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Brendon Hartley Favorit auf Toro-Rosso-Cockpit

12.10.2017 20:54
Brenden Hartley darf sich Hoffnungen auf das Toro-Rosso-Cockpit machen
Brenden Hartley darf sich Hoffnungen auf das Toro-Rosso-Cockpit machen

Brendon Hartley steht völlig überraschend vor seinem Formel-1-Debüt. Der Porsche-LMP1-Pilot, der eine Vergangenheit als Red-Bull-Junior hat, darf sich laut Informationen von "Motorsport-Total.com die besten Chancen auf das in Austin vakante Toro-Rosso-Cockpit neben Daniil Kbvyatausrechnen.

Ursache dafür ist, dass Honda Pierre Gasly nun doch beim Saisonfinale der Super Formula einsetzen will, um dort für die Japaner den Titel zu holen, wodurch Toro Rosso dringend einen Ersatzmann benötigt.

Da dieser auch die von der FIA verlangten Superlizenzpunkte benötigt, ist die Auswahl gering. Außerdem denkt Toro Rosso darüber nach, den 27-jährigen Neuseeländer, der nach seiner Red-Bull-Ausmusterung in der WEC bei Porsche enorm gereift ist und dieses Jahr die 24 Stunden von Le Mans gewann, auch in der kommenden Saison einzusetzen, da Carlos Sainz nun für Renault fährt und Daniil Kvyat nicht restlos überzeugte.

Auch Buemi steht bereit

Teamchef Franz Tost will nun die Gelegenheit in Austin nutzen, um einen Eindruck von Hartley zu bekommen. Bei der Besetzung des zweiten Cockpits darf sich Gasly die besten Chancen ausrechnen. Sollte der Deal mit Hartley nicht klappen, steht dessen 28-jähriger WEC-Kollege Sebastien Buemi bereit, der auch als Ersatzpilot fungiert.

Offenbar scheint man Hartley aber im Red-Bull-Lager mehr zuzutrauen, auch wenn dieser weniger Erfahrung mit Formel-1-Boliden hat. Er war 2009 und 2010 Ersatzfahrer für Red Bull und absolvierte 2008 einen Test für das A-Team. 2009 teste er zwei Mal für Toro Rosso, ehe es zum Bruch mit Red Bull kam. Sein bislang letzter Auftritt in einem Formel-1-Auto: 2012 setzte ihn Mercedes beim Young-Driver-Test in Magny Cours ein.

Entscheidung zwischen Formel 1 und IndyCar?

Zum Problem könnte es aber werden, dass Hartley zuletzt intensiv mit dem Ganassi-Team verhandelte, um einen Platz in der IndyCar-Serie zu bekommen. Es ist nicht klar, wie weit fortgeschritten die Verhandlungen bereits sind und ob sich dies als Stolperstein erweisen könnte.

Mit Buemi hätte Red Bull aber einen Piloten in der Hinterhand, der sich in der WEC bei Toyota als verlässliche Größe erwiesen hat. Zudem fuhr er von 2009 bis 2011 für Toro Rosso in der Formel 1 und fungierte auch in den Jahren danach als Test- und Ersatzpilot.  

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