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Tag 1: Räikkönen mit erster Bestzeit des Jahres

08.02.12
Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen hat trotz zweijähriger Pause nichts verlernt
Foto: xpb.cc
Kimi Räikkönen ist mit einem Knalleffekt zurück in die Formel 1 gekehrt. Der Weltmeister von 2007 gewann 'aus dem Stand' den ersten offiziellen Testtag der Saison 2012 in Jerez. In 1:19,772 Minuten fuhr der Finne im Lotus schon am Morgen die schnellste Runde auf dem Circuit de Jerez. Für den 'Iceman' schien das jedoch nichts Besonderes zu sein: "Der erste Platz bedeutet nichts. Er würde einen Unterschied machen, wenn das ein Renn-Wochenende wäre", relativerte der Finne seine Leistung.

Knapp hinter ihm reihte sich Paul di Resta im Force India (+0,102 Sekunden) ein. Nico Rosberg (+0,549) drehte die drittschnellste Runde, allerdings war der Deutsche noch mit einer modifizierten Version des Vorjahres-Mercedes unterwegs. Die Kilometerwertung gewann Kamui Kobayashi im neuen Sauber. Der Japaner spulte im C31 stolze 106 Runden ab. Di Resta belegte mit 101 Runden auch hier Platz 2.

Die Zeiten von Räikkönen und di Resta waren jeweils schneller als die Testbestzeit von Rubens Barrichello in Jerez aus dem Vorjahr. 2011 waren die Temperaturen allerdings, man mag es derzeit in Deutschland kaum glauben, in Andalusien kühler. Diesmal stieg die Quecksilbersäule auf frühlingshafte 15 Grad.

Räikkönen fuhr Bestzeit, obwohl er mit Ausnahme eines Privattests mit einem alten Auto das erste Mal seit über zwei Jahren wieder im Formel-1-Wagen saß. Sein bislang letztes Rennen hatte der mittlerweile 32-Jährige im November 2009 absolviert. "Ich hatte schon viel schlechtere erste Tage in einem neuen Auto und auch schon öfter ein schlechteres Gefühl. Ich war also recht glücklich", fasste Räikkönen den ersten Testtag für sich zusammen.

Webber schlägt Button und Massa

In Abwesenheit von Weltmeister Sebastian Vettel kam dessen Teamkollege Mark Webber im neuen Red Bull auf den vierten Rang. Der Australier nahm den Testtag erst knapp drei Stunden später auf, weil wegen Nebels in Jerez ein neuer Heckflügel nicht rechtzeitig angekommen war.

Für Ferrari durfte Felipe Massa die Jungfernfahrt übernehmen. Mit dem F2012, dessen Design mit dem mächtigen Nasenhöcker zwischen brutal und hässlich anmutet, landete der Brasilianer auf dem 9. Platz. Ex-Weltmeister Jenson Button reihte sich im McLaren, der als einziger der neuen Rennwagen mit einer geschwungenen Nase ausgestattet wurde, einen Rang davor ein. Michael Schumacher wurde Sechster. Er hatte den Vorjahres-Silberpfeil am Nachmittag von Rosberg übernommen.

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