HSV: Gehaltskürzung für Adler - Duo soll weg

11.01.2017 10:04
Muss mit finanziellen Einbußen rechnen: René Adler
Muss mit finanziellen Einbußen rechnen: René Adler

Ein Gehaltsetat wie ein Europacup-Teilnehmer, doch in der Realität wieder einmal im Abstiegssumpf: Der HSV rennt den eigenen Zielen meilenweit hinterher. Der neue Boss Heribert Bruchhagen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kosten zu senken. Nun müssen einige Stars zittern.

Noch immer plagen den Liga-Dino Verbindlichkeiten von mehr als 100 Millionen Euro. Demgegenüber stehen 62 Millionen Euro, die der Hamburger Personalapparat inklusive Lizenzspieler-Abteilung in der Vorsaison verschluckt hat. Jetzt greift Bruchhagen durch.

Der frühere Frankfurter soll einem Bericht der "Sport Bild" zufolge bereits konkrete Maßnahmen für den Kader ausgetüftelt haben. Im Fokus: René Adler, Pierre-Michel Lasogga und Aaron Hunt.

Keeper Adler steht nur noch bis Ende Juli bei den Rothosen unter Vertrag, die Zukunft des 31-Jährigen ist weiter ungeklärt. Aktuell verdient der Ex-Nationaltorwart stolze 2,7 Millionen Euro pro Jahr - ganz schön viel Geld für den verletzungsanfälligen und nicht immer sattelfesten Routinier im HSV-Tor.

Kräftige Gehaltskürzung

Mit dem mittlerweile geschassten Dietmar Beiersdorfer hatte Adler einst über eine Verlängerung zu vergleichbaren Konditionen gesprochen, schreibt die "Sport Bild".

Doch Bruchhagen schiebt den Verhandlungen nun wohl einen Riegel vor. Seine Marschroute: "Wir müssen die Kosten senken". Entsprechend saftig dürften die Einbußen für Adler ausfallen, sollte er dennoch verlängern wollen. Zwar werden alle weiteren Gespräche vom neuen Sportdirektor Jens Todt geführt, doch auch der 47-Jährige wird den harten Sparkurs einhalten.

Teures Duo auf der Abschussliste

Noch härter könnte es zwei von Adlers Teamkollegen treffen. Angeblich sollen die Edelreservisten Pierre-Michel Lasogga (Vertrag bis 2019) und Aaron Hunt (2018) den Klub noch im Winter verlassen, um den Gehaltsetat zu entlasten. Das Duo soll zusammen mehr als fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen, spielt sportlich jedoch keine Rolle mehr.

Nur stehen die Interessenten derzeit nicht Schlange für die HSV-Spitzenverdiener, zudem hat Lasogga erst kürzlich bestätigt, in Hamburg bleiben zu wollen. Auf Bruchhagen und Co. dürfte also noch eine Menge Überzeugungsarbeit zukommen, um den finanziellen Umbruch voranzutreiben.