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News und Hintergründe zur deutschen Nationalmannschaft bei der EURO 2012

Artikel | Bitteres Aus für Deutschland - Italien im Finale
Artikel | Löw: "Haben trotzdem ein gutes Turnier gespielt"
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Bitteres Aus für Deutschland - Italien im Finale

28.06.12 22:43
Balotelli, Italien, Deutschland, Euro, Fußball
Mario Balotelli schenkte den Deutschen zweimal ein
Foto: dpa bildfunk
Wieder hat es nicht geklappt mit einem Sieg gegen Italien bei einem großen Turnier. Im Halbfinale der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine unterlag Deutschland dem Weltmeister von 2006 mit 1:2 (0:2). Im Nationalstadion von Warschau sahen 56.000 Zuschauer, wie Mario Balotelli Italien mit zwei Treffern ins Finale gegen Spanien schoss. Der Ehrentreffer durch Mesut Özil per Handelfmeter in der Nachspielzeit fiel zu spät. Deutschland steht – trotz eines aufopferungsvollen Kampfes - mal wieder mit leeren Händen da.

"Die Enttäuschung ist für alle groß. Man sollte nicht den Fehler machen, alles zu hinterfragen. Die Mannschaft hat insgesamt ein gutes Turnier gespielt. Wenn man in der ersten Halbzeit zwei Gegentore kriegt, dann wird es schwer. Trotzdem hat die Mannschaft ein großes Herz gezeigt", so die erste Bilanz von Bundestrainer Joachim Löw.

Wie schon in den vorangegangenen Partien überraschte Löw auch gegen Italien mit einer veränderten Aufstellung. Lukas Podolski rückte zurück ins Team für Andre Schürrle, im Sturm bekam Mario Gomez den Vorzug gegenüber Miroslav Klose. Die größte Überraschung präsentierte der Bundestrainer jedoch auf der rechten Seite. Löw stellte nicht Marco Reus oder Thomas Müller auf, sondern Bayern-Profi Toni Kroos.

Weniger überraschend war die taktische Ausrichtung der Italiener. Sie störten die Deutschen schon früh in der eigenen Hälfte. Die Elf von Löw war wenig beeindruckt und hatte schon in der 5. Minute die erste große Chance. Nach einer Ecke trifft Mats Hummels den Ball mit dem Oberschenkel, Andrea Pirlo klärte auf der Linie. In der 12. Minute hatten die Italiener noch mehr Glück. Torwart Gianluigi Buffon ließ eine scharfe Hereingabe von Jerome Boateng Abklatschen gegen Andrea Barzaglis Bein. Der Ball kullerte um Zentimeter am Tor vorbei. Eine Minute später scheiterte Kroos mit einem Fernschuss an Buffon.

Mesut Özil, Philipp Lahm, Deutschland, Italien, EURO, Fußball
Am Boden: Mesut Özil und Philipp Lahm
Foto: Reuters

Anschlusstreffer der Deutschen fällt viel zu spät

Aber die ‘Squadra Azzurra‘ überstand die erste Druckperiode der Deutschen. Ein erstes Lebenszeichen sendete Riccardo Montolivo mit einem Schuss aus 18 Metern. Für die deutsche Abwehr war dies aber leider kein Weckruf – im Gegenteil. In der 20. Minute ließ sich Hummels simpel von Antonio Cassano ausspielen. Er flankte unbedrängt auf Balotelli, der gegen den schlecht positionierten Badstuber aus fünf Metern keine Mühe hatte: Der bullige Stürmer köpfte zum 1:0 ein.

Die Führung spielte den Italienern perfekt in die Karten, denn nun konnte das Team von Cesare Prandelli noch mehr auf Abwarten spielen und blieb mit gefährlichen, schnellen Pässen in die Spitze brandgefährlich. Die Deutschen fingen sich wieder und kamen durch Özil (27.), Podolski nach einer gefährlichen Boateng-Flanke (33.) und einer klasse Direktabnahme durch Khedira zu Chancen. Aber schon wieder schlugen die Italiener zu. Montolivo schlug einen genialen Pass aus der eigenen Hälfte auf Balotelli. Lahm verschätzte sich, der Stürmer rannte alleine auf Neuer zu und hämmerte das Leder aus 16 Metern unhaltbar ins Tor: 2:0 für Italien – Deutschland in Schockstarre.

Diesmal ging Löws Wechselspiel in der Aufstellung nicht auf, und der Bundestrainer korrigierte sich. Er brachte nach der Pause Marco Reus für Podolski und Klose für Gomez. Reus ging auf rechts, Kroos übernahm die linke Seite. Die DFB-Elf begann wieder mit viel Elan und hatte durch Reus und Lahm zwei schnelle Chance. Die vielen deutschen Fans im Warschauer Nationalstadion spürten, dass ein frühes Tor her muss, und feuerten ihr Team an. Italien hatte Probleme, sich aus der deutschen Umklammerung zu befreien.

Deutschland hielt den Druck aufrecht. In der 62. Minute musste Buffon sein ganzes Können zeigen, als er einen gefährlichen Freistoß von Reus mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Löws Team rannte unermüdlich an, doch man wartete vergebens auf einen genialen Moment. Auch Thomas Müller, der in der 71. Minute für Boateng kam, vermochte der Mannschaft keine durchschlagende Inspiration zu geben.

Die bedingungslose Offensive der jungen deutschen Elf verschaffte den immer noch sehr gut organisierten Südeuropäern Konterchancen. Claudio Marchisio hätte den Deutschen mit zwei Riesenchancen in der 67. und 75. Minute den endgültigen K.o. versetzen können. Noch fahrlässiger ging Antonio di Natale mit seiner Großchance um, als er in der 82. Minute frei vor Neuer neben das Tor schoss. Die Schlampigkeiten der Angreifer wäre beinahe bestraft worden. Die Abwehr der Italiener hielt fast bis zum Schluss dem Anrennen der Deutschen stand. Doch ein Handspiel von Federico Balzaretti bescherte Deutschland einen Elfmeter in der 3. Minute der Nachspielzeit. Özil verwandelte sicher, doch es reichte nicht mehr. Und so reichten Italien zwei geniale Momente von Balotelli, um Deutschland aus dem Turnier zu befördern und dem Fluch ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

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