Ex-Leipziger schießt scharf gegen RB

17.02.2017 07:01
Daniel Frahn spielte zwischen 2010 und 2015 für RB Leipzig
Daniel Frahn spielte zwischen 2010 und 2015 für RB Leipzig

Daniel Frahn, Ex-Profi von RB Leipzig und Garant für die Aufstiege in die 3. und 2. Liga, hat seinen ehemaligen Verein kritisiert.

"Bei RB ist es halt so, dass du fünf Tage der Held bist und am nächsten Tag die Koffer packen musst. Das war schon in der 4. und 3. Liga so", sagte Frahn dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Der Angreifer weiter: "So viele Spieler wie ich bei RB kennengelernt habe, werde ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben nicht mehr kennenlernen." 

Frahn hatte RB Leipzig mit seinen Toren in den Profifußball geführt. Er wurde Rekordspieler (154 Spiele) und -torschütze (66 Tore) der Leipziger. "Wenn man sieht, dass ich den Verein aus der vierten und auch aus der dritten Liga hochgeschossen habe, denkt man sich schon: Das habe alles erst ich mit möglich gemacht", erklärte der 29-Jährige.

Er selbst blieb jedoch irgendwann auf der Strecke und spielt heute beim Drittligisten Chemnitzer FC. "Da fragt man sich schon manchmal: Was ist falsch gelaufen?", dache Frahn laut nach und verglich seine Entwicklung mit der von Dominik Kaiser, der mit RB den Sprung von der Regionalliga in die Bundesliga geschafft hat: "Du brauchst halt auch jemanden, der dir Rückhalt gibt, und den hatte er von Anfang an mit Ralf Rangnick. Und ich eben nicht." 

Rangnick? "War der Initiator, dass ich gegangen bin"

Über Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und dessen Anforderungen sagte Frahn: "Man durfte sich keine Fehler mehr erlauben. Man musste durch die Ligen durchmarschieren, sonst gab es Veränderungen. Es konnte nicht schnell genug nach oben gehen." 

Auf die Frage, ob Rangnicks Anstellung der Anfang seines Endes bei RB Leipzig war, antwortete der Stürmer: "Schwer zu sagen, aber er war schon der Initiator davon, dass ich dann gegangen bin." 

Trotz allem kann sich Frahn eine Rückkehr zu RB durchaus vorstellen. "Absolut. Und ich glaube, das Verhältnis zum Klub ist immer noch so, dass mir die Türen weiterhin offen stehen. RB war und ist eine Herzensangelegenheit für mich."