DLV lässt Härtefall-Antrag für Friedrich offen
28.06.12
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat über einen möglichen olympischen Härtefall-Antrag für Hochspringerin Ariane Friedrich noch nicht entschieden.
"Es ist dafür noch zu früh. Sie wird am Sonntag noch im schwäbischen Eberstadt springen", sagte Günther Lohre, Vizepräsident Leistungssport des DLV, in Helsinki. "Es könnte aber einen Antrag geben."
Dies wäre der Fall, wenn die deutsche Rekordhalterin aus Frankfurt auch ihre letzte Chance zur Erfüllung der Norm für die Olympischen Spiele in London (1,95 Meter) nicht nutzen kann. Der DLV muss bis zum 1. Juli dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) seine Nominierungsvorschläge einreichen.
Die Weltmeisterschafts-Dritte von 2009 musste ihren Start bei der Europameisterschaft in Helsinki wegen einer Magenverstimmung absagen. "Ariane geht es deutlich besser. Sie wird noch zwei Tage in Helsinki bleiben und die Behandlung unserer Mannschaftsärzte nutzen", sagte Lohre.
Friedrich hatte zuletzt sowohl bei den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid (1,86 Meter) als auch bei einem Meeting in Erfurt (1,88 Meter) die Olympia-Norm nicht erreicht. In dieser Saison steht ihre Bestleistung bei 1,92 Meter. "Sie wird in Eberstadt nur springen, wenn sie fit und gesund ist", sagte Friedrichs Manager und Trainer Günter Eisinger. "Die Saison ist - unabhängig von London - noch lang." Auch er bestätigte, dass die Frankfurterin auf dem Weg der Besserung sei: "Sie hat heute wieder ein leichtes Frühstück zu sich genommen."











