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Qualifying in Monte Carlo
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Mit einer großen Portion Glück hat Deutschland 2:1 gegen Dänemark gewonnen und mit 9 Punkten als Erster der Gruppe B das EM-Viertelfinale erreicht. Nach der Führung durch Lukas Podolski (19.) kämpften sich die Dänen durch ein Tor von Michael Krohn-Deli (24.) zurück in die Partie und ließen die Deutschen lange zittern. Doch ausgerechnet Lars Bender (80.), der den gelb-gesperrten Jerome Boateng ersetzte, traf zum Sieg. Nun geht es am Freitag gegen Griechenland.
Vor überwiegend deutschen Fans unter den 32.000 Zuschauern in Lwiw zeigte das Team von Joachim Löw gleich, wer Herr im Haus ist. Thomas Müller hatte gleich zweimal gute Gelegenheiten, bestätigte aber erneut, dass ihm seine Treffsicherheit seit der WM 2010 abhandengekommen ist: Erst haute der damalige Torschützenkönig den Ball über die Latte (2.), dann zeigte er frei vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit eines Kreisliga-Spielers, als er den Ball nach einer Flanke von Lukas Podolski in die Arme von Stephan Andersen schob (6.).
Doch Deutschland dominierte und spielte gepflegten Kombinationsfußball, nur der letzte Pass fehlte. So kam Nicklas Bendtner mit einem so was von ungefährlichen Schuss aus rund 25 Metern zur ersten ‚Chance‘ für Dänemark – 5 Meter vorbei (14.). Schließlich kam der finale Pass doch noch an, die verdiente Führung für Deutschland: Müller rannte auf rechts bis zur Grundlinie, Mario Gomez legte genial für Jubilar Podolski ab und der hämmerte das Ding – aufgepasst! – mit rechts in die Maschen. Sein 44. Treffer im 100. Länderspiel.
Als alle mit einem lockeren Sieg der Deutschen rechneten, schlug ‚Danish Dynamite‘ zu: Eine Ecke der Dänen drohte fast schon aus dem Sechzehner zu fliegen, doch da stand Bendtner, der den Ball zurück an den Fünfer köpfte – der 1,70 Meter kleine Michael Krohn-Deli nickte über Neuer hinweg zum Ausgleich ein. Die deutsche Verteidigung viel zu schläfrig.
Vorne fielen Mesut Özil und Co. nicht viel ein. Chancen waren Ergebnisse des Zufalls: Sami Khedira stocherte den Ball neben das Tor (41.). Gomez dribbelte 5 Meter vor dem Kasten bis zum Gehtnichtmehr, ohne auch nur einen Gedanken an einen Torschuss zu verschwenden (43.). Dänemark ließ mit zwischenzeitlichen Nadelstichen doch tatsächlich das Gefühl aufkommen, dass das eine ganz schön enge Kiste werden könnte.
Erst mit der Einwechslung von Andre Schürrle für Podolski kam wieder etwas Schwung rein. Nach Pass von Khedira hatte der Leverkusener die erste gute Möglichkeit in der 2. Halbzeit: Halblinks vor dem Tor versuchte Schürrle, den Ball rechts an Andersen vorbeizuschieben, doch der Keeper kam gerade noch mit den Fingerspitzen ran (68.). Aber Dänemark war auch noch da: Erst lenkte Neuer unsicher einen recht harmlosen Schuss von Niki Zimling zur Ecke (71.), dann hatte Deutschland Glück, dass es nicht Elfmeter gab, als Holger Badstuber Bendtner am Trikot zog und er so den Ball nicht unter Kontrolle bekam (76.).
Am Ende zeigte sich wieder einmal die tradtionelle Effizienz der deutschen Mannschaft. Zum ersten Mal seit dem Seitenwechsel hatte die DFB-Elf richtig viel Raum, Özil spielte den Ball von links in die Gefahrenzone, der eingewechselte Miroslav Klose verpasste noch, doch Startelf-Debütant Bender erlöste mit einem überlegten Schuss ins linke Eck ganz Fußball-Deutschland. Trainer Löw lobte nach dem Spiel den "Killerinstinkt" seiner Mannschaft.
