Jungfleisch undankbare Vierte - Lasitskene siegt

12.08.2017 21:51
Marie-Laurence Jungfleisch hat eine WM-Medaille knapp verpasst
Marie-Laurence Jungfleisch hat eine WM-Medaille knapp verpasst

Die deutsche Hochsprung-Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch hat bei der Leichtathletik-WM in London die Bronzemedaille knapp verpasst. Die 26-Jährige kam beim Sieg der russischen Topfavoritin und Titelverteidigerin Maria Lasitskene, die als neutrale Athletin Gold gewann, mit 1,95 m auf Platz vier.

Jungfleisch scheiterte dreimal an 1,97 m. Die Polin Kamila Licwinko schaffte diese Höhe im dritten Versuch - hätte sie gerissen, wäre Jungfleisch Dritte geworden. Als bisher letzte deutsche Hochspringerin hat Ariane Friedrich 2009 in Berlin mit Bronze eine WM-Medaille gewonnen.

Lasitskene, die im ersten Anlauf 2,03 m übersprang und danach auf Rekordjagd ging, siegte nach hartem Kampf vor der erst 19 Jahre alten Ukrainerin Yuliya Levchenko (2,01). Licwinko, die nach dem knapp vermiedenen Aus noch 1,99 m im ersten Versuch meisterte, holte Bronze. Olympiasiegerin Ruth Beitia kam nicht über 1,88 m hinaus, die 38-Jährige belegte damit nur Platz elf.

Die 24 Jahre alte Lasitskene sicherte sich ihr zweites WM-Gold und dem "russischen" Team den ersten Sieg bei den Titelkämpfen, im Vorfeld hatte sie schon 2,06 m gemeistert.

Lasitskene, die unter ihrem Mädchennamen Kutshina 2015 in Peking gewonnen hatte, war wie 18 weitere Russen vom Weltverband IAAF mit einer Ausnahmegenehmigung für den Start in London ausgestattet worden, weil sie nachweisen konnte, dass sie nicht Teil des staatlichen Dopingsystems in ihrer Heimat war. Hürdensprinter Sergey Shubenkov, Weitspringerin Darya Klishina und Hammerwerfer Waleri Pronkin hatten zuvor jeweils Silber geholt.