Fußball | Confed Cup 2013
Spanien - Tahiti
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Der Bann ist gebrochen: Fernando Alonso hat den Großen Preis von Europa in Valencia gewonnen und damit als erster Fahrer in dieser Saison seinen 2. Grand-Prix-Sieg geholt. Nach 57 Runden auf dem Valencia Street Circuit triumphierte der Spanier in seinem Heimatland nach 1:44:16,649 Stunden und feierte seinen ersten Sieg auf dem Hafenkurs in der spanischen Mittelmeer-Metropole. Dem Ferrari-Piloten gelang das Kunststück, von Startplatz 11 zum Sieg zu fahren.
Auf Platz 2 mit einem Rückstand von 6,421 Sekunden raste Kimi Räikkönen im Lotus. Als Dritter überquerte Michael Schumacher (+ 12,421) die Ziellinie, der damit seinen ersten Podiumsplatz für Mercedes seit seinem Comeback erreichte. Wie Alonso schaffte auch der 43-Jährige eine beeindruckende Aufholjagd: Von 12 auf 3 kann sich sehen lassen.
Nico Hülkenberg glänzte im Force India mit Platz 5, direkt gefolgt von Nico Rosberg im zweiten Mercedes. Sebastian Vettel hatte großes Pech. Der Pole-Mann schied in der 34. Runde in Führung liegend mit einem Defekt aus.Timo Glock, der fünfte deutsche Formel-1-Pilot, verzichtete wegen einer Darminfektion auf einen Start.
Bei Vettel lief an der Spitze zunächst alles wie am Schnürchen. Nach nur 10 Runden hatte sich der Red-Bull-Pilot schon einen Vorsprung von knapp 10 Sekunden auf Verfolger Hamilton heraus gefahren. Der McLaren-Pilot hatte nicht nur Probleme mit Vettels Tempo, sondern auch mit Grosjean. In der 10. Runde überholte der Lotus-Pilot den Weltmeister von 2008 mustergültig.
Nach der Hälfte des Rennens hatte Vettel 20 Sekunden Vorsprung auf Grosjean – alles sah also nach einem komfortabel herausgefahrenen Sieg aus. Doch dann fuhr Jean-Eric Vergne mit seinem Toro Rosso in Heikki Kovalainens Caterham. Weil jede Menge Reste von Vergnes zerfetztem Reifen auf der Strecke lagen, schickten die Rennkommissare in der 29. Runde das Safety Car raus. Somit war Vettels Vorsprung dahin.
Fast alle Fahrer nutzten die Safety-Car-Phase zu einem weiteren Boxenstopp. Bei Hamiltons Stopp klemmte es am Vorderreifen und er rutschte von Rang 3 auf 6 ab – zum wiederholten Male versaute die McLaren-Crew ihrem Fahrer das Rennen. Mercedes pokerte hingegen und ließ seine Fahrer Rosberg und Schumacher draußen. Eine Fehlentscheidung des Silberpfeil-Teams, denn sonst wäre noch mehr drin gewesen für Schumacher und Rosberg.
Der Re-Start in Runde 34 hatte es in sich. Vettel verteidigte Platz 1, dahinter drückte sich Alonso unter dem Jubel der spanischen Fans an Grosjean vorbei und erkämpfte sich Platz 2. Noch in derselben Runde wurde der Jubel noch lauter: Vettels Auto wurde plötzlich ganz langsam und blieb stehen. Alonso übernahm die Spitze vor Grosjean und Hamilton, während Vettel aus seinem Red Bull ausstieg und frustriert seine Handschuhe wegschleuderte. “Wir wissen nicht warum. Ich denke, es war eine Kombination aus dem Safety Car, weil man da langsam fährt, und ähnlichen Problemen, wie Mark sie am Freitag schon hatte“, vermutete Vettel. In der 41. Runde ereilte Grosjean dasselbe Schicksal wie Vettel: Der Lotus rollte aus und Grosjean war stinksauer.
An der Spitze hielten Alonsos Reifen und der Spanier dem Druck stand. Bei Hamilton, der auf Platz 2 liegend Alonso ziehen lassen musste, kam es jedoch knüppeldick. Zuerst musste er den schnelleren Räikkönen passieren lassen. Als auch noch Maldonado angriff, kollidierten beide. Hamilton schied aus und verlor wertvolle WM-Punkte. Maldonado wurde nach Rennende für sein rüdes Manöver mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt und fiel von Rang 10 auf 12 zurück. Nutznießer dieses Unfalls war Schumacher, der sich in der Schlussphase Platz um Platz nach vorne gekämpft hatte und sich überraschend – nach einer 2093-tägigen Durststrecke – über einen Podiumsplatz freuen durfte.
Schumacher musste jedoch bis drei Stunden nach Ende des Rennens um seinen 3. Platz zittern. Weil er kurz vor Schluss unter Gelben Flaggen das DRS benutzte, leiteten die Rennkommissare eine Untersuchung ein. Nach eingehender Beratung sah es die Rennleitung jedoch als erwiesen an, dass der Mercedes-Pilot trotz geöffnetem Heckflügel seine Geschwindigkeit genügend verringert hat. Der 3. Platz ist somit amtlich und darf ganz offiziell begossen werden. Norbert Haugs Einschätzung hat also Bestand: "Das ist ein historischer Moment."
