Arnesen für kontrolliertes Transferrisiko
21.08.12
Nach dem Saison-Fehlstart mit der DFB-Pokalpleite in Karlsruhe geht Frank Arnesen beim Hamburger SV in die Offensive.
Trotz des Fehlens der einkalkulierten Pokaleinnahmen von rund einer Million Euro will sich der HSV-Sportchef von seinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat das Okay für ein kontrolliertes Transferrisiko holen, um den dringend benötigten Spielmacher finanzieren zu können. "Wir dürfen uns nicht kaputt sparen", betonte Arnesen, der das Konzept der finanziellen Konsolidierung bisher voll mitgetragen hat.
Aus dem Aufsichtsrat, der sich am Mittwochabend zu seiner nächsten Sitzung trifft, erhielt er erste positive Anzeichen. "Wir müssen im Verein überlegen, wie hoch das Risiko sein darf und wer im Verein im Notfall dafür haftet", sagte Jürgen Hunke, ehemaliger Clubchef und heutiger Finanzausschuss-Vorsitzender im Aufsichtsrat, dem "Hamburger Abendblatt" zu dieser Thematik.
Arnesen bestätigte, derzeit mit zwei Mittelfeld-Regisseuren über einen Wechsel in die Hansestadt zu verhandeln. Auch mit Unternehmer Klaus-Michael Kühne, der dem klammen Club Mitte Juli Konzeptlosigkeit und mangelnde Entschlussfähigkeit vorgeworfen hatte, stehe er weiter in Kontakt. Der milliardenschwere Investor, der dem HSV in der Vergangenheit schon 12,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und im Gegenzug Anteile an sechs HSV-Profis erhalten hatte, ist weiterhin bereit, seinem Lieblingsclub finanziell unter die Arme zu greifen.
Im richtungsweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg muss sich der HSV am Samstag ohne die verletzten Profis Paul Scharner und Tolgay Arslan zunächst aber wohl selbst helfen. Arnesen jedenfalls hat "Vertrauen, dass wir es besser machen" als beim Drittligisten KSC im Pokal: "Ich glaube weiterhin an die Qualität unseres Kaders."





























