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Jan Ullrichs Karriere: Vom Volkshelden zum Buhmann

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  • Jan Ullrichs Karriere: Vom Volkshelden zum Buhmann

    Jan Ullrichs Karriere: Vom Volkshelden zum Buhmann

    Am 2. Dezember 1973 wird Jan Ullrich in Rostock geboren. 1997 avanciert der Radsportler zum ersten und einzigen deutschen Tour-de-France-Sieger der Geschichte. In der Folge wird "Ulle" zum Sport-Idol und Volkshelden. Doch dann folgt der Absturz: Doping-Enthüllungen und private Eskapaden zerstören sein Denkmal. Wir blicken zurück auf ein wechselhaftes Leben:
  • Der erste große Titel

    Der erste große Titel

    Noch vor seiner ersten Tour-Teilnahme sichert sich Ullrich seinen Premierentitel bei den deutschen Meisterschaften - 1995 im Kampf gegen die Uhr. 1997 und 2001 kürt sich Ullrich zudem zum Straßenmeister.
  • Zweiter hinter dem gedopten Sieger

    Zweiter hinter dem gedopten Sieger

    1996 absolviert Ullrich seine erste Tour de France - und wird auf Anhieb Zweiter im Gesamtklassement. Spätere Vorwürfe, ebenso wie Teamkapitän und Sieger Bjarne Riis gedopt gewesen zu sein, streitet er später vehement ab.
  • Historischer Ritt bei der Tour 1997

    Historischer Ritt bei der Tour 1997

    1997 wird die Tour des Jan Ullrich: Schon bei neunten Etappe nach Loudenvielle ist klar: Der amtierende deutsche Meister lässt sich auch von den Superstars Marco Pantani (l.) und Richard Virenque (r.) nicht abschütteln ...
  • Sturm nach Andorra

    Sturm nach Andorra

    ... Die anschließende zehnte Etappe gilt als das große Meisterstück Ullrichs. Auf dem 252,5 Kilometer langen Teilstück nach Arcalis in Andorra kann Ullrich niemand mehr folgen. Er erobert das Maillot Jaune und gibt es bis zum Ende nicht mehr her. Doch einen Rückschlag muss Ullrich noch verkraften ...
  • "Quäl dich, du Sau!"

    "Quäl dich, du Sau!"

    ... Auf der 18. Etappe in den Vogesen schwächelt Ullrich und verliert zeitweise den Anschluss an die Spitzenfahrer. Teamkollege Udo Bölts bleibt an seiner Seite. Bölts' Aufforderung "Quäl dich, du Sau!" geht in die deutsche Sportgeschichte ein.
  • Triumphfahrt in Gelb

    Triumphfahrt in Gelb

    Am 27. Juli 1997 ist es geschafft: Jan Ullrich sichert sich mit über neun Minuten Vorsprung den Sieg bei der wichtigsten Rad-Rundfahrt der Welt. Telekom-Teamkollege Erik Zabel holt das Grüne Trikot des Punktbesten, die Mannschaft aus Bonn gewinnt auch die Teamwertung.
  • Superstar auf zwei Rädern

    Superstar auf zwei Rädern

    Dass Ullrich wie viele andere Radsportler seiner Zeit wohl ein Betrüger ist, ahnt in den neunziger Jahren niemand. Der erste (und bislang einzige) deutsche Tour-Sieger ist in der Heimat ein absoluter Superstar, zeitweise sogar der wohl populärste Einzelsportler überhaupt ...
  • ... Pop-Stars wie Udo Lindenberg lassen sich mit dem neuen Stern am deutschen Sport-Himmel ablichten.
  • Auch abseits der Radrennen gefragt

    Auch abseits der Radrennen gefragt

    Auch auf vier Rädern macht Ullrich eine gute Figur. Auf dem Nürburgring darf er im Doppelsitzer von McLaren-Mercedes Platz nehmen und ein paar Testrunden drehen.
  • Persönliche Auszeichnungen

    Persönliche Auszeichnungen

    Zweimal gewinnt Ullrich die Auszeichnung Deutscher Sportler des Jahres, 1997 nach seinem Tour-Triumph und 2003.
  • Zahlreiche weitere Triumphe

    Zahlreiche weitere Triumphe

    Neben seinem Tour-de-France-Sieg feiert Ullrich im Laufe seiner Karriere zahlreiche weitere Erfolge. So gewinnt er 2000 in Sydney Gold beim Olympischen Straßenrennen, Silber im Einzelzeitfahren und wird zweimal (1999, 2001) Weltmeister im Kampf gegen die Uhr.
  • Kritik aus der Öffentlichkeit

    Kritik aus der Öffentlichkeit

    Schon während seiner aktiven Karriere wird Ullrich in der Öffentlichkeit kritisch gesehen. Dopingvorwürfe spielen damals allerdings keine Rolle. Stattdessen werden sein unprofessioneller Lebenswandel und seine mangelnde Siegermentalität bemängelt.
  • Erste Alkoholeskapaden

    Erste Alkoholeskapaden

    Unter Alkoholeinfluss verursacht Ullrich im Frühjahr 2014 einen Verkehrsunfall mit zwei Verletzten im Schweizer Kanton Thurgau. 2002 rammt er mit 1,41 Promille in Freiburg einen Radständer und begeht Unfallflucht.
  • (Doping-)Duell mit Armstrong

    (Doping-)Duell mit Armstrong

    Jahrelang liefert sich Ullrich bei der Tour heiße Gefechte mit Seriensieger Lance Armstrong. Welchen sportlichen Wert diese Duelle angesichts der Doping-Geschichte beider Fahrer haben, ist heute fraglich. Armstrong werden alle Siege in Frankreich später aberkannt.
  • Aberkannte Erfolge

    Aberkannte Erfolge

    Auch Ullrich verliert wegen Dopings einige seiner Erfolge am grünen Tisch. Der Internationale Sportgerichtshof CAS erkennt ihm den Gesamtsieg bei der Tour de Suisse 2006 sowie Etappenerfolge bei Giro d’Italia und Deutschland Tour ab. Auch Ullrichs dritter Platz bei der Tour de France 2005 wird gestrichen.
  • Nicht mehr erwünscht im Radsport

    Nicht mehr erwünscht im Radsport

    Im Radsport fasst Ullrich nach seiner aktiven Laufbahn nicht mehr Fuß. Eine Zusammenarbeit mit dem Team-Sponsor Alpecin ("Doping für die Haare") beschert dem umstrittenen Ex-Sportler 2012 Negativschlagzeilen. 2017 tritt Ullrich nach wenigen Tagen als Sportlicher Leiter von "Rund um Köln" zurück.
  • Absturz vor den Augen der Öffentlichkeit

    Absturz vor den Augen der Öffentlichkeit

    Im Sommer 2018 folgt der Totalabsturz: Ullrich randaliert auf dem Anwesen seines Nachbarn Til Schweiger auf Mallorca, attackiert kurze Zeit später unter Alkohol- und Drogeneinfluss eine Prostituierte. Zudem taucht ein bizarres Video des offensichtlich vollkommen zugedröhnten Ex-Sportlers in der Öffentlichkeit auf. Ullrich, der zudem pleite sein soll, begibt sich in eine Entziehungskur. Seit dem ist es ruhig geworden um den einstigen Volkshelden.
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