News und Hintergründe zur Formel 1
Europa-GP: Pech für Vettel - Alonso und Schumi nutzen Chance
24.06.12
Fernando Alonso hat den Großen Preis von Europa gewonnen
Foto: Reuters
Foto: Reuters
Auf Platz 2 mit einem Rückstand von 6,421 Sekunden raste Kimi Räikkönen im Lotus. Als Dritter überquerte Michael Schumacher (+ 12,421) die Ziellinie, der damit seinen ersten Podiumsplatz für Mercedes seit seinem Comeback erreichte. Wie Alonso schaffte auch der 43-Jährige eine beeindruckende Aufholjagd: Von 12 auf 3 kann sich sehen lassen.
Nico Hülkenberg glänzte im Force India mit Platz 5, direkt gefolgt von Nico Rosberg im zweiten Mercedes. Sebastian Vettel hatte großes Pech. Der Pole-Mann schied in der 34. Runde in Führung liegend mit einem Defekt aus.Timo Glock, der fünfte deutsche Formel-1-Pilot, verzichtete wegen einer Darminfektion auf einen Start.
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Nach dem Safety Car kam die Wende
Frustriert, aber gefasst sagte Vettel nach seinem vorzeitigen Aus: “Das ist scheiße gelaufen. Man hat gesehen, dass es gut für uns lief, und das wäre bis zum Ende nicht anders gewesen.“ Das Rennen hatte perfekt begonnen für den Weltmeister der Jahre 2010 und 2011. Er hatte beim Start überhaupt keine Mühe, seinen 1. Platz gegen Hamilton zu verteidigen. Grosjean startete aggressiv und drückte sich mit dem Messer zwischen den Zähnen an Maldonado vorbei auf Position 3. Dahinter folgten Kobayashi, Räikkönen, Hülkenberg und Alonso. Der größte Verlierer des Starts war Rosberg, der von Startplatz 6 auf 11 zurückfiel. Dahinter fuhren Schumacher und Button.Bei Vettel lief an der Spitze zunächst alles wie am Schnürchen. Nach nur 10 Runden hatte sich der Red-Bull-Pilot schon einen Vorsprung von knapp 10 Sekunden auf Verfolger Hamilton heraus gefahren. Der McLaren-Pilot hatte nicht nur Probleme mit Vettels Tempo, sondern auch mit Grosjean. In der 10. Runde überholte der Lotus-Pilot den Weltmeister von 2008 mustergültig.
Nach der Hälfte des Rennens hatte Vettel 20 Sekunden Vorsprung auf Grosjean – alles sah also nach einem komfortabel herausgefahrenen Sieg aus. Doch dann fuhr Jean-Eric Vergne mit seinem Toro Rosso in Heikki Kovalainens Caterham. Weil jede Menge Reste von Vergnes zerfetztem Reifen auf der Strecke lagen, schickten die Rennkommissare in der 29. Runde das Safety Car raus. Somit war Vettels Vorsprung dahin.
Fast alle Fahrer nutzten die Safety-Car-Phase zu einem weiteren Boxenstopp. Bei Hamiltons Stopp klemmte es am Vorderreifen und er rutschte von Rang 3 auf 6 ab – zum wiederholten Male versaute die McLaren-Crew ihrem Fahrer das Rennen. Mercedes pokerte hingegen und ließ seine Fahrer Rosberg und Schumacher draußen. Eine Fehlentscheidung des Silberpfeil-Teams, denn sonst wäre noch mehr drin gewesen für Schumacher und Rosberg.
Der Re-Start in Runde 34 hatte es in sich. Vettel verteidigte Platz 1, dahinter drückte sich Alonso unter dem Jubel der spanischen Fans an Grosjean vorbei und erkämpfte sich Platz 2. Noch in derselben Runde wurde der Jubel noch lauter: Vettels Auto wurde plötzlich ganz langsam und blieb stehen. Alonso übernahm die Spitze vor Grosjean und Hamilton, während Vettel aus seinem Red Bull ausstieg und frustriert seine Handschuhe wegschleuderte. “Wir wissen nicht warum. Ich denke, es war eine Kombination aus dem Safety Car, weil man da langsam fährt, und ähnlichen Problemen, wie Mark sie am Freitag schon hatte“, vermutete Vettel. In der 41. Runde ereilte Grosjean dasselbe Schicksal wie Vettel: Der Lotus rollte aus und Grosjean war stinksauer.
An der Spitze hielten Alonsos Reifen und der Spanier dem Druck stand. Bei Hamilton, der auf Platz 2 liegend Alonso ziehen lassen musste, kam es jedoch knüppeldick. Zuerst musste er den schnelleren Räikkönen passieren lassen. Als auch noch Maldonado angriff, kollidierten beide. Hamilton schied aus und verlor wertvolle WM-Punkte. Maldonado wurde nach Rennende für sein rüdes Manöver mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt und fiel von Rang 10 auf 12 zurück. Nutznießer dieses Unfalls war Schumacher, der sich in der Schlussphase Platz um Platz nach vorne gekämpft hatte und sich überraschend – nach einer 2093-tägigen Durststrecke – über einen Podiumsplatz freuen durfte.
Schumacher musste jedoch bis drei Stunden nach Ende des Rennens um seinen 3. Platz zittern. Weil er kurz vor Schluss unter Gelben Flaggen das DRS benutzte, leiteten die Rennkommissare eine Untersuchung ein. Nach eingehender Beratung sah es die Rennleitung jedoch als erwiesen an, dass der Mercedes-Pilot trotz geöffnetem Heckflügel seine Geschwindigkeit genügend verringert hat. Der 3. Platz ist somit amtlich und darf ganz offiziell begossen werden. Norbert Haugs Einschätzung hat also Bestand: "Das ist ein historischer Moment."











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