Enge Kurven, heiße Luft: Formel-1-Herausforderung Singapur

14.09.2017 07:32
Die Formel-1-Fans freuen sich auf den GP von Singapur
Die Formel-1-Fans freuen sich auf den GP von Singapur

Am Sonntag startet der Große Preis von Singapur. Doch es ist nicht das ideale Terrain für den Mercedes von Spitzenreiter Lewis Hamilton. Die Chance muss Verfolger Sebastian Vettel im Ferrari nutzen.

Die Gründe für die Vorteile der Scuderia, aber auch von Red Bull auf dem engen Stadtkurs liegen unter anderem an der Konstruktion des diesjährigen Mercedes. Die Bilanz spricht aber insgesamt auch nicht für die Silberpfeile.

Was macht es für Mercedes in Singapur so schwer?

Die vielen engen Kurven sind das eine. Mercedes entschied sich in dieser Saison für einen längeren Radstand bei seinem Wagen als die Konkurrenz. Die fehlenden langen Geraden sind das andere. Auf dem winkligen Kurs mit 23 Richtungsänderungen auf gut fünf Kilometern kann Mercedes die Power seines Turbo-Motors nicht richtig ausspielen wie noch zuletzt in Spa-Francorchamps und Monza.

In Monaco, einem Kurs, der vergleichbar ist mit dem Marina Bay Street, kamen Hamilton und Bottas nicht über die Plätze sieben und vier hinaus. Vettel gewann dort.

Wer hat die beste Singapur-Bilanz?

Red Bull. Der österreichische Rennstall war zehnmal in den vergangenen neun Rennen in Singapur auf dem Podium vertreten. Dreimal nacheinander - 2011, 2012 und 2013 - auf dem obersten Platz durch Vettel, als der noch für Red Bull fuhr. Seit 2010 schaffte es mindestens immer ein Fahrer von Red Bull unter die ersten drei.

Fünf Mal durften Ferrari-Fahrer mit aufs Podium, zwei Siege durch Fernando Alonso (2010) und Vettel (2015) gelangen der Scuderia. Mercedes - seit 2010 als Werksteam wieder dabei - kommt ebenfalls schon auf zwei Siege, Hamilton 2014 und Nico Rosberg 2016, aber nur noch einen weiteren Podestplatz (Hamilton 2016/3.).

Was macht Singapur so besonders?

Singapur zählt zu den härtesten Aufgaben im Rennkalender. Zum einen sind es die äußeren Bedingungen. Selbst am Abend, wenn das Rennen um 20:00 Uhr Ortszeit beginnt, herrschen Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Sauna-Bedingungen für die Fahrer, die auch noch in feuerfesten Overalls stecken. Erholungsphasen auf der Strecke gibt es durch ihre Geometrie nicht. Auslaufzonen auch nicht. Fehler werden wie in Monaco nicht verziehen.

14 Safety-Car-Phase in neun Rennen sind dafür auch ein Beleg. Die Tatsache, dass die Strecke von mehr als 1500 Lichtprojektoren angestrahlt wird, erschwert das Fahren indes nicht - solange es nicht regnet, was bislang während der neun Auflagen noch nicht passiert war.

Wie oft schalten die Fahrer?

In einer Runde müssen die Fahrer 70 Mal den Gang wechseln. Legt man eine Rundenzeit von rund 1:42 Minuten zugrunde, mit der es Rosberg vor einem Jahr auf die Pole schaffte, entspricht das Schaltvorgängen alle 1,45 Sekunden. Rechnerisch folgt jeweils 220 Meter auf dem 5056 Meter langen Kurs die nächste Kurve. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt nur 177 Stundenkilometer.

Formel 1 2017

Australien
Australien GP
26.03.
China
China GP
09.04.
Bahrain
Bahrain GP
16.04.
Russland
Russland GP
30.04.
Spanien
Spanien GP
14.05.
Monaco
Monaco GP
28.05.
Kanada
Kanada GP
11.06.
Aserbaidschan
Aserbaidschan GP
25.06.
Österreich
Österreich GP
09.07.
Großbritannien
Großbritannien GP
16.07.
Ungarn
Ungarn GP
30.07.
Belgien
Belgien GP
27.08.
Italien
Italien GP
03.09.
Singapur
Singapur GP
17.09.
Malaysia
Malaysia GP
01.10.
Japan
Japan GP
08.10.
USA
USA GP
22.10.
Mexiko
Mexiko GP
29.10.
Brasilien
Brasilien GP
12.11.
VA Emirate
Abu Dhabi GP
26.11.
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