Formel 1 | Monaco-GP
1.Freies Training in Monte Carlo
Formel 1: Lotus bricht Test in Barcelona ab
22.02.12
Das Ende einer Dienstfahrt: Lotus bricht die Testfahrten in Barcelona ab.
Foto: xpb.cc
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Ein herber Rückschlag für Lotus. Nach der ersten völlig problemlosen Testwoche in Jerez hatte das Team gehofft, in der kommenden Saison bei den Top-Teams mitmischen zu können. Zumal Romain Grosjean die schnellste Rundenzeit aller Neuwagen gefahren war. In Barcelona kam der Franzose dann am ersten Testtag nur sieben Runden weit.
"Wir haben ein paar Aerodynamik-Tests durchgeführt und dann mit schnelleren Runden angefangen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass das Auto nicht so reagiert, wie es sollte", sagte Grosjean. Die Ingenieure untersuchten daraufhin das Chassis mit der Nummer E20-02 und stellten fest, dass der Carbon-Körper beschädigt war.
Das Team war zunächst von einem Produktionsfehler ausgegangen, plante das zweite Chassis mit der Nummer E20-01, das beim Test in Jerez zum Einsatz gekommen war, aus der Fabrik in Enstone einfliegen zu lassen. Aus Sicherheitsgründen testeten die Techniker in Enstone das zweite Chassis aber zuvor noch auf dem Prüfstand mit den Daten aus Barcelona. Dabei trat der gleiche Fehler auf.
Beide Chassis sollen nun erst einmal überarbeitet werden. Räikkönen und Grosjean können erst wieder in der letzten Wintertestwoche (1. - 4.März) in Barcelona Gas geben. "Das war eine schwierige Entscheidung", sagte Teamchef Eric Boullier. "Aber wir haben das Gefühl, dass es die richtige war." Positiv sei, dass das Problem schnell identifiziert worden ist und das Designbüro auch schon eine Lösung habe.
"Wir haben den Bereich ausfindig gemacht, an dem wir noch einmal arbeiten müssen", bestätigte Technik-Chef James Allison. "Es ist besser, wenn wir diese Modifikationen an beiden Chassis in Enstone vornehmen, als das E20-01 zum Test zu schicken." Dass der Fehler erst in Barcelona entdeckt worden ist, hängt nach Einschätzung von Experten mit der Streckencharakteristik des Circuit de Catalunya zusammen. Auf dem Kurs sind die Autos wesentlich höheren Belastungen ausgesetzt als in Jerez.
Teamchef Boullier bleibt trotz des Rückschlags optimistisch für die neue Saison. "Wir ziehen unseren Glauben aus der Tatsache, dass der E20 in Jerez schnell und zuverlässig war", sagte der Teamchef. "Wir haben in der nächsten Woche viel Arbeit vor uns, aber jeder in Enstone ist bereit für die Herausforderung." Die Saison 2012 beginnt am 18. März in Melbourne.
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