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Ducati trotz Quali-Niederlage zuversichtlich

12.08.2017 18:41
Andrea Dovizioso geht als Zweiter in das Rennen in Österreich
Andrea Dovizioso geht als Zweiter in das Rennen in Österreich

Ducati muss weiter auf die erste Pole-Position der Saison 2017 warten, obwohl der Red-Bull-Ring in Österreich eine große Chance für die Ducati-Raketen bot. Schließlich war Honda-Ass Marc Marquez im Qualifying schneller. Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo werden als Zweiter und Dritter in der ersten Startreihe stehen und haben eine optimale Ausgangsposition für einen guten Grand Prix. Vor allem für Dovizioso wird ein starkes Ergebnis wichtig, denn in der WM beträgt sein Rückstand auf Marquez 21 Punkte.

Viele Beobachter gingen in Spielberg davon aus, dass Dovizioso der Mann ist, den es zu schlagen gilt. Aber schon in den Freien Trainings überzeugte der Italiener nicht restlos. Auf der anderen Seite wurde Marquez immer stärker. Im Freien Training war das Ducati-Duo viel mit gebrauchten, weichen Hinterreifen unterwegs, um herauszufinden, ob das eine Option für das Rennen ist. "Mit dem weichen Hinterreifen hatte ich Mühe", gibt Dovizioso zu. "Ich war zwar recht schnell, aber es war nicht so gut wie erwartet."

Deswegen änderte der Routinier im Qualifying die Strategie und fuhr beide Versuche mit dem Medium-Hinterreifen. "Manchmal kann eine andere Strategie funktionieren", merkt er mit einem Lächeln im Gesicht an. "Ich bin mit unserer Entscheidung sehr zufrieden, denn so etwas im Qualifying festzulegen, ist nicht einfach. Niemand wählte den härteren Hinterreifen, aber heute waren die Bedingungen sehr merkwürdig." Da es am Samstag etwas wärmer als am Freitag war, hatte große Auswirkungen. "Der Reifen funktionierte bei den höheren Temperaturen im Vergleich zu gestern anders", hält Dovizioso fest.

"Über den Speed mache ich mir keine Sorgen"

Dass der zweifache Saisonsieger mit seinem letzten Angriff noch die zweitschnellste Zeit fuhr, stimmt ihn wieder sehr zuversichtlich: "Im Qualifying hat sich bestätigt, dass wir mit einem anderen Reifen viel schneller sind. Über den Speed mache ich mir keine Sorgen, sondern eher, dass wir die richtige Reifenwahl für das Rennen treffen. Wie wir heute gesehen haben, können fünf bis sieben Grad Celsius mehr einen großen Unterschied machen."

Die Fortschritte von Brünn bestätigte Teamkollege Lorenzo. Zum zweiten Mal in seiner Ducati-Karriere steht der dreimalige MotoGP-Weltmeister in der ersten Startreihe. "Gute Dinge passieren aus guten Gründen. Wenn man hart arbeitet und sich besser fühlt, wird man früher oder später schnell sein", sagt Lorenzo gut gelaunt. "Das haben wir in Brünn bestätigt, und beim Montagstest gelang uns ein klarer Fortschritt."

Auch beim Spanier kam die entscheidende Steigerung im Qualifying: "Hier war es nicht einfach, weil ich am Freitag weit zurücklag. Schritt für Schritt habe ich meinen Fahrstil verbessert. Auch wenn ich nicht die perfekte Runde geschafft habe, bin ich drei gute Runden gefahren. Das ist für das Rennen sehr wichtig. Meine Konstanz und mein Fahrstil sind für diese Strecke sehr präzise. Meine Pace bricht nicht stark ein. Trotzdem müssen wir die Erwartungen morgen bestätigen."

Radikale Verkleidung funktioniert am Red-Bull-Ring

Beide Werksfahrer plus Danilo Petrucci verwenden die neue Aerodynamik-Verkleidung. Beim Montagstest in Brünn war "Dovi" nicht davon überzeugt. Für die Charakteristik des Red-Bull-Rings ist sie trotzdem wie maßgeschneidert: "Auf dieser Strecke funktioniert sie sehr gut", bestätigt der Italiener. "Wir haben keinen Vergleichstest gemacht, also kenne ich nicht genau die Vor- und Nachteile. Wir haben damit die Zeile erreicht, die wir uns gesetzt haben. Ich bin das ganze Wochenende aber nicht einem schnellen Fahrer gefolgt, also weiß ich nicht, wie wir im Vergleich zu Honda und Yamaha aussehen."

Für Lorenzo ist seit Brünn klar, dass die neue Verkleidung für ihn ein Fortschritt ist: "Die neue Verkleidung hat für meinen Fahrstil mehr Vorteile als für die anderen Fahrer. Das ist ein positiver Punkt. Wir arbeiten aber auch an anderen Bereichen, damit ich ein besseres Gefühl finde. Außerdem weiß ich immer mehr über dieses Motorrad, vor allem mit gebrauchten Reifen. Schritt für Schritt werde ich konstanter."

Einige Fahrer der Konkurrenz gehen nicht davon aus, dass im Rennen jemand den weichen Hinterreifen verwenden wird. Medium wird wahrscheinlich die bevorzugte Variante sein. Lorenzo glaubt aber, dass Ducati je nach Temperatur zwischen soft und medium wählen kann: "Meine Konstanz ist sehr gut. Ich schätze, man kann mit beiden Reifen ein gutes Rennen fahren." Diese Zuversicht teilt auch Dovizioso: "Im Qualifying haben wir unseren Speed bestätigt, das ist morgen unser Speed. Es wird sehr wichtig, den richtigen Hinterreifen auszuwählen, denn das wird eine große Auswirkung haben. Das ist nicht einfach."

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