Hasenhüttl über sein Super-Duo Keïta & Forsberg

13.10.2017 09:28
Ralph Hasenhüttl hofft auf die Rückkehr des RB-Fußballs
Ralph Hasenhüttl hofft auf die Rückkehr des "RB-Fußballs"

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl hat seine Top-Spieler Emil Forsberg und Naby Keïta in höchsten Tönen gelobt. Bei beiden vermisst er jedoch die Top-Form der Vorsaison.

"Naby Keïta und Emil Forsberg haben vergangene Saison unmenschlich Gutes geleistet", sagte Hasenhüttl der "Mitteldeutschen Zeitung". "Es ist natürlich schwer, dieses Niveau wieder zu erreichen. Beide wurden enorm gehypt, dann kamen im Sommer die Transfergeschichten, und die Jungs haben sich selbst nochmal enormen Druck gemacht."

Immer wieder hatte es Gerüchte um mögliche Abgänge der Leipziger Stars gegeben. Forsberg wurde unter anderem mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht. Der 70-Millionen-Euro-Wechsel von Keïta zum FC Liverpool zur neuen Saison ist mittlerweile fix.

Hasenhüttl nahm seine zuletzt schwächelnden Stammkräfte in Schutz. "Im zweiten Jahr diese Leistung zu bestätigen, gerade bei der Mehrfachbelastung ist enorm schwer. Ich glaube nicht, dass sie momentan schlechte Spiele machen. Der Unterschied ist der zu den Top-top-Leistungen der Vorsaison", erklärte der Österreicher. Man müsse die Spieler vor dem Druck schützen.

Hasenhüttl dämpft Erwartungen

Dennoch hofft Hasenhüttl in den kommenden Partien gegen Dortmund am Samstag und anschließend gegen Porto, Stuttgart und den FC Bayern in der Liga und im Pokal auf Top-Leistungen seiner Mannschaft. "Wir können in den nächsten Wochen nur gewinnen. Ich glaube nicht, dass erwartet wird, dass wir in München oder Dortmund gewinnen", sagte der 50-Jährige.

Die Sachsen belegen aktuell den vierten Platz in der Bundesliga. Nicht alle Ergebnisse, wie die 0:1-Niederlage in Augsburg, genügten den Ansprüchen der Verantwortlichen um Hasenhüttl und Manager Ralf Rangnick.

Selbiges gilt für die Champions League, in der Leipzig keines seiner beiden Spiele gewinnen konnte. "Ich hoffe, dass wir so weit sind, wieder RB-Fußball zu zeigen. Und dann sind wir nur schwer zu schlagen. Dann können wir gewinnen", gab sich Hasenhüttl kämpferisch.

Austausch mit Pep

Unterdessen hat sich Hasenhüttl beim gemeinsamen Besuch des Oktoberfestes in München Rat beim früheren Bayern-Trainer Pep Guardiola geholt.

Er habe den Coach von Manchester City gefragt, "wie lange er sich und seinen Spielern in der Länderspielpause frei gegeben hat", erzählte Hasenhüttl: "Wir sind als Fußballfreaks seelenverwandt. Ich habe mich schon immer an innovativen Kollegen orientiert und bin mir auch nicht zu schade, ihn auch auf Konkretes anzusprechen."

Guardiola habe ihm geantwortet, er habe seinen Spielern eine Woche frei gegeben, verriet Hasenhüttl. Er selbst habe sich jedoch für lediglich drei freie Tage entscheiden: "Ich hatte aber auch mehr Spieler zur Verfügung."