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1.Freies Training in Monte Carlo
Jetzt kauft die Liga richtig ein: Stars gesucht!
23.05.12
"Wir kaufen so lange ein, bis wir wieder vorne stehen."
Foto: Getty Images/Bongarts
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Was mussten die Fans in den letzten Jahren leiden. Statt internationaler Top-Stars kamen Leute mit 'klangvollen' Namen wie Itay Shechter (Kaiserslautern), Slobodan Rajkovic (Hamburg) oder Bayerns 'Quoten-Japaner' Takashi Usami in die Liga. Und wenn es doch einmal ein 'großer' Name war, hatte dieser wie Raul seinen Zenit schon vor ein paar Jährchen überschritten.
Doch damit soll nun Schluss sein, die Bundesligisten planen den Großangriff. Allen voran die in ihrem Stolz arg verletzten Bayern, die mit ihrem üblichen Reflex auf ihre Vize-Misere reagieren: Alles kaufen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Xherdan Shaqiri und Dante lassen sie sich zusammen schon einmal 16 Millionen Euro kosten, doch die Kriegskasse ist mit rund 60 Millionen weiterhin prall gefüllt. Besonders die von Uli Hoeneß so sehnlichst erwartete Sturm-Bombe wird wohl einen Großteil davon verschlingen. Robert Lewandowski können sich die Münchner allerdings abschminken, den binden die Schwarz-Gelben lieber in Dortmund fest, anstatt ihn für teuer Geld an den großen Rivalen zu verkaufen.
Auch bei Meister Dortmund weiß man momentan kaum, wohin mit dem ganzen Geld. Der Wechsel von Lucas Barrios ins Reich der Mitte spülte bereits 10 Millionen Euro in die Kassen, durch einen Verkauf von Shinji Kagawa könnten weitere 25 Millionen hinzukommen. Angesichts der sicheren Einnahmen aus der Champions League dürften Marco Reus (kommt für 17 Millionen) weitere Top-Spieler folgen. Ähnlich wie die Bayern benötigen auch die Dortmunder dringend noch einen Angreifer. Heißer Kandidat: Nicklas Bendtner vom FC Arsenal.
Der dritte sichere Champions-League-Teilnehmer im Bunde, der FC Schalke, versinkt zwar eigentlich unter einem Schuldenberg, aber das nimmt man im Fußball ja bekanntlich nicht so genau. Klaas-Jan Huntelaar und Jefferson Farfan verknüpfen ihre Zukunft auf Schalke mit der Verpflichtung weiterer Stars - und stoßen bei Manager Horst Heldt auf offene Ohren. "Gibt es eine Möglichkeit, einen qualitativ guten Spieler zu verpflichten, machen wir das", so Heldt. Bei den 'Knappen' liegt der Fokus ebenfalls auf der Offensive, zusammen mit den Bayern werben sie um Holland-Bomber Luuk de Jong. Auch einige Spieler der Absteiger Villarreal (Nilmar, Jonathan de Guzman, Marco Roben) und Hertha BSC (Raffael, Adrian Ramos) sind im Gespräch.

Max Eberl muss fürchten, wie eine Weihnachtsgans ausgenommen zu werden
Foto: Getty Images/Bongarts
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Selbst in Bremen sind die Kassen voll
Auch Borussia Mönchengladbach hat ein 'Geldproblem'. Nach den Verkäufen von Reus und Dante (zusammen knapp 22 Millionen) und der Verpflichtung von Granit Xhaka (8,5 Millionen) läuft Sportdirektor Max Eberl weiterhin mit prall gefüllten Taschen durch die Gegend und muss fürchten, ausgenommen zu werden wie eine Weihnachtsgans. Trainer Lucien Favre fordert von ihm besonders einen Innenverteidiger und einen Stürmer, Gerüchte ranken sich um Roland Juhasz, David Abraham, Mauro Caballero und Luuk de Jong (wer sonst?).Mit Ausnahme von Philipp Wollscheid (für 7 Millionen zu Bayern) haben sich die EL-Teilnehmer Leverkusen, Stuttgart und Hannover bislang vornehm zurückgehalten, dementsprechend viel Spielraum bietet sich ihnen noch. Leverkusen spart alleine durch die wegfallenden Gehälter von Michael Ballack, Rene Adler, Tranquillo Barnetta und Eeren Derdiyok mehr Geld, als so mancher Bundesligist überhaupt ausgibt.
Per se voll sind die Kassen auch beim VfL Wolfsburg. Als schon fix gilt die Verpflichtung von Bas Dost (32 Tore in 34 Spielen in Holland). Der Angreifer vom SC Heerenveen kostet 10 Millionen Euro. Felix Magath, Chefeinkäufer der Liga, wird ihm aber sicherlich noch den einen oder anderen Spieler folgen lassen.
Bei 1899 Hoffenheim hat Mäzen Dietmar Hopp ebenfalls wieder Lust am Shoppen gefunden. Tim Wiese und Eren Derdiyok sollen erst der Anfang gewesen sein, das hat man zumindest dem Schlussmann versprochen. Schließlich wechselt er laut eigener Aussage zu einem Club, "der um Titel mitspielt", so Wiese.
Obwohl sich Werder Bremen nicht für das internationale Geschäft qualifiziert hat, können selbst die Grün-Weißen auf Shopping-Tour gehen. Laut 'Sport Bild' dürfen die Verantwortlichen 15 Millionen Euro in die Hand nehmen, um neue Spieler an die Weser zu lotsen. Möglich gemacht haben das die prominenten Abgänge: Weil Claudio Pizarro, Marko Marin, Marcus Rosenberg, Tim Wiese, Mikael Silvestre und Tim Borowski zu den Topverdienern gehörten, sind die Kassen plötzlich voll.
Bei den in der vergangenen Saison im Mittelfeld platzierten Clubs wird es etwas ruhiger zugehen, Nürnberg, Freiburg, Mainz und Augsburg sind traditionell schon froh, wenn sie ihre eingespielten Teams zusammenhalten können. Beim verschuldeten Hamburger SV, der wegen der knappen Kassen sogar seine Frauen-Mannschaft aus der Bundesliga zurückzieht, erhalten Spieler momentan eher den Laufpass, als einen neuen Vertrag (Ausnahme Rene Adler und Letten-Bomber Artem Rudnev). Während von Zweitligameister Greuther Fürth eher wenige Aktivitäten zu erwarten sind, können und müssen Frankfurt und Düsseldorf ihre Kader erheblich nachbessern.
Und das schöne in diesem Sommer: Es gibt eine Brautschau namens EURO 2012!
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