Formel 1 | Monaco-GP
1. Freies Training Monte Carlo
Raus aus der Schmollecke - Vettel eröffnet die Aufholjagd
19.09.12
Der Weltmeister bei der Arbeit: Ab sofort müsse alles stimmen, dann sei auch der Titel-Hattrick möglich, so Vettel.
Foto: Reuters
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"Es sind immer noch sieben Rennen zu fahren und viele Punkte zu holen. Ich kämpfe weiter", sagte Vettel der 'Sport Bild'. Der Red-Bull-Pilot scheint der ungewohnten Verfolgerrolle sogar etwas abgewinnen zu können: "Das gefällt mir. Ich finde es aufregend, jetzt die große Aufholjagd zu starten. Warum soll das nicht klappen? Die Saison war bisher so unvorhersehbar. Das kann ein Vorteil sein."
Allerdings könne sich das Team jetzt keinen Fauxpas mehr erlauben. Ein Ausfall wie in Monza, wo Vettel sein Dienstfahrzeug wegen einer defekten Lichtmaschine abstellen musste, dürfe nicht mehr passieren. "Bei uns muss ab jetzt alles passen. Ziel ist es, alle Rennen zu gewinnen und zu schauen, was dann passiert. In Monza hat uns der Speed gefehlt. Bei den kommenden Rennen gibt es aber nicht mehr ganz so viele Geraden. Deshalb sollten wir weniger Probleme haben", so Vettel.
Das Team arbeite mit Hochdruck daran, ‚'Abbey' schneller zu machen. "Wichtig ist, dass wir einen kühlen Kopf bewahren. Das Schlimmste, was man tun kann, ist, den Erfolg erzwingen zu wollen. Dann wird alles nur schlimmer", philosophierte der Pilot.

Fernando Alonso als Teamkollege? Kein Problem für Vettel.
Foto: dpa bildfunk
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Alonso und Vettel in einem Team? Kein Problem!
Zu den Spekulationen, er könne 2014 bei Ferrari ins Cockpit steigen, äußerte sich Vettel erstaunlich eindeutig. Die Rolle an der Seite von Fernando Alonso traut sich der Weltmeister trotz aller Dominanz des Spaniers durchaus zu: "Ich habe keine Angst, gegen Fernando im selben Team zu fahren. Am Ende ist es doch gut für das Team, wenn es zwei gute Fahrer hat. Und es ist auch gut für mich, weil die Herausforderung umso größer ist."Allerdings sei er sehr glücklich bei Red Bull und verschwende keinen Gedanken daran, sein Team zu verlassen, so Vettel. Die Teamorder der Scuderia beobachtet der Deutsche mit Skepsis. Es könne ein Vorteil sein, dass sich Ferrari auf Alonso konzentriere und Massa für seinen Teamkollegen fahren muss. Aber: "Stallorder sollte man mit Leistung lösen. Wer schneller ist, ist vorne. Das regelt sich von selbst."
Mit den Medien, die ihn für seinen Umgang mit Niederlagen in der Vergangenheit hart kritisierten, hat Vettel gelernt, umzugehen. "Das gehört dazu. Das ist kein Problem für mich. 2010 hat man mich kritisiert, weil ich zu viele Fehler machen würde. 2011 hätte ich nicht oft genug überholt. Ich bin immer noch jede Runde am Limit, arbeite hart um besser zu werden und das Team voranzubringen. Ich denke nicht, dass ich der Beste bin und mich darauf ausruhen kann. Das werde ich nie tun", so Vettel. Die Aufholjagd ist also eröffnet.










