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Spionage?! Vettel schnüffelt bei Mercedes & Red Bull

25.03.2017 13:32
Keine Berührungsängste: Sebastian Vettel  schaut in Melbourne nicht nur mit den Augen
Keine Berührungsängste: Sebastian Vettel schaut in Melbourne nicht nur mit den Augen

Sebastian Vettel als Ferrari-Spion! Der viermalige Weltmeister ließ es sich nach dem zweiten Platz im Qualifying von Melbourne nicht nehmen, die Konkurrenz-Boliden aus nächster Nähe zu analysieren.

Mit ein paar Blicken gab sich Vettel aber nicht zufrieden: Über eine Minute lang spazierte der Ferrari-Pilot vom Toro Rosso zum Red Bull, ehe er schließlich die beiden Mercedes-Boliden unter die Lupe nahm. Dass der Kameramann die ganze Zeit voll draufhielt, schien den Ferrari-Piloten nicht zu stören .

Auch Berührungsängste zeigte der 29-Jährige keine: Beim Red Bull und beim Mercedes griff Vettel zum seitlichen Windabweiser, abschließend prüfte er auch noch den Frontflügel von Lewis Hamiltons Auto mit seinen Fingern. Als der Mercedes-Superstar bei den TV-Interviews durch einen Reporter davon Wind bekam, versuchte er, die Situation aufzuklären.

"Hast du nur geschaut oder es auch angegriffen?"

"Sebastian, ich habe gehört, dass du mein Auto berührt hast", konfrontierte er den rund zwei Meter entfernt stehenden Vettel. "Hast du nur geschaut oder es auch angegriffen? Er meinte, du hast es auch angegriffen." Der Ferrari-Pilot zog daraufhin ein schelmisches Grinsen auf und meinte unschuldig: "Ich habe nur geschaut..."

Durchaus unterhaltsam war auch die Szene, als Vettel den RB13 seines Ex-Teams Red Bull vor sich hatte und sich gar nicht sattsehen konnte. Plötzlich packte ihn ein Red-Bull-Mechaniker am Rücken und herzte ihn. Wenn er ihn damit von Adrian Neweys neuester Kreation ablenken wollte, dann hielt sich der Erfolg zumindest in Grenzen: Wenig später musterte Vettel wieder den Rennwagen und stand einem weiteren Red-Bull-Mechaniker im Weg.

Dass die Piloten die Gelegenheit nutzen, nach dem Qualifying oder Rennen die Konkurrenz-Autos zu untersuchen, ist nicht neu. Abgesehen von der Startaufstellung ist das Warten auf die technische Abnahme im Parc Ferme für Teammitglieder die einzige Gelegenheit, die technischen Feinheiten der Konkurrenz in Ruhe zu untersuchen. Auch Vettels Idol Michael Schumacher war dafür bekannt, diese Gelegenheit zu nutzen.

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