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FIFA-Chefreformer attackiert Hoeneß

18.07.12
FIFA, Skandal, Uli Hoeneß
Mark Pieth, Anti-Korruptionsbeauftragter der FIFA, legt sich mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß an
Foto: dpa bildfunk
Der Anti-Korruptionsbeauftragte des Welt-Fußball-Verbandes (FIFA), Mark Pieth, hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß mangelnde Intelligenz vorgeworfen. "Ich habe Verständnis dafür, dass man Bedenken hat angesichts der Person von Herrn Blatter. Jetzt aber auf Leute loszuschießen, die man nicht mal geprüft hat, das zeugt nicht von großer Intelligenz", sagte Pieth dem Radiosender NDR Info.

Hoeneß hatte zuvor die Ethik-Kommission scharf kritisiert und deutlich gemacht, dass er nicht daran glaube, dass Blatter noch einmal kandidieren werde bzw. die laufende Amtszeit überstehe.

Pieth glaubt zudem, dass in Kürze noch weitere Schmiergeldzahlungen aufgedeckt werden könnten: "Ich gehe davon aus, dass in der Vergangenheit und in der Gegenwart Neueres gefunden wird. Das ist angesichts der Struktur dieses Verbandes durchaus zu erwarten." Die FIFA müsse sich laut Pieth dringend renovieren: "Es ist wichtig, dass man jetzt anerkennt, dass hier eine Struktur geschaffen und auch mit Personen besetzt worden ist, die in keinster Weise abhängig sind."