RB-Coach: FCB zum Titel gratulieren? "Nein"

17.02.2017 09:57
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl gibt sich selbstbewusst
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl gibt sich selbstbewusst

Ralph Hasenhüttl von Bayern-Verfolger RB Leipzig will dem Bundesliga-Spitzenreiter noch nicht zur Meisterschaft gratulieren.

"Nein! Es sind noch 14 Spiele und wenn man gesehen hat, wie die Bayern gegen Ingolstadt gejubelt haben, weiß man, dass es für sie auch ein hartes Stück Arbeit war", erläutert der Österreicher in der "Bild". Hasenhüttl liegt mit seinem Team vor dem 21. Spieltag sieben Punkte hinter den Münchnern. Das Hinspiel hatten die Bayern kurz vor Weihnachten mit 3:0 gegen RB gewonnen.

Der Vorsprung der Leipziger auf den dritten Platz beträgt vor der Partie bei Borussia Mönchengladbach sieben Punkte, auf Rang vier sind es bereits acht. Selbst wenn die Champions League nie öffentlich als Ziel von RB ausgerufen wurde, räumt Hasenhüttl nun ein: "Je länger man da vorne steht, umso weniger schön wird es sich anfühlen, wenn man am Ende nicht unter den ersten drei Teams steht."

Der 49-Jährige weiß aber auch, dass es noch ein hartes Stück Arbeit für RB Leipzig ist: "Sollten wir es irgendwann mal dahin schaffen, müssen wir uns enorm steigern."

Bester deutscher Stürmer?

Auf die Frage, wer im Augenblick der beste deutsche Stürmer sei, antwortet Hasenhüttl vielsagend: "Der, der die meisten Tore im Moment geschossen hat". Das ist mit elf Treffern derzeit Timo Werner. "Ich finde auch, dass Timo Qualitäten hat, die außergewöhnlich sind. Er ist schon einer, der sieht, wo was abfällt und die Räume nutzt", schwärmt der Coach von seinem Schützling.

Dass Werner oft mit dem Thema Nationalmannschaft in Verbindung gebracht wird, kann Hasenhüttl verstehen: "Der Vorteil als Stürmer ist ja, wenn du Tore machst, bist du sofort im Blickfeld. Ein Sechser oder Innenverteidiger, der die Knochen hinhält und dafür sorgt, dass die Mannschaft gewinnt, der tut sich schon schwerer aufzufallen".