Fußball | Confed Cup 2013
Brasilien - Mexiko
THEMENPAKET
142 Pflichtspiele, 94 Tore - so lautet die beeindruckende Bilanz von Mario Gomez im Dress des FC Bayern. Angesichts der Zahlen sollte der Angreifer seinen Stammplatz eigentlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag sicher haben. Und doch steht die Personalie Gomez stellvertretend für den neu angebrochenen Konkurrenzkampf in München, wo sich die Mannschaft im letzten Jahr noch mehr oder weniger von alleine aufstellte. Während Gomez derzeit verletzt zusehen muss, wie sein Vertreter Mario Mandzukic Tor um Tor schießt, sind auch in anderen Mannschaftsteilen die Plätze noch längst nicht vergeben.
Tor:
Fangen wir mit dem unspektakulärsten Mannschaftsteil an. Zwischen den Pfosten hat Manuel Neuer seinen Stammplatz sicher, sofern er sich nicht beide Beine und dazu noch die Arme bricht. Der Nationalkeeper will in seinem zweiten Jahr bei den Bayern in der teaminternen Hierarchie zum Lautsprecher aufsteigen - etwas, das ihm nicht unbedingt jeder zutraut. "Da müssen auch mal die Fetzen fliegen. Und das nicht nur intern. Der Mann, der sich in solchen Situationen ab sofort mehr zeigen muss, heißt Manuel Neuer. Sportlich ein Weltklassetorwart, aber ein Anfänger, wenn es darum geht, eine Mannschaft als Leader zu führen", sagte Olaf Thon im 'kicker'.
Abwehr:
Der Außenverteidiger heißt Philipp Lahm. Punkt. Wie so häufig in der Vergangenheit wünschen sich die Bayern-Bosse, dass sich Lahm selbst doubelt. Also links wie rechts. Klappt dummerweise nicht. Der Shooting-Star der vergangenen Saison auf der Linksverteidigerposition, David Alaba, muss sich noch ein paar Wochen von einem Fußbruch erholen. Diego Contento? Auch verletzt! Rafinha? Ebenfalls kaputt! Gegen Regensburg half erneut der als künftiger Spielmacher auserkorene Emre Can hinten links aus. Ordentlich!
Deutlich mehr Auswahl hat Jupp Heynckes in der Zentrale, dort lautet das Motto: Aus Vier mach Zwei! Oder genauer gesagt: Aus Drei mach Zwei! Denn Daniel van Buyten ist nicht mehr als ein Backup, um die beiden Stammplätze kebbeln sich Dante, Jerome Boateng und Holger Badstuber - Ausgang offen. Die schlechtesten Karten scheint sogar Letztgenannter zu haben, den Heynckes im Supercup beinahe demonstrativ auf die linke Seite abschob. "Da sage ich jetzt mal nichts zu. Vielleicht wollte der Trainer da etwas ausprobieren", meckerte Badstuber.
Im 'Kraftraum', dem defensiven Mittelfeld, geht den Bayern der Hintern auf Grundeis. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie sich im Werben um Javi Martinez von einem Provinzclub wie Bilbao auf der Nase rumtanzen lassen und bereit sind, sämtliche Sparkonten zu plündern. Während die Sorge um die physische und mentale Verfassung von Bastian Schweinsteiger offenbar groß ist, muss Toni Kroos vorübergehend den Spielaufbau schultern - eine Aufgabe, an der er letzte Saison häufig scheiterte. Den Zerstörer mimt, mangels Konkurrenz, Luiz Gustavo. Anatoliy Tymoshchuk wird von Heynckes kaum mehr beachtet.
Richtig spannend ist der Kampf in der Offensive, die besonders von Xherdan Shaqiri aufgemischt wird. "Ich glaube, man hat gesehen, dass ich nicht nur der kleine Schweizer bin", sagte der Neuzugang nach seiner Gala in der 2. Hälfte des Pokalspiels in Regensburg. "Man weiß, wie Franck Ribery spielt. Man weiß, wie Arjen Robben spielt, aber das ist neu. Er macht den FC Bayern variabler", staunte TV-Experte Mehmet Scholl. Die Verpflichtung scheint ein Volltreffer zu sein. Ribery und Robben dürfen sich künftig keinen noch so kleinen Durchhänger mehr leisten, sonst werden sie von dem kleinen 'Kraftwürfel' zerquetscht. Auf der Position hinter den Spitzen ist momentan der gut mit Mandzukic harmonierende Thomas Müller gesetzt. Ihm droht erst Konkurrenz, wenn Kroos nicht mehr in der Defensive gebraucht wird.
Angriff:
Kommen wir zum Anfang des Artikels zurück. In der Haut von Gomez möchte man derzeit nicht stecken. Da schießt er Tor um Tor, und kriegt trotzdem überall nur sein Fett weg aufgrund seiner eindimensionalen Spielanlage. Wegen einer Operation am rechten Sprunggelenk fällt er jetzt auch noch wochenlang aus. 13-Millionen-Mann Mandzukic nutzte die Absenz des Konkurrenten und traf in den letzten Wochen nicht nur ähnlich häufig, sondern machte das Spiel der Münchner auch deutlich spektakulärer und unberechenbarer. Gomez wird es schwer haben, in diesem Jahr seinen Stammplatz zurückzuerobern. Claudio Pizarro gibt den gut gelaunten Reserve-Bomber.
