Dembélé: BVB war die beste Wahl

17.02.2017 07:34
Angreifer Ousmane Dembélé fühlt sich beim BVB wohl
Angreifer Ousmane Dembélé fühlt sich beim BVB wohl

Ousmane Dembélé ist der große Lichtblick im Spiel von Borussia Dortmund. Der 19-Jährige Franzose kam vor der Saison von Stades Rennes zur Borussia. Den Wechsel hat der Youngster nicht bereut.

"Ich bin sehr glücklich, hier zu sein", stellte der Flügelspieler im Interview mit "goal.com" klar. Die Entscheidung, vor der Saison zum Vizemeister zu wechseln, sei definitiv die richtige gewesen.

"Ich bereue meine Wahl auf gar keinen Fall", so Dembélé, der sich im Ruhrgebiet zum Publikumsliebling gespielt hat. Schließlich musste sich der Außenspieler zwischen verschiedenen Vereinen entscheiden. Am Ende seien "die Gespräche mit den Verantwortlichen" beim BVB ausschlaggebend gewesen: "Sie sagten mir, ich würde auf jeden Fall spielen, wenn ich meine Leistung bringe."

30 Partien hat der junge Franzose schon in dieser Saison in den Beinen. Hierbei konnte er nicht nur fünf Treffer, sondern auch dreizehn Vorlagen beisteuern. Mit diesen Werten ist Dembélé "zufrieden": "Ich weiß aber auch, dass ich nicht nachlassen darf".

"Im Training soll ich einfach nur loslassen, dribbeln und Spaß haben"

Dembélé, der vor allem mit seinen Tempo-Dribblings zu überzeugen weiß, will sich unter Trainer Thomas Tuchel noch weiter verbessern. "Das tägliche Training ist sehr körperbetont, es geht von Strafraum zu Strafraum, wir attackieren und verteidigen. Der Trainer verlangt von uns, den Ball nach einem Verlust in fünf bis sechs Sekunden zurückzuerobern", beschrieb der Franzose das Spiel des BVB und schloss an: "Ich habe mich an diesen Spielstil sehr gut angepasst und es gefällt mir." 

Bei Tuchel habe er zudem die Freiheiten, die er brauche: "Er ist ein Trainer, der sehr gut mit jungen Spielern umgehen kann. Er ist ein guter Trainer, der mir sehr weiterhilft. Im Training soll ich einfach nur loslassen, dribbeln und Spaß haben.

Auba? "Ein Bruder"

Eine ganz besondere Beziehung hat Dembélé zu Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang. "Er ist ein Freund, sogar ein Bruder. In der Kabine lachen wir sehr viel zusammen, aber wir sprechen auch Dinge an, wenn sie falsch laufen. Auf dem Rasen verstehen wir uns ebenfalls sehr gut. Er ist einfach ein großartiger Teamkollege, ein toller Typ, der mich von Anfang an sehr gut aufgenommen hat." Er sei froh, solch einen Spieler in der Mannschaft zu haben.

Zahlen bedeuten dem 19-Jährigen hingegen wenig, auch wenn er für seine ersten fünf Tore nur 20 Spiele brauchte und damit an Größen wie Messi, Neymar oder Ronaldo vorbeizog. "Das sind Statistiken, die beachte ich nicht. Ich will den Unterschied ausmachen, Tore schießen und die richtigen Pässe spielen. Solche Statistiken stellen mich auf einen Sockel, auf dem ich nicht sein will. Deshalb achte ich darauf nicht." Er möchte lieber gemeinsam mit dem Team Erfolg haben: "Ich versuche, das große Ganze zu sehen. Mein Ziel ist es, Titel mit der Mannschaft zu gewinnen."

Mit Blick auf die Königsklasse hat der BVB nach der Niederlage in Lissabon im Rückspiel noch einiges zu tun. Für den Titel wird es in dieser Saison jedenfalls laut dem Franzosen noch nicht reichen, trotzdem gibt er sich kämpferisch: "Wir glauben zwar nicht, dass wir die Champions League gewinnen werden, aber wir glauben auch fest daran, dass es schwer wird, uns aus dem Wettbewerb rauszuwerfen."