Schalke-Legende: Gladbach "einen Tick stärker"

07.12.2017 14:14
Martin Max (l.) trug sowohl das Trikot von Schalke 04 als auch von Gladbach
Martin Max (l.) trug sowohl das Trikot von Schalke 04 als auch von Gladbach

Martin Max spielte sowohl für Borussia Mönchengladbach als auch für Schalke 04. Obwohl der 49-Jährige zwei Jahre länger für die Fohlen auflief, als für den Revierklub, schlägt sein Herz heute noch "blau-weiß".

Das erzählte Max in einem Interview mit den "Ruhr Nachrichten". "Aber ich habe durchaus auch immer noch Sympathien für Mönchengladbach", ergänzte der ehemalige Stürmer vor der Begegnung der Klubs am Samstag.

Dass beide Teams aktuellen derart gut in der Liga dastehen, überrascht Max keinesfalls. Der Pokalsieger von 1995 hat eine simple Erklärung für den Höhenflug von Gladbach und Schalke: "Es macht sich zum Beispiel positiv bemerkbar, dass beide Teams keine Zusatzbelastung durch Europapokalteilnahmen haben. Da kannst du mehr trainieren und Automatismen intensiver einüben."

Lobende Worte fand Max für S04-Trainer Domenico Tedesco. "Er macht einen sehr guten Job." Man solle aber nicht die Arbeit von Manager Christian Heidel vergessen. "Er hat den Kader sinnvoll verkleinert. Ein bisschen erinnern mich Tedesco und Heidel an das Duo Assauer/Stevens. Da passte kein Blatt Papier zwischen", erklärte der zweifache Torschützenkönig der Bundesliga.

Lob für Youngster Harit

Im "sinnvoll verkleinerten" Kader stechen laut Max besonders drei Akteure heraus: "Der junge Harit gefällt mir sehr gut, Konoplyanka macht Fortschritte, Burgstaller schießt auch seine Tore und spielt sehr mannschaftsdienlich. Genau das wollen die Schalke-Fans sehen."

Doch auch der kommende Gegner vom Niederrhein hat seine Stärken. "Sie sind spielerisch vielleicht einen Tick stärker, weil sie eine Reihe von antrittsschnellen und wendigen Akteuren in ihren Reihen haben", analysierte Max, der ein Duell auf Augenhöhe erwartet: "Es gibt keinen Favoriten."

"Glücklich" über die Entwicklung von Sohn Philipp

Der Ex-Profi äußerte sich außerdem zu seinem Sohn Philipp Max, der in dieser Saison maßgeblichen Anteil am Augsburger Höhenflug hat. Mit sieben Vorlagen ist der Linksverteidiger nach dem 14. Spieltag der Top-Vorbereiter der Bundesliga.

"Natürlich bin ich glücklich, wie er sich entwickelt hat", freute sich der Vater für den Senkrechtstarter, stellte aber klar: "Er ist eine eigene Persönlichkeit und sollte nicht immer nur als Sohn von Martin Max gesehen werden."