1. Bundesliga: News & Analysen zum Spieltag
Shaqiri & Co. machen Druck: Stars zittern um ihre Stammplätze
21.08.12
Mario Gomez ist seinen Stammplatz erst einmal los
Foto: dpa bildfunk
Foto: dpa bildfunk
Tor:
Fangen wir mit dem unspektakulärsten Mannschaftsteil an. Zwischen den Pfosten hat Manuel Neuer seinen Stammplatz sicher, sofern er sich nicht beide Beine und dazu noch die Arme bricht. Der Nationalkeeper will in seinem zweiten Jahr bei den Bayern in der teaminternen Hierarchie zum Lautsprecher aufsteigen - etwas, das ihm nicht unbedingt jeder zutraut. "Da müssen auch mal die Fetzen fliegen. Und das nicht nur intern. Der Mann, der sich in solchen Situationen ab sofort mehr zeigen muss, heißt Manuel Neuer. Sportlich ein Weltklassetorwart, aber ein Anfänger, wenn es darum geht, eine Mannschaft als Leader zu führen", sagte Olaf Thon im 'kicker'.
Abwehr:
Der Außenverteidiger heißt Philipp Lahm. Punkt. Wie so häufig in der Vergangenheit wünschen sich die Bayern-Bosse, dass sich Lahm selbst doubelt. Also links wie rechts. Klappt dummerweise nicht. Der Shooting-Star der vergangenen Saison auf der Linksverteidigerposition, David Alaba, muss sich noch ein paar Wochen von einem Fußbruch erholen. Diego Contento? Auch verletzt! Rafinha? Ebenfalls kaputt! Gegen Regensburg half erneut der als künftiger Spielmacher auserkorene Emre Can hinten links aus. Ordentlich!
Deutlich mehr Auswahl hat Jupp Heynckes in der Zentrale, dort lautet das Motto: Aus Vier mach Zwei! Oder genauer gesagt: Aus Drei mach Zwei! Denn Daniel van Buyten ist nicht mehr als ein Backup, um die beiden Stammplätze kebbeln sich Dante, Jerome Boateng und Holger Badstuber - Ausgang offen. Die schlechtesten Karten scheint sogar Letztgenannter zu haben, den Heynckes im Supercup beinahe demonstrativ auf die linke Seite abschob. "Da sage ich jetzt mal nichts zu. Vielleicht wollte der Trainer da etwas ausprobieren", meckerte Badstuber.

Xherdan Shaqiri: mehr 'Kraftwürfel' als 'kleiner Schweizer'
Foto: Getty Images/Bongarts
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Shaqiri macht Robben und Ribery Druck
Mittelfeld:Im 'Kraftraum', dem defensiven Mittelfeld, geht den Bayern der Hintern auf Grundeis. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie sich im Werben um Javi Martinez von einem Provinzclub wie Bilbao auf der Nase rumtanzen lassen und bereit sind, sämtliche Sparkonten zu plündern. Während die Sorge um die physische und mentale Verfassung von Bastian Schweinsteiger offenbar groß ist, muss Toni Kroos vorübergehend den Spielaufbau schultern - eine Aufgabe, an der er letzte Saison häufig scheiterte. Den Zerstörer mimt, mangels Konkurrenz, Luiz Gustavo. Anatoliy Tymoshchuk wird von Heynckes kaum mehr beachtet.
Richtig spannend ist der Kampf in der Offensive, die besonders von Xherdan Shaqiri aufgemischt wird. "Ich glaube, man hat gesehen, dass ich nicht nur der kleine Schweizer bin", sagte der Neuzugang nach seiner Gala in der 2. Hälfte des Pokalspiels in Regensburg. "Man weiß, wie Franck Ribery spielt. Man weiß, wie Arjen Robben spielt, aber das ist neu. Er macht den FC Bayern variabler", staunte TV-Experte Mehmet Scholl. Die Verpflichtung scheint ein Volltreffer zu sein. Ribery und Robben dürfen sich künftig keinen noch so kleinen Durchhänger mehr leisten, sonst werden sie von dem kleinen 'Kraftwürfel' zerquetscht. Auf der Position hinter den Spitzen ist momentan der gut mit Mandzukic harmonierende Thomas Müller gesetzt. Ihm droht erst Konkurrenz, wenn Kroos nicht mehr in der Defensive gebraucht wird.
Angriff:
Kommen wir zum Anfang des Artikels zurück. In der Haut von Gomez möchte man derzeit nicht stecken. Da schießt er Tor um Tor, und kriegt trotzdem überall nur sein Fett weg aufgrund seiner eindimensionalen Spielanlage. Wegen einer Operation am rechten Sprunggelenk fällt er jetzt auch noch wochenlang aus. 13-Millionen-Mann Mandzukic nutzte die Absenz des Konkurrenten und traf in den letzten Wochen nicht nur ähnlich häufig, sondern machte das Spiel der Münchner auch deutlich spektakulärer und unberechenbarer. Gomez wird es schwer haben, in diesem Jahr seinen Stammplatz zurückzuerobern. Claudio Pizarro gibt den gut gelaunten Reserve-Bomber.






























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