeigt, konnte er nicht abrufen. Womöglich setzte ihm auch die Erdogan-Affäre zu. Von einem Stammplatz unter Löw ist der Mittelfeldstratege weit entfernt.
  • Sami Khedira - Note 5,5

    Sami Khedira - Note 5,5

    Machte sowohl in Russland als auch bei den Testspielen zuvor den Eindruck, er habe seinen Zenit inzwischen meilenweit überschritten. Langsam auf den Beinen und im Kopf, fehlerhaft im Rückwärtsgang, ohne Einfluss in der Offensive. Verzichtete auf einen Rücktritt und wartet seit der WM auf eine Nominierung.
  • Kai Havertz - Note 2,5

    Kai Havertz - Note 2,5

    Stellte mit einer überragenden Leistung gegen Russland unter Beweis, dass er das Gesicht des Neuanfangs der deutschen Nationalmannschaft werden kann. Mit einer punktgenauen Flanke auf Gnabry (23.) und einem herrlichen Schnittstellenpass vor dem 3:0 war der Youngster bester Mann auf dem Platz. Weitere Länderspiele folgen mit Sicherheit!
  • Leon Goretzka - Note 4,0

    Leon Goretzka - Note 4,0

    Kam im DFB-Dress in diesem Jahr nicht wirklich in Schwung. Stand kein einziges Mal über die volle Distanz auf dem Platz und konnte weder einen Treffer noch eine Vorlage verbuchen. Seine angestrebte "bedeutende Rolle" im Team konnte Goretzka (noch) nicht einnehmen. Wurde zuletzt nur als Joker für Kurzeinsätze eingewechselt.
  • Marco Reus - Note 3,5

    Marco Reus - Note 3,5

    War bei seinem ersten großen Turnier mit der Nationalmannschaft einer der wenigen Lichtblicke. Sprühte gerade in den ersten beiden Partien extrem viel Spielfreude aus. Danach folgte ein Leistungseinbruch. Sowohl gegen Südkorea als auch gegen Peru und Frankreich stand Reus völlig neben sich. Zuletzt musste er mehrfach verletzt passen. Machte zum Abschluss gegen Holland nach Einwechslung einen deutlich verbesserten Eindruck.
  • Julian Brandt - Note 2,5

    Julian Brandt - Note 2,5

    Sorgte mit seinen Joker-Einsätzen bei der WM für frischen Wind, konnte den Karren aber nicht aus den Dreck ziehen. Auch nach dem Turnier setzte Löw meist nur auf die Joker-Qualitäten von Brandt. Lediglich gegen Peru stand er in der Startelf, erzielte promt einen Treffer und war einer der stärksten Profis im DFB-Dress.
  • Julian Draxler - Note 5,0

    Julian Draxler - Note 5,0

    Der von Löw hochgelobte und -geschätzte Confed-Cup-Kapitän ging bei der WM sang- und klaglos unter. Auch nach dem Turnier lässt Draxlers Leistung beim DFB zu wünschen übrig. Eine für ihn vorgesehene tragende Rolle konnte der PSG-Profi bislang nicht einnehmen. Fehlte zuletzt wegen eines Trauerfalls in der Familie.
  • Mesut Özil - Note 5,0

    Mesut Özil - Note 5,0

    Enttäuschte im WM-Jahr auf ganzer Linie. Der einst unersetzbar Regisseur des DFB-Teams fand in keinem Spiel auch nur annähernd zu seiner Normalform. Hinzu kommt der Eklat, den Özil mit seinem Schweigen nach dem umstrittenen Treffen mit Erdogan ausgelöst hat. Trat Ende Juli aus der Nationalmannschaft zurück.
  • Leroy Sané - Note 2,0

    Leroy Sané - Note 2,0

    Während Sané vor der WM noch völlig überraschend ausgebootet wurde, ist der 22-Jährige aktuell einer der Hoffnungsträger. Mit bärenstarken Leistungen, die er mit seinen ersten beiden Länderspieltreffern (gegen Russland und im Rückspiel gegen Holland) krönte, stellte er unter Beweis, dass er in Zukunft wohl unverzichtbar ist. Allerdings: Zeigte vor der WM teils auch sehr durchwachsene Leistungen.
  • Thomas Müller - Note 5,5

