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Letzter Tag in Jerez: Vettel nach Stotterstart auf Rang 3

10.02.12
Sebastian Vettel, Red Bull
Sebastian Vettel war am letzten Testtag in Jerez zu einer mehrstündigen Zwangspause gezwungen
Foto: World Entertainment News Network Ltd.
Die einen packten schon am frühen Nachmittag wieder ganz geschäftig ihre Sachen zusammen, während andere Piloten noch hochkonzentriert bis 17 Uhr ihrer Arbeit nachgingen. Vor allem Weltmeister Sebastian Vettel hatte es eilig, nach über zwei Stunden unfreiwilliger Pause wieder in seinen Red Bull zu steigen.

Der 24-Jährige hatte sich am letzten Testtag in Jerez mit Kinderkrankheiten an seinem RB8 herumzuschlagen, was ihn aber letztendlich nicht aus der Ruhe bringen konnte. "Heute morgen hatten wir erstmal ein Problem mit der Elektrik. Es dauerte etwas, bis wir die Ursache gefunden hatten. Als wir danach wieder rausgefahren sind, hatten wir ein Problem mit dem Motor. Der Motor war nicht kaputt, aber es brauchte seine Zeit, bis alles geprüft wurde und die Ursache entdeckt war; der Motor wurde sicherheitshalber ausgewechselt", erklärte Vettel den nicht ganz planmäßigen Ablauf.

Um kurz nach 14 Uhr konnte der Weltmeister dann wieder seine Arbeit aufnehmen, die Tagesbestzeit des Spaniers Fernando Alonso im Ferrari aber nicht mehr erreichen. Immerhin langte es zur drittbesten Zeit des Tages hinter Jean-Eric Vergne (FRA) im Toro Rosso. Daher verließ Vettel auch mit guten Eindrücken seines RB8 die Teststrecke von Jerez in Südspanien. Am letzten Tag brannte er 50 Runden in den Asphalt.

Fernando Alonso, Ferrari, Jerez
Ferrari-Fahrer Fernando Alonso war zum Abschluss in Jerez der schnellste Mann des Tages
Foto: dpa bildfunk

Alonso schnell, aber nicht ohne Probleme

Aber auch Ferrari-Star Alonso war zu Teilzeitarbeit gezwungen. Auf weichen Reifen hatte der Weltmeister von 2005 und 2006 die Bestzeit gefahren, doch dann konnte oder musste er die Mechaniker dran lassen. Die Scuderia wollte sich zu den Problemen nicht genauer äußern (Offiziell hieß es: die Verzögerungen seien auf Umbauarbeiten und Wechsel zurückzuführen.

McLaren-Pilot Lewis Hamilton (4.) konnte von den Topfahrern die meisten Runden sammeln, ebenso wie Nico Hülkenberg (7.), der bei seinem Debüt im Force-India sich tapfer schlug, am Ende keine drei Zehntel hinter Vettel blieb. Keine Zeiten gab es von Michael Schumacher und Nico Rosberg: Das Mercedes-Team hatte sich schon vor dem letzten Testtag mit seinem Vorjahreswagen auf die Heimreise gemacht.

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery war zufrieden mit den vier Testtagen in Andalusien: "Wir sind zufrieden. Die Reifen haben sich gut verhalten. Insgesamt werden sie im Vergleich zu weniger Abrieb neigen. Wir hätten uns zwar auch höhere Temperaturen gewünscht, aber wir haben zuverlässige Daten sammeln können. Auch werden die Zeitunterschiede zwischen den einzelnen Reifenmischungen deutlich geringer ausfallen als 2011. Die Formel 1 wird durch Pirelli für noch mehr Spektakel sorgen!"

Jerez sagt nun hasta luego - die Formel 1 zieht weiter nördlich nach Barcelona, wo von Dienstag, dem 21.2., bis zum Freitag, den 24.2, die nächsten Testfahrten stattfinden werden. Die Silberpfeile werden dann ihren neuen 'Flitzer' vorstellen und auch das Virgin-Marussia-Team mit Timo Glock wird sich erstmals ans Werk begeben, allerdings noch im letztjährigen Wagen.

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