Völler: "Müssen auch nach hinten schauen"

13.03.2017 08:04
Leverkusens Sportchef Rudi Völler mahnt zur Ruhe
Leverkusens Sportchef Rudi Völler mahnt zur Ruhe

Platz zehn in der Bundesliga, trübe Aussichten in der Champions League: Für Bayer Leverkusen läuft es in dieser Saison nicht rund. Sportchef Rudi Völler mahnt allerdings trotz der brenzligen Lage zur Ruhe, warnt seine Profis jedoch auch davor, in den Abstiegskampf zu geraten.

"Hier unterschätzt keiner die Lage", betonte der 56-Jährige in der "Fussball Bild", fügte jedoch an: "Wir müssen auch nach hinten schauen und alle Antennen ausfahren. Aber das betrifft nicht nur uns, sondern eigentlich alle Teams, die unmittelbar vor und hinter uns stehen."

Vier Punkte trennen die Werkself zur Zeit vom sechsten Platz, der dem Verein in der nächsten Saison internationalen Fußball garantieren würde. Für Völler durchaus noch erreichbar: "Wir müssen von Wochenende zu Wochenende schauen. Mit einer Leistungssteigerung ist die Europa League noch drin", zeigte sich der Sportdirektor optimistisch: "Und ich bin überzeugt, dass diese Steigerung auch kommt."

Korkut "hat eine sehr gute Ansprache"

Am Mittwoch steht für die Bayer-Profis das Rückspiel in der Champions League gegen Atlético Madrid an. Nach der Pleite im ersten Spiel will Völler seine Elf noch nicht abschreiben: "Das wird eine Wahnsinns-Herausforderung nach dem 2:4 vom Hinspiel, das wissen wir alle. Aber durch so ein Spiel kann man sich auch viel Selbstvertrauen zurückholen."

Mit dem neuen Trainer, Tayfun Korkut, der vor gut einer Woche Roger Schmidt ablöste, ist Völler bislang zufrieden: "Er hat eine sehr gute Ansprache. Gegen Bremen war sicherlich noch nicht alles so rund, aber etwas stabiler."

Dass Leverkusen im Spiel gegen Bremen am Freitag zum wiederholten Male in dieser Saison einen Elfmeter verschoss, ist für den Sportdirektor kaum zu fassen: "Das ist leider eine unglaubliche Geschichte. Wir könnten locker zehn Punkte mehr haben – aber leider haben wir sie nicht."