Staatsdoping: Forderung nach Ausschluss

11.01.2017 06:12
Andrea Gotzmann ist Vorstandsvorsitzende der deutschen NADA
Andrea Gotzmann ist Vorstandsvorsitzende der deutschen NADA

Die führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (NADAs) haben den unbefristeten Ausschluss Russlands von allen internationalen Sportwettbewerben wegen des mutmaßlichen Staatsdoping-Skandals gefordert.

Das war das Ergebnis eines zweitägigen Treffens der 19 NADAs, darunter auch Deutschland, die USA und Frankreich. Ferner sollen auch keine internationalen Sportveranstaltungen in Russland stattfinden.

"Die Sanktionen müssen solange in Kraft bleiben, bis der russische Sport nachvollziehbare und glaubhafte Anti-Doping-Maßnahmen auf der Grundlage des WADA-Codes etabliert hat", sagte Andrea Gotzmann als Vorstandsvorsitzende der deutschen NADA und fügte hinzu: "Dazu gehört auch ein nachhaltiger Bewusstseinswandel und eine überzeugende Grundhaltung für dopingfreien Sport."

Der kanadische Anwalt Richard McLaren hatte am 9. Dezember den zweiten Teil seiner Ermittlungen im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur vorgestellt. Demnach gehörten mehr als 1000 russische Sportler zwischen 2011 und 2015 zu einem staatlich angelegten Dopingsystem. Die Manipulationen betreffen demnach auch die Olympischen Spiele 2012 und 2014.