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Kaum noch Hoffnung für Davis-Cup-Team in Argentinien

01.02.13 23:38
Kaum noch Hoffnung für Davis-Cup-Team in Argentinien
Philipp Kohlschreiber musste in seiner Partie gegen Carlos Berlocq im fünften Satz verletzt aufgeben. Foto: Ivan Fernandez, DPA

Die Hoffnungen des deutschen Davis-Cup-Teams sind schon nach dem ersten Tag in Argentiniens Hitze fast verglüht: Erst verletzte sich Philipp Kohlschreiber und konnte nicht mehr gehen, dann verlor Florian Mayer.

Beim Stand von 0:2 gibt es beim Einstand des neuen Teamchefs Carsten Arriens praktisch keine Hoffnung mehr auf eine Überraschung - zumal Kohlschreiber laut Mayer für das restliche Wochenende ausfällt: "Es ist kein Geheimnis. Er fährt gerade ins Krankenhaus. Er kann nicht mehr auftreten."

Schon nach dem Doppel in Buenos Aires könnte auch das vierte Auswärtsspiel in Argentinien verloren sein und der Gang in die Abstiegsrunde feststehen. Nachdem Kohlschreiber im fünften Satz gegen Carlos Berlocq wegen einer Oberschenkelblessur aufgeben musste, verlor Mayer 7:6 (7:4), 3:6, 3:6, 4:6 gegen Juan Mónaco. "Das ist eine schwere Situation für uns", räumte Mayer ein. Zum einzigen Mal drehte eine DTB-Auswahl vor fast 53 Jahren gegen Tschechien noch ein 0:2 um - diesmal fehlt aber der Spitzenmann.

Der deutsche Physiotherapeut trug den verletzten Davis-Cup-Rückkehrer huckepack. "Wie es jetzt ausschaut, kann ich keinen Schritt machen", räumte der tief enttäuschte Kohlschreiber ein, auch wenn er noch nicht endgültig absagen wollte. Doch laut Mayer benötigte er Krücken, um sich fortzubewegen.

Der Bayer musste gegen Berlocq beim Stand von 6:3, 5:7, 6:2, 4:6, 5:4 nach 4:06 Stunden Spielzeit passen. Grund könnte ein Faserriss im hinteren Muskel des linken Oberschenkels sein. Gewissheit gab es noch nicht. Ins Doppel am Samstag könnten neben Christopher Kas entweder Mayer oder Neuling Tobias Kamke rücken. Gegner sind David Nalbandian und Horacio Zeballos. Am Sonntag sollte Kohlschreiber eigentlich gegen Mónaco antreten.

"Man kann noch nicht viel sagen, aber ich kann mein Bein kaum bewegen. So was wünscht man keinem, das will keiner haben. So ist es unfassbar bitter für mich und das ganze Team", klagte Kohlschreiber. An die Mannschaft appellierte er: "Es soll sich keiner runterziehen, wir haben drei Topspieler im Team."

Das Malheur passierte ihm bei einer 4:3-Führung im fünften Satz. Zuvor hatte er zwar einen der zahlreichen Stoppbälle von Berlocq erlaufen, die Kugel aber unbedrängt ins Aus geschoben und die Chance auf drei Breakbälle leichtfertig vergeben. Danach ließ sich Kohlschreiber unter den besorgten Blicken von Arriens behandeln.

Nach kurzer Pause versuchte er es trotzdem wieder und besaß sogar noch drei Breakchancen. Doch Kohlschreiber konnte sich nicht mehr richtig bewegen und schlug nach dem Ausgleich zum 4:4 aus dem Stand auf. Er ging mit eigenem Service und riskanten Schlägen sogar 5:4 in Führung - es wurden Erinnerungen an den legendären Erfolg des müden Michael Chang bei den French Open 1989 über Ivan Lendl wach. Diesmal gab es kein Happy End: Beim 40:0 für Berlocq im folgenden Aufschlagspiel des Argentiniers ging Kohlschreiber deprimiert zum Gratulieren ans Netz. Zwei Tage vor seinem 30. Geburtstag zerriss Berlocq nach dem zweiten Sieg über Kohlschreiber im fünften Vergleich vor Freude sein Trikot.

In den ersten beiden Sätzen hatte es bereits nach einem Erfolg für den 29-jährigen Augsburger ausgesehen. Dann ließ der 19. der Weltrangliste Berlocq zurück ins Match. Die nur etwa 2000 Fans im 13.000 Zuschauer fassenden Estadio Mary Teran de Weiss feuerten Lokalmatador "Charly" - animiert von einigen sangesfreudigen Anhängern mit Pauken - unermüdlich und laut an. Die Atmosphäre war jedoch nie giftig, auch wegen der relativ kleinen Kulisse kam die gefürchtete Auswärtsatmosphäre nicht recht auf.

Viele Zuschauer waren in blau-weiß-blauen Nationaltrikots gekommen, passend zum Himmel, von dem die Sonne bei Mayers Match mit 37 Grad brannte - bis es allmählich Schatten gab. Mayer wehrte im ersten Durchgang zwei Satzbälle ab und holte den Durchgang im Tiebreak, büßte gegen die Nummer zwölf der Welt dabei aber zu viel Kraft ein. "Ich hatte noch nie solche Hitze wie hier", sagte er.

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