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"Anthemgate" und Co. - Sport trifft Politik

Es ist derzeit die Schlagzeile im Amerikanischen Sport: "Anthemgate". Doch die Verstrickung von Politik und Sport ist kein neues Phänomen.

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  • Sport trifft Politik

    Sport trifft Politik

    Das "Anthemgate" bestimmt dank Donald Trump und zahlreichen mündigen Sportlern die Schlagzeilen in den USA. Dabei ist die Verstrickung von Politik und Sport kein neues Phänomen. Immer wieder wurde die große Bühne für politische Statements genutzt. Sport.de wirft einen Blick auf die spektakulärsten Aktionen des letzten Jahrhunderts.
  • Ralph Rose (Olympia 1908)

    Ralph Rose (Olympia 1908)

    Der irisch-amerikanische Kugelstoßer machte schon 1908 mit seinem Protest auf sich aufmerksam. Bei den Olympischen Spielen in London senkte er, anders als verlangt, nicht die Flagge vor dem britischen König. Damit zeigte er sich solidarisch zum irischen Volk, welches die Unabhängigkeit anstrebte.
  • John Carlos & Tommie Smith (1968)

    John Carlos & Tommie Smith (1968)

    Bei den Spielen 1968 in Mexiko bekennen sich die US-Sprinter Thomas Smith und John Carlos auf dem Podium zur "black pride"-Bewegung. Ihr Zeichen gegen die Rassendiskriminierung kommt die beiden Sportler jedoch teuer zu stehen. Beide werden danach nie wieder zu einem Wettkampf zugelassen.
  • Die ersten Boykott-Spiele (1976)

    Die ersten Boykott-Spiele (1976)

    1976 sah der neuseeländische Rugby-Verband trotz des Sport-Banns gegen Südafrika keinen Grund, nicht gegen die Auswahl des Apartheids-Staates zu spielen. Viele andere afrikanische Staaten sahen das anders und boykottierten die Spiele in Montreal, an denen Neuseeland teilnahm.
  • Die zweiten Boykott-Spiele (1980)

    Die zweiten Boykott-Spiele (1980)

    Der damalige IOC Präsident Killanin erklärt vor den Spielen 1980 in Moskau, dass über 40 Staaten nicht an Olympia teilnehmen. Darunter auch Deutschland und die USA. Auslöser für den Boykott ist der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afgahnistan.
  • Die dritten Boykott-Spiele (1984)

    Die dritten Boykott-Spiele (1984)

    Als Reaktion auf den Boykott der Spiele in Moskau durch viele westliche Staaten und die Sperrung einiger russischer Sportler, nahm die Sowjetunion nicht an den Olympischen Spielen in L.A. teil. Ihnen schlossen sich wiederum auch einige Ostblockstaaten und Kuba an.
  • Zlatan Ibrahimović (2015)

    Zlatan Ibrahimović (2015)

    Nach seinem Treffer gegen SM Caen streift Ibrahimović 2015 sein Trikot ab. Doch der exzentrische Torjubel dient damals einem besonderen Zweck. Auf dem Oberkörper des Schweden waren 50 Namen zu lesen. 50 Namen, die symbolisch für die Hungersnöte in vielen Ländern standen.
  • Celtic Glasgow Fans (2016)

    Celtic Glasgow Fans (2016)

    Im Champions League Duell gegen Be'er Sheva im Jahr 2016 bekennen die Celtic Fans Farbe. Und zwar die der Palästinenser. Die Aktion der schottischen Fans ist allerdings nicht nur als Solidaritätsbekundung zu deuten. Provokation spielte hier sicher auch eine Rolle.
  • Feyisa Lilesa (Olympia 2016)

    Feyisa Lilesa (Olympia 2016)

    Während seines Zieleinlaufs kreuzt der Äthiopier 2016 die Arme über dem Kopf. Es ist das Symbol einer Bewegung, die in seinem Heimatland erst kurz zuvor gewaltsam von der Regierung niedergeschlagen wurde.
  • Colin Keapernick (2016)

    Colin Keapernick (2016)

    Mit ihm fing alles an. 2016 blieb 49ers-Quarterback Kaepernick aus Protest gegen die Gewalt an Schwarzen während der Nationalhymne auf dem Knie. Es folgte ein heftiger Eklat, der den 29-Jährigen keinen neuen Vertrag bescherte. Bis jetzt hat der Skandalspieler keine neue Anstellung gefunden, was viele auf seinen Protest zurück führen.
  • Colin Kaepernick (2017)

    Colin Kaepernick (2017)

    Nach den Ausfällen von US-Präsident Donald Trump, der Sportler, die sich nicht für die Hymne erheben, unlängst als "Hurensöhne" bezeichnete, zeigen sich viele NFL-Profis solidarisch mit Kaepernick. Viele Teams blieben nach den Sprüchen des Staatschefs auch auf den Knien oder komplett in der Kabine.
  • Golden State Warriors (2017)

    Golden State Warriors (2017)

    Auch mit den Spielern von NBA-Meister Golden State hat es sich der Präsident verscherzt. Nach kritischen Äußerungen von den Topstars Stephen Curry und Kevin Durant vor dem obligatorischen Besuch im Weißen Haus, lud der Staatschef die Mannschaft kurzerhand wieder aus - obwohl sie nie offiziell eingeladen war.
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