Fortuna: Kein "Freiwild" mehr für den BVB

15.11.2016 10:18
Erich Rutemöller (l.) und Frank Schaefer (r.) haben das Sagen beim Fortuna-Nachwuchs
Erich Rutemöller (l.) und Frank Schaefer (r.) haben das Sagen beim Fortuna-Nachwuchs

Geboren in Köln, für die FC-Jugend zwischen den Pfosten gestanden und die Geißböcke trainiert: Als Kölner Urgestein hat es Frank Schaefer inzwischen ausgerechnet nach Düsseldorf verschlagen, wo er an der Seite von Erich Rutemöller das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Fortuna leitet. Eine Position, die den 53-Jährigen zu einer Kampfansage in Richtung der Groß-Klubs veranlasst.

Auch mit voranschreitender Professionalisierung der Jugendarbeit, Düsseldorf will bis 2018 ein neues NLZ auf die Beine gestellt haben, werde die Fortuna den Champions-League-Klubs Schalke, Dortmund oder Mönchengladbach nicht "Paroli bieten können", so Schaefer. "Aber wir wollen auch nicht mehr Freiwild für sie sein, wo sie sich bedienen und uns Spieler wegholen können."

Ein konkretes Konzept schwebt Schaefer ebenfalls vor. Düsseldorf müsse einen "eigenen Weg" gehen, alles daran setzen, mehr Spieler zu halten, auch körperlich schwächere Akteure weiterentwickeln, Geduld zeigen und Spieler an den Rhein locken, die in anderen, "überdimensionierten" Zentren wie Leipzig durchs Raster fallen. Den "Krieg gewinnen", könnte man so zwar nicht, aber wenigstens Schlachten. 

Die aktuell prekäre Lage der Düsseldorfer Zweitvertretung bereitet dem Duo Schaefer/Rutemöller allerdings Sorgen. Aktuell kämpft die Fortuna in der Regionalliga West um den Klassenerhalt und hat dabei offenbar nicht die besten Karten. Das sei "keine schöne Situation", aber es sei nicht unmöglich, die Klasse zu halten, so Rutemöller, der auch auf mögliche Insolvenzen anderer Vereine verwies.

Für die Zukunft sind die Prognosen hingegen glänzend. Das neue Nachwuchsleistungszentrum werde toll und die Basisarbeit im Klub stimme bereits, so Schaefer.