Hasenhüttl verspricht hungrige Bullen

11.01.2017 09:25
Die RB-Macher Ralf Rangnick (l.) und Ralph Hasenhüttl
Die RB-Macher Ralf Rangnick (l.) und Ralph Hasenhüttl

Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig hat klargestellt, dass sein Team trotz des jüngsten Negativtrends nicht von seinen sportlichen Zielen abweichen wird.

"Eines kann ich versprechen: Wir sind noch nicht satt. Wir lehnen uns nicht zurück und lassen es ausrollen", verdeutlichte der Cheftrainer des Bundesligazweiten in der "Sport Bild". Nach der klaren 0:3-Niederlage im letzten Ligaspiel beim FC Bayern München hatten die Roten Bullen den ersten wichtigen Test in diesem Jahr mit 1:5 gegen Ajax Amsterdam verloren. Im Umfeld der Leipziger wird bereits wild spekuliert, dass der sportliche Aufschwung in den Frühlingsmonaten erst einmal ins Stocken geraten könnte.

Die deutliche Klatsche gegen den niederländischen Rekordmeister erklärte Hasenhüttl vor allem auch mit der hohen Trainingsintensität unmittelbar vor dem Probespiel: "Ich kann in der Vorbereitung keine Rücksicht auf Testspiele nehmen. Wenn man intensive Einheiten vor der Partie hat, ist klar, dass ein paar Meter fehlen. Unsere Spielweise kommt über die Laufleistung." Immerhin gestand der Österreicher ein: "Dennoch kann man sich ein bisschen mehr wehren. Das war nicht gut."

Eigener Spielstil soll ausgefeilt werden

Ralph Hasenhüttl reagierte mit großem Unverständnis darauf, dass seine Mannschaft für die Leistung beim FC Bayern vor der Winterpause derart kritisiert wurde. So meinte der 49-Jährige süffisant: "Wer uns nach einer Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München eine Krise andichtet, soll das gern machen. Dass wir nach 15 Bundesliga- Spielen nicht in der Lage sind, einen solchen Verein an die Wand zu spielen – das möge man uns verzeihen."

An den sportlich gesteckten Zielen soll für die 18 ausstehenden Bundesligaspielen weiter festgehalten werden. Diese seien für Hasenhüttl in erster Linie, am selbst geprägten offensiven Spielstil weiter zu feilen, wichtige Erfahrungen zu sammeln und die herausragende Ausgangsposition als Tabellenzweiter möglichst lange zu verteidigen. Der ehemalige Ingolstadt-Trainer räumte aber gleichzeitig ein: "Wir wissen, wie schwer es in der Rückrunde wird. Wir können nur dann bestehen, wenn alles perfekt funktioniert."

Hasenhüttl: "Unbekümmertheit hilfreicher als Erfahrung"

Dass Hasenhüttl mit RB Leipzig den jüngsten und unerfahrensten Kader der gesamten Bundesliga stellt, sieht der Linienchef weder als Nachteil noch als Problem an. Vielmehr sehe er hierbei Chancen für seine Roten Bullen: "Unbekümmertheit ist in vielen Drucksituationen hilfreicher als Erfahrung, weil ich nicht viel nachdenke, sondern mein Ding durchziehe."

Die Rekordausbeute von 36 Punkten wird für die Sachsen trotz der hohen Qualität im Team nur schwer zu bestätigen sein. Das weiß auch Trainer Hasenhüttl, der sein Team von jeglichem Druck freisprach: "Diese Hinrunde zu toppen ist ja nur sehr schwer möglich. Wir werden uns nach wie vor über jeden Punkt, den wir in der Bundesliga holen, freuen wie ein kleines Kind."