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Bottas enttäuscht, Wolff zufrieden

25.03.2017 13:40
Von seinen Vorgesetzten musste Valtteri Bottas keine Standpauke erwarten
Von seinen Vorgesetzten musste Valtteri Bottas keine Standpauke erwarten

Noch nie stand Valtteri Bottas in seiner Formel-1-Karriere in Melbourne so weit vorne wie in diesem Jahr, trotzdem sprach sein Gesicht Bände: "Ich bin enttäuscht", sagt der Finne nach seinem dritten Platz beim Qualifying von Australien.

Teamkollege Lewis Hamilton konnte sich im gleichen Atemzug die Pole-Position sichern, Sebastian Vettel verdrängte ihn nach einem kleinen Fehler zudem noch aus der ersten Startreihe. "Ich setze mir immer hohe Ziele, die ich heute nicht ganz erreicht habe", so sein Kommentar nach der Session.

Trotzdem zeigte der 27-Jährige bei seinem Debüt für die Silberpfeile eine anständige Leistung. Nicht wenige hatten ihm nach dem Wechsel von Williams zu Mercedes einen schwierigen Einstand an der Seite des dreimaligen Weltmeisters Lewis Hamilton prophezeit, was sich mit einer halben Sekunde Rückstand am Freitag auch bewahrheiten sollte. Doch am Samstag hielt sich der Rückstand in Grenzen, zudem konnte Bottas eine Session sogar gewinnen.

Für Motorsportchef Toto Wolff hat Bottas damit das Vertrauen bislang nicht enttäuscht: "In den einzelnen Sessions so nah dran zu sein, das haben wir uns erhofft", kommentiert der Österreicher und betont, dass der Nachfolger von Nico Rosberg absolut konkurrenzfähig sei und sich in den Tagen in Melbourne "sehr gut verbessert" habe.

Bottas im zweiten Sektor am schnellsten

Knapp sechs Zehntelsekunden betrug der Rückstand auf Hamilton im ersten Freien Training, auch wenn man den Freitag nicht überbewerten darf. Schon da sah Bottas noch Luft nach oben, während laut Hamilton alles "zu 99 Prozent perfekt" lief. Bottas' Aussage sollte sich am Samstag bestätigen: Während die Zeiten generell purzelten, konnte er stärker zulegen als sein Teamkollege.

Besonders der zweite Sektor scheint ihm - oder seinem Auto - zu liegen: In keiner der vier Samstagssessions konnte Bottas in diesem von Hamilton geschlagen werden. Der Brite war dafür meist im dritten Sektor deutlich schneller, hat dort aber ebenfalls an Vorsprung eingebüßt. In Q3 blieben bei beiden Versuchen der Silberpfeil-Piloten nur noch drei Zehntelsekunden Vorsprung übrig.

Wolff: "Er sollte nicht enttäuscht sein"

"Es gab nie einen Zweifel daran, dass er in der Lage ist, das Auto schnell zu bewegen", unterstreicht Wolff. "Jetzt geht es darum, die Punkte zu verbinden und zu lernen und sich zu entwickeln. Bislang hat er keine Fehler gemacht." Auch von Hamilton, der laut dem Österreicher so gut wie noch nie bei Mercedes unterwegs ist, und dem Druck lasse sich Bottas nicht einschüchtern: "Er kommt gut damit zurecht", ist er überzeugt.

Nach dem Training und nach dem Qualifying fand jeweils ein Gespräch zwischen Fahrer und Teamverantwortlichen statt. Dort hat sich gezeigt, dass Bottas mit seiner Leistung noch nicht zufrieden ist. Zwar sei sein versteinertes Gesicht laut Sebastian Vettel in Finnland normal, doch das sieht Wolff anders: "Ich habe ein enttäuschtes finnisches Gesicht gesehen", verrät er, stellt sich aber hinter seinen Piloten: "Das ist vermutlich die richtige Einstellung. Aber er sollte nicht enttäuscht sein."

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