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Bender für 25 Millionen von Bayer zu Bayern?

23.07.12
Lars Bender, Leverkusen, Bayern
Wechselt Nationalspieler Lars Bender von Bayer Leverkusen zum FC Bayern?
Foto: dpa bildfunk
Nachdem der Transfer von Javi Martinez allem Anschein nach an der hohen Ablöseforderung von Bilbao (40 Mio.) gescheitert ist, wollen die Bayern nicht noch einmal mit leeren Händen dastehen. Deshalb macht der Vize-Meister im Werben um Lars Bender ernst.

Kaum war der FCB-Tross bei seiner Asien-Dienstreise in China gelandet, stellte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge klar: "Wir könnten uns vorstellen, dass Lars Bender ein Thema wird bei Bayern. Es gibt bei jedem Spieler einen Preis. Und wenn wir bereit sind, diesen zu zahlen, ist es vorstellbar, dass der Spieler das Trikot des FC Bayern trägt."

Doch wie hoch ist der Preis? Nach Informationen der 'Bild'-Zeitung ist Bender nicht unverkäuflich. Die Verantwortlichen von Bayer Leverkusen hätten demnach eine Schmerzgrenze, die bei 25 Millionen Euro liegen soll. Ob der Triple-Vize so tief für Bender in die Tasche greift? Schließlich wird sein derzeitiger Marktwert auf 15 Millionen Euro taxiert (Quelle transfermarkt.de).

Schmerzgrenze - und das, obwohl Benders Vorgesetzte zuletzt im gefühlten Stundentakt dem Transfer des Nationalspielers nach München eine Absage erteilt hatten. Erst hatte sich Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser über das öffentlich gewordene Interesse beschwert. Als der FCB-Tross in den Lüften schwebte, legte auch Sportdirektor Rudi Völler in einem Gespräch mit der 'Bild' sein Veto ein: "Matthias Sammer weiß, dass wir Lars behalten!“

Hopfner soll "Drähte glühen lassen"

Doch als hätte sich Rummenigge zu seinem neuen Lieblingshobby gemacht, die Bayer-Bosse zu ärgern, schoss er auf chinesischem Boden den nächsten Giftpfeil Richtung Leverkusen. "Grundsätzlich empfehle ich mit dem Thema, auch in Leverkusen, entspannter und souveräner umzugehen als es im Moment der Fall ist", so der 56-Jährige, um im gleichen Atemzug darauf zu verweisen, dass mit Vorstandsmitglied Karl Hopfner jemand aus der Bayern-Familie (zufällig) in der Heimat geblieben ist: "Mal sehen, ob Karl in München die Drähte glühen lässt und die Dinge ein Stück weiter vorantreiben kann. Ich bin entspannt."

Ein Bender-Transfer würde aus Leverkusener Sicht allerdings auf den ersten Blick wenig Sinn machen. Bis 2017 ist der gebürtige Bayer noch vertraglich gebunden - und in den kommenden Jahren dürfte sein Marktwert eher deutlich steigen als wieder fallen. Was den Leverkusenern bei einem späteren Verkauf ihres gepriesenen Talents wohl noch mehr Geld einbringen dürfte als schon jetzt.