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Berger hat die ewigen Mercedes-Ausreden satt

07.09.11
Gerhard Berger, Formel 1
Gerhard Berger ist gelangweilt von den ewigen Mercedes-Ausreden
Foto: xpb.cc
Beim Großen Preis von Belgien zeigte die Formkurve von Mercedes Grand Prix nach oben. Die Plätze 5 und 6 durch Michael Schumacher und Nico Rosberg erzeugten bei den Verantwortlichen des Silberpfeil-Rennstalls zufriedene Gesichter. Doch dieses Strohfeuer täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass das Werksteam mit dem Stern immer noch meilenweit hinter den eigenen Zielen hinterherhinkt.

Für Gerhard Berger fährt Mercedes schon viel zu lange hinterher. Und was dem früheren Formel-1-Piloten noch viel mehr aufstößt, ist, dass die Silbernen die Situation – zumindest nach außen hin – schönreden. “All die Erklärungen und Ausflüchte von Mercedes ermüden mich. Es ist höchste Zeit, dass ein Premium-Hersteller seine Fahrer mit einem Premium-Formel-1-Auto ausstattet“, machte Berger im englischen Fachmagazin ’Autosport’ seinem Unmut mächtig Luft. Den besten Motor habe das Team schon, jetzt müsse auch endlich das Auto spitze werden.

Berger: “Schumacher kann Rosberg nicht mehr schlagen“

Im Gegensatz zu den Mercedes-Oberen fand Berger die Vorstellung der Silberpfeile in Spa-Francorchamps eher traurig als ermutigend: “Es war in Belgien so frustrierend zu sehen, welchen Höllenstart Rosberg hatte und eine perfekte Vorstellung lieferte, aber nach ein paar Runden einen Platz nach den anderen verlor, wie ein Fahrer in der Ausbildung“, sagte Berger.

Noch mehr ärgert Berger jedoch, dass er das Gefühl hat, Schumacher werde bei Mercedes bevorzugt, obwohl Rosberg der deutlich bessere Fahrer sei. “Rosberg fährt meiner Meinung nach auf Vettel-Niveau, er könnte mit einem entsprechenden Auto Rennen und Titel gewinnen. Schumacher kann ihn nicht mehr schlagen“, ist sich der Österreicher sicher.

Rosberg führt im Qualifying-Duell 11:1 gegen Schumacher - eine deutliche Sprache. Im Qualifying kommt es bei einer Runde “nur auf reinen Speed“ an. Berger wirft Mercedes jedoch vor, im Rennen die Rangfolge zugunsten Schumachers zu beeinflussen – so auch in Belgien, wie Berger glaubt. Obwohl der 52-Jährige seinen früheren Konkurrenten Schumacher deutlich hinter Rosberg sieht, hält er ihn dennoch nach wie vor für einen Spitzenfahrer: “Michael ist immer noch so gut wie beispielsweise Mark Webber, Vettels Teamkollege bei Red Bull.“
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