    Thomas Müller - Note 5,5

    Erzielte im gesamten Jahr nur einen einzigen Treffer für das DFB-Team (beim 1:1 gegen Spanien). Gerade bei der WM versagte Müller auf ganzer Linie. Im gesamten Turnier hatte der WM-Torschützenkönig von 2010 keine einzige (!) Torchance. Löw reagierte auf das Formtief von Müller und brachte den Bayern-Star meist nur als Joker auf den Platz.
  • Serge Gnabry - Note 1,5

    Serge Gnabry - Note 1,5

    Musste seinen Traum von der WM wegen eines Muskelbündelrisses begraben. Seine drei letzten Partien im DFB-Dress sind ein klarer Fingerzeig, in welche Richtung es für Gnabry gehen soll. War mit einem Treffer und zwei Vorlagen einer der besten Spieler des jüngsten DFB-Hochs. Stellte deutlich unter Beweis, dass er ein Gesicht des Neuanfangs werden kann.
  • STURM: Timo Werner - Note 3,0

    STURM: Timo Werner - Note 3,0

    Konnte den Ansprüchen (noch) nicht wirklich gerecht werden. Die deutsche Sturmhoffnung, von Löw oft auf dem Flügel eingesetzt, jubelte in diesem Jahr allein über zwei eigene Treffer. Blieb gerade bei der WM hinter seinen Erwartungen und strahlte zu wenig Torgefahr aus. Zuletzt einer der agilsten Deutschen im Angriff.
  • Sandro Wagner - Note 4,0

    Sandro Wagner - Note 4,0

    Rechnete nach dem Confed-Cup-Sieg und einer starken Saison 2017/18 fest mit einer WM-Nominierung. Doch es kam anders: Wurde von Löw nicht berücksichtigt und trat frustriert aus dem DFB-Team zurück. Trug das DFB-Trikots in diesem Jahr deshalb nur im März gegen Brasilien. Konnte dabei keinen Treffer erzielten, strahlte aber viel Torgefahr aus.
  • Lars Stindl - Note 3,5

    Lars Stindl - Note 3,5

    Spielte sich beim Confed Cup in den Fokus der Nationalmannschaft, konnte die starke Leistung bei seinem einzigen Spiel für den DFB im Jahr 2018 gegen Brasilien aber nicht bestätigen. Fiel ab Juni wegen eines Syndesmosebandrisses aus. Wartet weiter auf einen Anruf von Löw, dieser ist aber angesichts der angestrebten Verjüngungskur recht unwahrscheinlich.
  • Nils Petersen - Note 4,0

    Nils Petersen - Note 4,0

    Wurde völlig überraschend in den vorläufigen WM-Kader berufen. Nutzte seine Bewährungschance aber nicht und musste die Heimreise vor dem Ablug nach Russland antreten. Bekam nach dem WM-Desaster erneut die Gelegenheit sich zu beweisen. Wirklich aufdrängen konnte er sich abermals nicht.
  • Mario Gomez - Note 4,0

    Mario Gomez - Note 4,0

    Blieb in sieben DFB-Einsätzen im Jahr 2018 ohne eigenen Treffer. Gerade bei der WM haben seine Tore an allen Ecken und Kanten gefehlt. Nach dem Turnier machte der 33-Jährige "Platz für die vielen jungen und hochtalentierten Jungs". Ließ sich dennoch eine Hintertür für die EM 2020 offen. Dass Löw diese nutzt, gilt aber als nahezu ausgeschlossen.
  • Mark Uth - Note 3,5

    Mark Uth - Note 3,5

    Gehörte trotz Torflaute bei Schalke 04 etwas überraschend zum Nations-League-Kader im Oktober. Lieferte gegen die Niederlande ein engagiertes Länderspieldebüt ab, konnte seine zahlreichen Möglichkeiten aber nicht nutzen. Kam gegen Frankreich (1:2) nicht zum Einsatz. Fiel zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses aus.
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