"Das stinkt": Hamilton mosert über neues Reglement

14.11.2017 16:23
Lewis Hamilton will seinen Boliden häufiger am Limit bewegen
Lewis Hamilton will seinen Boliden häufiger am Limit bewegen

Mit einer packenden Aufholjagd vom letzten bis auf den vierten Platz bestimmte Lewis Hamilton auch beim Großen Preis von Brasilien die Schlagzeilen. Der Weltmeister wünscht sich in Zukunft mehr solcher Sprints, fürchtet allerdings, dass die neue Begrenzung der Motoren-Anzahl genau das Gegenteil bewirkt.

Anders als in der aktuellen Saison, werden den Piloten im Jahr 2018 nur noch drei statt wie bisher vier Motoren zur Verfügung stehen. Glaubt man den Worten von Lewis Hamilton, wird diese Begrenzung die Rennen womöglich langweiliger machen. Warum? Weil die Fahrer noch mehr auf ihre Antriebseinheiten achten müssen.

"Das war das erste Mal, dass ich einen Motor so gepusht habe", schwärmte Hamilton nach dem Großen Preis von Brasilien, in dem dem Briten ein nagelneuen Motor zur Verfügung stand. Das Resultat: Hamilton konnte von der ersten bis zur letzten Runde Vollgas geben.

"Das war sehr nett, denn normalerweise schonen wir den Motor. Ich drehe den Motor oft runter und versuche dann einen anderen Weg zu finden, Boden gutzumachen", verriet der 32-Jährige, dass der behutsame Umgang mit den Motoren packender Rennaction oft im Wege steht.

"Ich denke, das stinkt"

Nachdem er seinen Motor in Brasilien bis zum Äußersten pushen konnte, "mag ich die Idee, dass es in der nächsten Saison nur noch drei Motoren sind, überhaupt nicht. Ich denke, das stinkt", fand der Mercedes-Pilot deutliche Worte für das neue Reglement: "Wir sollten in der Lage sein, den Motor mehr zu pushen. Diese Sprints sind das, was in der Formel 1 fehlt." 

Seine Aufholjagd in Sao Paulo sei vor allem der verhaltenen Fahrweise der Führenden geschuldet gewesen, glaubt Hamilton. "Sie haben ihren Motor geschont. Das machen wir auch, wenn wir vorne liegen. Ich denke nicht, dass das für die Leute besonders aufregend ist", sagte der Brite.

Anders sei es dagegen bei Regen-Rennen. Auf nasser Piste gibt es diese Limits schlichtweg nicht, da der Wagen durch den nassen Asphalt nicht voll ausgefahren werden kann. Besonders unterhaltsam seien zudem die Grands Prix, bei denen ein Top-Pilot von hinten startet und sich den Weg nach vorne bahnen muss: "Das waren die aufregendsten Rennen und ich bin mir sicher, dass die Begrenzung der Motoren nicht dazu führt, dass wir im nächsten Jahr in die richtige Richtung gehen."

Mit seiner Kritik ist Hamilton nicht allein. Schon vor Wochen äußerte Red-Bull-Teamchef Zweifel an der Begrenzung der Motoren. "Das ist eine dieser bekloppten Regeln, die durchgesetzt wurden. Das Problem ist, dass wir die ganze Zeit nur Strafen auffassen werden", so der Brite, der sagte: "Drei Motoren für die kommende Saison sind echt banane."

Formel 1 2017

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