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Robben schießt gegen die Bayern und spielt mit Abschiedsgedanken

01.03.12 14:24
Arjen Robben
Arjen Robben fühlt sich nur in der 'Elftal' wirklich wohl.
Foto: Reuters
Seine Galavorstellung gegen England ging Arjen Robben runter wie Öl. Der Offensivspieler hat es beim Testspiel in Wembley all seinen Kritikern vor allem in Deutschland gezeigt. An die Adresse des FC Bayern schickte der holländische Nationalspieler einen bittersüßen Gruß. Die Kritik der vergangenen Wochen und seine Degradierung zum Bankdrücker nagen an dem Offensivspieler. Sogar Abschiedsgedanken keimen bei dem 28-Jährigen auf.

"Ich weiß nicht, ob sie mein Match in Deutschland gesehen haben. Falls nicht, bringe ich ihnen eine DVD mit", sagte der Holländer nicht ohne Genugtuung nach dem 3:2 des 'Oranje'-Teams. Mit zwei Geniestreichen zum 1:0 und zum Last-Minute-Siegtor war er der überragende Mann im Londoner Fußball-Tempel - und stellte in den gewaltigen Katakomben später heraus: "Der große Unterschied ist, dass ich hier viel Freiheit im Spiel bekomme und Selbstvertrauen durch den Coach." Im Umkehrschluss: im Verein ist das wohl derzeit nicht so.

"Robben zeigt den Bayern mit zwei Oranje-Treffern eine lange Nase", titelte die holländische Zeitung 'De Telegraaf'. Bondscoach Bert van Marwijk sagte zu Robbens Bayern-Situation nur: "Da müssen Sie ihn selbst fragen. Ich denke, dass er gezeigt hat, dass er das Gefühl zurück hat." Robben selbst betonte, dass er die Zeit mit der 'Elftal' genieße: "Ich hatte so viel Freude in diesen zwei Tagen. Es war zu kurz: Ich will noch ein Spiel mit dem Holland-Team spielen."

Christian Nerlinger
Christian Nerlinger steht vor schweren Verhandlungen mit Arjen Robben.
Foto: Getty Images/Bongarts

Robben: Situation in Deutschland nicht ideal

Nach der Leistungsexplosion in der Nationalmannschaft rumort es beim Mittelfeldspieler. Offenbar fehlt ihm in München die nötige 'Nestwärme', um sein wahres Potenzial abzurufen. "In Deutschland ist es im Augenblick keine ideale Situation", sagte der 28-Jährige. "Meiner Meinung nach ist die Kritik nicht gerechtfertigt. Wenn ich schlecht spiele, ist sie berechtigt, aber in Deutschland wird gleich ein persönlicher Krieg geführt."

Eine Verlängerung seines bis 2013 laufenden Vertrages, die bislang nur Formsache gewesen ist, rückt derzeit in weite Ferne. Die Diskussionen um seine Person haben Narben hinterlassen. "Natürlich geht mir auch durch den Kopf, welche Möglichkeiten es geben könnte", so Robben. Manager Christian Nerlinger darf sich auf harte Verhandlungen freuen.