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Alonso und McLaren überraschen sich selbst

29.09.2017 14:57
Fernando Alonso staunte nicht schlecht über das Tempo seines McLaren
Fernando Alonso staunte nicht schlecht über das Tempo seines McLaren

Kaum hatte er im Freien Training zum Malaysia-Grand-Prix ein neues Aerodynamik-Paket an seinem McLaren, ließ Fernando Alonso kräftig aufhorchen: Der Spanier sauste in der verregneten ersten Session auf den dritten Platz, um den starken Eindruck am Nachmittag im Trockenen mit Platz fünf zu bestätigen. 1,303 Sekunden Rückstand auf die Spitze waren aber für McLaren-Verhältnisse nicht auffallend wenig. Trotzdem bilanziert Rennleiter Eric Boullier: "Es kam doch überraschend."

Dass neue Teile für Alonsos Auftritt verantwortlich waren, suggerierten die Zeiten seines Teamkollegen Stoffel Vandoorne. Der Belgier - ohne das Update unterwegs - landete im Freitagsgesamtergebnis nur an der 13. Position. Er war 1,109 Sekunden langsamer als das Schwesterauto. Alonso ist mit den Neuerungen zufrieden: "Ich bin bei jedem Versuch mit einer anderen Aerodynamik-Konfiguration gefahren. Es funktionierte beim ersten, beim zweiten und beim dritten Mal hervorragend."

Novelliert wurden am MCL-32 für Malaysia Luftleitbleche im Bereich zwischen der Vorderachse und dem Cockpit. "Wir sind zufrieden mit der Korrelation der Teile", erklärt Boullier, dass die Ergebnisse auf der Strecke denen aus dem Windkanal entsprechen würden. "Schön, dass neue und wichtige Komponenten so funktionieren, wie wir es erwarten." Beim Japan-Grand-Prix in Suzuka am kommenden Wochenende soll auch Vandoorne in den Genuss des Updates kommen.

Dass sich der Youngster in Sepang gedulden muss, hat damit zu tun, dass die Produktion in Woking nicht schnell genug ging, schließlich brauchte es auch Ersatzmaterial für das Alonso-Auto - die Luftleitbleche sind schnell kaputt, wenn der Fahrer einen Randsteine einmal zu hart mitnimmt.

"Gemischte Bedingungen wären mir am liebsten"

Alonso warnt vor zu viel Euphorie: "Wir werden bis morgen nichts mehr großartig verändern. Abwarten, wofür es reichen wird", zieht der leidgeprüfte Spanier die Augenbrauen hoch. Er ahnt, dass die am Freitag noch langsamere Konkurrenz zum Gegenangriff blasen wird: "Die zwei Mercedes, Force India und Renault ... Q3 wird wie immer nicht einfach. Im Trockenen und bei einem normalen Rennen kämpfen wir um den dritten Abschnitt und versuchen dann, einen Punkt zu holen."

Deshalb hofft Alonso auf Petrus' Mithilfe. Ein paar Regentropfen dürfen es am Sonntag sein: "Gemischte Bedingungen wären mir am liebsten, weil sie mehr Unbekannte bringen und eher für eine Lotterie sorgen. Dann kann es für uns laufen. Wenn es regnet, kann man alles gewinnen oder alles verlieren. Wir sind in einer Position, in der nichts zu verlieren haben", weiß der Ex-Weltmeister und demonstiert eine breite Brust: "Ich habe keinen Bammel, was auch immer kommen mag."

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