Sagan hadert mit Ausschluss: "Nicht akzeptabel"

17.07.2017 11:45
Peter Sagan findet Tour-Ausschluss weiterhin ungerecht
Peter Sagan findet Tour-Ausschluss weiterhin ungerecht

Weltmeister Peter Sagan hadert auch rund zwei Wochen nach seinem Ausschluss von der 104. Tour de France mit der umstrittenen Disqualifikation.

"Wenn man die Bilder anschaut und sie mit der heutigen Technik wie Zeitlupen und verschiedenen Perspektiven analysieren, dann finde ich schon, dass die Entscheidung der Jury überstürzt gefällt worden ist. Und das ist etwas, das nicht akzeptabel ist", sagte der Slowake dem "ZDF" in Monaco.

Der 27-Jährige vom deutschen Team Bora-hansgrohe war nach der vierten Etappe ausgeschlossen worden. Im Sprintfinale in Vittel soll er seinen Konkurrenten Mark Cavendish mit dem Ellbogen in die Absperrung gedrängt haben. Der britische Sprintstar vom Team Dimension Data erlitt bei dem schweren Sturz einen Bruch des Schulterblattes und musste das Rennen vorzeitig aufgeben.

Sagan freut sich für Kittel

Sagan, der die dritte Etappe für sich entschieden hatte, wollte bei der Tour 2017 zum sechsten Mal in Folge das Grüne Trikot gewinnen. Beste Aussichten auf den Sieg in der Punktewertung hat stattdessen derzeit der deutsche Top-Sprinter Marcel Kittel aus Arnstadt (Quick Step-Floors).

Für Sagan wäre der 14-malige Tour-Etappensieger ein würdiger Nachfolger. "Ich freue mich für Marcel. Er ist ein guter Fahrer und Sprinter. Er hat schon fünf Etappen gewonnen, er hat das Grüne Trikot verdient."

Kittel führte die Punktewertung am zweiten Ruhetag nach 15 von 21 Etappen mit 373 Zählern vor dem Australier Michael Matthews (Sunweb/294) an.