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Wolff: Hamilton fährt so gut wie noch nie

19.06.2017 14:57
Toto Wolff und Lewis Hamilton: Der Chef lobt seinen Schützling
Toto Wolff und Lewis Hamilton: Der Chef lobt seinen Schützling

In Sotschi kam Lewis Hamilton nicht in Schuss, und auch in Monaco war der Mercedes-Superstar von der Rolle. Dennoch ist Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff der Ansicht, dass der dreimalige Weltmeister derzeit in der Form seines Lebens fährt.

"Lewis ist in der besten Verfassung, in der ich ihn in den vergangenen fünf Jahren, seit er zum Team gestoßen ist, erlebt habe", erklärt der Österreicher. Ursache für diesen Eindruck sei nicht das souveräne Kanada-Wochenende, sondern "weil er so gut mit den schwierigen Tagen umgeht".

Hamilton ließ sich vor allem in McLaren-Zeiten immer wieder rasch entmutigen, wenn es einmal schlecht lief. Glaubt man Wolff, dann hat der 32-Jährige dies inzwischen abgelegt, wodurch er zeige, dass er zu den wahren Champions gehöre. "Das ist das Holz, aus dem die Besten geschnitzt sind. Wenn es hart wird, lassen sie es schnell hinter sich und holen das Beste aus ihren Möglichkeiten heraus", lobt Wolff seinen Starpiloten.

Bottas soll den nächsten Schritt machen

Tatsächlich schlug Hamilton sowohl nach Baku als auch nach Monaco mit den Siegen in Barcelona und Montreal eindrucksvoll zurück und lieferte einige seiner bislang stärksten Rennleistungen. Nicht ganz auf dem Niveau von Hamilton schlug sich bislang sein neuer Teamkollege Valtteri Bottas, doch der finnische Mercedes-Neuankömmling strafte mit seinem Sieg in Sotschi und anderen Hightlights immerhin einige Kritik Lügen.

Auch mit seinen Leistungen - Bottas befindet sich 32 Punkte hinter Hamilton auf dem dritten WM-Rang - zeigt sich Wolff zufrieden: "Nach sieben Grands Prix hat er alle unsere Erwartungen übertroffen. Er stand auf der Pole, hat ein Rennen gewonnen und Lewis sowohl am Samstag als auch am Sonntag gefordert." Daher befinde sich Bottas wie Hamilton "in einer starken Position", was auch auf die Umstände zurückzuführen ist: "Man würde niemals glauben, dass er im Winter erst in allerletzter Minute zum Team gestoßen ist."

Dennoch fordert Wolff von Bottas nun den nächsten Schritt in seiner Entwicklung als Nachfolger von Nico Rosberg: "Jetzt geht es für ihn darum, alles an jedem Rennwochenende zusammenzubekommen." Eine ziemliche Aufgabe, doch Wolff hat laut eigenen Angaben "keine Zweifel daran, dass ihm das gelingen wird".

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