Best of 2016 [9]: Bolts historisches Triple-Triple

31.12.2016 08:10
Ein Mann - ein Legende: Usain holte zum dritten Mal Staffelgold
Ein Mann - ein Legende: Usain holte zum dritten Mal Staffelgold

Was hatte das Sportjahr nicht alles zu bieten! Triumphe, Enttäuschungen, Skandale - alles war 2016 dabei! Wir lassen die vergangenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren.

Heute im Jahresranking: Die Plätze 15 bis 11! Ein Fußball-Wunder auf der Insel, der Tod des "Größten aller Zeiten" und ein goldener Hattrick.

Platz 10: Leicester City wird englischer Meister

Es ist das moderne Fußball-Märchen schlechthin: Leicester City stand noch am 32. Spieltag der Saison 2014/2015 auf dem letzten Tabellenplatz der englischen Premier League und damit kurz vor dem Abgrund. Was die Mannschaft um den deutschen Ex-Nationalspieler Robert Huth dann für eine Erfolgsstory hinlegte, war einfach nur unglaublich. Die Foxes sicherten sich mit sieben Siegen aus den letzten neun Spielen zunächst die Klasse, um dann zum Fußball-Wunder XXL anzusetzen.

In der Spielzeit 2015/2016 eilte Leicester City von Sieg zu Sieg und mauserte sich nach und nach zu einem ernsthaften Titelkandidaten. Egal ob Chelsea, Liverpool oder Manchester City: Leicester schlug sie alle, zeigte sich vor allem in den Duellen mit den vermeintlichen kleinen Gegnern absolut kaltschnäuzig und diszipliniert. Nach einem herausragenden Frühling mit fünf Zu-Null-Siegen in Folge und einem Stürmerstar Jamie Vardy in Bestform war es dann am 2. Mai soweit: 

Leicester City konnte zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr eingeholt werden und feierte den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Definitiv die Sportüberraschung des Jahres!

Platz 9: Fabian Hambüchen holt Reck-Gold zum Karriereende

Besser kann man eine Karriere nicht abschließen. Nach Bronze in Peking und Silber in London komplettierte Deutschlands Vorzeigeturner Fabian Hambüchen seinen Olympischen Medaillensatz mit der Goldmedaille in Rio. Am 16. August sicherte sich der 29-Jährige mit einer fehlerfreien Performance am Reck den Olympiasieg in seiner Paradedisziplin.

Der Turnfloh zeigte sich nach dem größten Karriereerfolg im letzten Olympia-Wettkampf seines Lebens vollkommen euphorisiert: "Das ist unbeschreiblich, ich kann meine Gefühle gar nicht in Worte fassen. Das ist die Erfüllung eines Traums. Heute nehme ich das Deutsche Haus auseinander, da findet ihr morgen nur noch einen Haufen Schutt." So schlimm wurde es dann zum Glück nicht, aber eine starke Aktion hatte der gebürtige Bergisch Gladbacher dann noch in petto: Hambüchen kaufte sich das Reck, an dem er sich in Rio de Janeiro zum Olympiasieg turnte.

Die wichtigste Ehrung nach dem Triumph von Rio folgte zum Jahresende. Am 18. Dezember wurde Fabian Hambüchen zu Deutschlands Sportler des Jahres 2016 gekürt.

Platz 8: Deutschland besiegt den Italien-Fluch

Das Highlight bei dieser Europameisterschaft fand aus deutscher Sicht im Viertelfinale statt. Nachdem die italienische Nationalmannschaft bei großen Turnieren in unschöner Regelmäßigkeit zu Deutschlands Albtraumgegner wurde und immer wieder wichtige Erfolge gegen die DFB-Kicker einfuhr, kam in diesem Jahr alles anders.

Am 2. Juli setzte sich die Elf um Welttorhüter Manuel Neuer mit 6:5 im Elfmeterschießen durch. In der regulären Spielzeit trafen Mesut Özil sowie Leonardo Bonucci für ihre Farben. Nachdem in der Verlängerung keine Treffer mehr fielen, kam es zum großen Showdown vom Punkt. In einem XXL-Shootout versagten mit Thomas Müller, Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger ausgerechnet den drei erfahrensten Elfmeterschützen im DFB-Dress die Nerven. Da bei den Italienern aber gleich vier Akteure aus elf Metern nicht trafen, war alles für einen neuen Helden angerichtet: Der Kölner Jonas Hector verwandelte den entscheidenden 18. Elfmeter und sicherte seinem Team den Einzug ins Halbfinale.

Im neunten direkten Duell bei einem großen Turnier gelang es der Deutschen Nationalmannschaft damit zum ersten Mal, die Squaddra Azzurra aus dem Wettbewerb zu werfen.

Platz 7: Muhammad Ali ist tot

Die Sportwelt wurde am 3. Juni durch den Tod der Boxlegende Muhammad Ali erschüttert. "The Greatest" war seit über 30 Jahren am Parkinson-Syndrom erkrankt, kurz vor seinem Tode erlitt er einen septischen Schock. Muhammad wurde 74 Jahre alt.

Der ehemalige Schwergewichtsweltmeister zählt zu den Sportikonen des 20. Jahrhunderts. Seinen größten Kämpfen in den Sechziger- und Siebzigerjahren wurde große Aufmerksamkeit geschenkt. Auch sein lebenslanger Einsatz für Frieden, Toleranz und Freiheit brachte dem besten Boxer seiner Zeit, der 1975 zum Islam konvertierte und fortan seinen Geburtsnamen Cassius Clay ablegte, weltweite Anerkennung ein.

Am 10. Juni fand in seiner Geburtstag Louisville eine Trauerfeier mit einem 30 Kilometer langen Trauerzug statt. Die Trauerrede hielt der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, die Ex-Weltmeister Lennox Lewis und Mike Tyson gehörten zu den Sargträgern.

Platz 6: Usain Bolt sprintet zu Olympia-Gold Nummer 7, 8 und 9

Am 19. August hat sich Weltrekordler Usain Bolt endgültig zum erfolgreichsten Sprinter aller Zeiten gekrönt. Nachdem der heute 30-Jährige wenige Tage zuvor in Rio de Janeiro bereits Olympia-Gold über 100 und 200 Meter einheimste, stand zum Ende seiner olympischen Karriere noch das Highlight über die 4x100-Meter-Staffel an. Und auch hier erreichte Usain Bolt Magisches, nämlich den dritten Sieg sowohl in dieser Disziplin als auch bei den Spielen in Rio. Ein doppelter Hattrick, der zuvor noch keinem Menschen jemals gelungen war.

Der Leichtathletik-Superstar blickte mit der Gelassenheit und Selbstvertrauen auf seine Läufe zurück. Mit seinen Zeiten über die 100 und 200 Meter zeigte sich Bolt nicht vollends zufrieden, entgegnete: "Ich muss nichts mehr beweisen. Was kann ich sonst noch tun, um der Welt zu zeigen, dass ich der Beste bin?!" Wir meinen: Gar nichts, besser geht es nicht!

Lesen Sie in den weiteren Teilen:

Platz 15 bis 11: Kerber auf Steffis Spuren
Platz 20 bis 16: Rekord-Bayern & Hawaii olé
Platz 25 bis 21: Der Patriarch ist zurück
Platz 30 bis 26: BVB-Ballermänner & Gold-Coup
Platz 35 bis 31: Rasanter Reus rennt Rekord
Platz 40 bis 36: Ciao Miro & Pogba reUnited
Platz 45 bis 41: Der Kapitän sagt Servus
Platz 50 bis 46: Wiese wird zur Maschine