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Bedenken: F1 stimmt über T-Flügel-Verbot ab

19.04.2017 12:33
Bald reif für das Museum? Der T-Flügel am McLaren MCL32
Bald reif für das Museum? Der T-Flügel am McLaren MCL32

Die Formel 1 könnte die umstrittenen T-Flügel auf den Heckfinnen ihrer neuen Autos schneller verbieten als gedacht. Nach Informationen von "Motorsport-Total.com" steht die Abschaffung der Teile auf der Agenda für das Treffen der Technischen Arbeitsgruppe am Freitag in Genf. Sind sich Teams in diesem Gremium einig, ist es nur eine Formalie, dass die Strategiegruppe bei einem Meeting am kommenden Dienstag in Paris zustimmt - und die T-Flügeln nach drei Rennen einmotten lässt.

Williams-Teamchef Paddy Lowe ist sich aber nicht sicher, ob der Vorschlag durchgewunken wird: "Es wird interessant, was passiert", sagt der Brite über den Ausgang der Abstimmung. Die Befürworter des Verbots argumentieren damit, dass die T-Flügel ein Sicherheitsrisiko darstellen würden, was durch einen Vorfall im Freien Training von Bahrain deutlich wurde. Er löste sich am Mercedes von Valtteri Bottas, Max Verstappen überfuhr ihn und riss sich den Unterboden seines Red Bull auf.

Lowe ergänzt ein Argument gegen die T-Flügel: "Es ist ein verdammt schmaler Grat, wenn es darum geht, wie viele Aerodynamikteile wir anbauen dürfen." Bisher hat die FIA bei niemandem etwas beanstandet - möglicherweise auch deshalb, weil nach dem Nachziehen Saubers alle Mannschaften mit der Lösung unterwegs sind. Force Indias Co-Teamchef Robert Fernley bezweifelt auch, dass es sich um eine Wunderwaffe handeln würde. Vielmehr sei der Effekt des T-Flügels überschaubar.

Verlegenheitsidee?

Er sagt: "Ich glaube nicht, dass sie den Teams viel nützen. Wenn man sich anschaut, wie sie flattern, bezweifele ich, dass sie die Luft wirklich in Richtung des Heckflügels führen." Das sollen die T-Flügel in der Theorie tun und den Strom bei der Kurvenfahrt glätten, was sich positiv auf Anpressdruck und Kurvengeschwindigkeiten auswirkt. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine Verlegenheitsidee, weil die Designer negative Folgen der Heckfinne nicht ausreichend kalkuliert haben.

Fernley zeigt sich skeptisch, wenn es um den möglichen Beschluss der Technischen Arbeitsgruppe geht: "Es kommen viele Teile dafür infrage, aus Sicherheitsgründen verboten zu werden", überlegt er, kann sich aber ein rasches Verschwinden der T-Flügel vorstellen, vielleicht sogar schon beim kommenden Rennen in Russland: "Wenn man sich einig ist, wird es schnell umgesetzt werden."

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