Nach 0:2-Rückstand: Nigeria schießt Argentinien ab

14.11.2017 19:29
Kelechi Iheanacho und die Nigerianer haben Argentinien besiegt
Kelechi Iheanacho und die Nigerianer haben Argentinien besiegt

Dicke Überraschung im Stadion von Krasnodar: Vize-Weltmeister Argentinien hat sein Testspiel gegen die Auswahl Nigerias deutlich mit 2:4 verloren. Dabei führten die Südamerikaner schon mit 2:0.

Drei Tage nach dem schmeichelhaften 1:0-Sieg gegen WM-Gastgeber Russland hat sich die argentinische Nationalmannschaft erneut außer Form präsentiert. Nach 90 unterhaltsamen Minuten kassierte der zweifache Weltmeister eine verdiente 2:4-Packung gegen Nigeria.

Éver Banega (27./FC Sevilla) und Sergio Agüero (36./ManCity) brachten die Albiceleste in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße, ehe Kelechi Iheanacho (45./Leicester) kurz vor der Pause auf 1:2 verkürzte.

Agüero musste in der Halbzeit ausgewechselt werden, nachdem er in der Kabine in Ohnmacht gefallen war. Laut der russischen Sporttageszeitung "Sport Express" wurde der Stürmerstar von Manchester City vorsichtshalber für einige medizinische Tests ins Krankenhaus gebracht.

Nach dem Seitenwechsel ging bei den favorisierten Argentiniern, die ohne Superstar Lionel Messi antraten, gar nichts mehr. Alex Iwobi (52./Arsenal), Brian Idowu (54./Amkar Perm) und erneut Iwobi (73.) stellten schließlich den Endstand her.

"Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, aber in der zweiten Halbzeit waren wir nicht so stark wie sie", kommentierte Javier Mascherano die Pleite nüchtern.

Mit dieser Pleite setzte sich die schwarze Serie der Star-Truppe um Trainer Jorge Sampaoli weiter fort. Von zehn Spielen im Jahr 2017 gewann der Vize-Weltmeister nur fünf. Ohne Sieg blieben die Gauchos unter anderem in den WM-Quali-Spielen gegen Bolivien, Uruguay, Venezuela und Peru.

Im Rahmen der Partie verkündete der nigerianische Fußball-Verband NFF die Einigung in der Diskussion um die fälligen Spielerprämien für die WM-Qualifikation. Bei der WM 2014 in Brasilien hatte es im Lager der Super Eagles heftige Dissonanzen über die Prämienzahlungen gegeben. Diese gipfelten in einem Trainingsstreik der Spieler.