Danach passierte nicht mehr viel: Deutschland spielte den Sieg herunter, Dänemark war platt und kam kaum noch vors Tor. "Leider haben wir in der zweiten Halbzeit nicht richtig selbst Zug in die Sache bekommen, obwohl wir den Ball mehr hatten", ärgerte sich Dänen-Coach Morten Olsen, war jedoch trotzdem voll des Lobes: "Gegen eine Mannschaft wie die Deutschen kann man nicht viele Chancen herausspielen. Wir haben fantastisch mitgespielt gegen die absolut beste Mannschaft hier."
Aus Podolski sprach nach der Partie die pure Erleichterung: "Das Viertelfinale war das Wichtigste. Es war ein hart umkämpftes Spiel gegen einen guten Gegner." Matchwinner Lars Bender war wie während des Spiels auch im Interview sehr entspannt. "Das ist ein absoluter Freudentag für mich. Dass es dann auch noch zum Sieg gereicht hat, ist natürlich ein schönes Geschenk. Ich habe mich wohlgefühlt auf der Position und war auch recht locker", so der 23-Jährige.
Am Freitag trifft das DFB-Team im Viertelfinale in Danzig auf Griechenland, Dänemark ist dagegen als Dritter ausgeschieden.
News und Hintergründe zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine
Puh! Debütant Bender erlöst Deutschland
17.06.12
Der Jubilar macht's: Lukas Podolski traf in seinem 100. Länderspiel.
Foto: Reuters
Foto: Reuters
Vor überwiegend deutschen Fans unter den 32.000 Zuschauern in Lwiw zeigte das Team von Joachim Löw gleich, wer Herr im Haus ist. Thomas Müller hatte gleich zweimal gute Gelegenheiten, bestätigte aber erneut, dass ihm seine Treffsicherheit seit der WM 2010 abhandengekommen ist: Erst haute der damalige Torschützenkönig den Ball über die Latte (2.), dann zeigte er frei vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit eines Kreisliga-Spielers, als er den Ball nach einer Flanke von Lukas Podolski in die Arme von Stephan Andersen schob (6.).
Doch Deutschland dominierte und spielte gepflegten Kombinationsfußball, nur der letzte Pass fehlte. So kam Nicklas Bendtner mit einem so was von ungefährlichen Schuss aus rund 25 Metern zur ersten ‚Chance‘ für Dänemark – 5 Meter vorbei (14.). Schließlich kam der finale Pass doch noch an, die verdiente Führung für Deutschland: Müller rannte auf rechts bis zur Grundlinie, Mario Gomez legte genial für Jubilar Podolski ab und der hämmerte das Ding – aufgepasst! – mit rechts in die Maschen. Sein 44. Treffer im 100. Länderspiel.
Als alle mit einem lockeren Sieg der Deutschen rechneten, schlug ‚Danish Dynamite‘ zu: Eine Ecke der Dänen drohte fast schon aus dem Sechzehner zu fliegen, doch da stand Bendtner, der den Ball zurück an den Fünfer köpfte – der 1,70 Meter kleine Michael Krohn-Deli nickte über Neuer hinweg zum Ausgleich ein. Die deutsche Verteidigung viel zu schläfrig.
Vorne fielen Mesut Özil und Co. nicht viel ein. Chancen waren Ergebnisse des Zufalls: Sami Khedira stocherte den Ball neben das Tor (41.). Gomez dribbelte 5 Meter vor dem Kasten bis zum Gehtnichtmehr, ohne auch nur einen Gedanken an einen Torschuss zu verschwenden (43.). Dänemark ließ mit zwischenzeitlichen Nadelstichen doch tatsächlich das Gefühl aufkommen, dass das eine ganz schön enge Kiste werden könnte.

Der Schuss ins Glück: Lars Bender machte in seinem ersten Spiel von Anfang das wohl wichtigste Tor seiner Karriere.
Foto: Reuters
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Pfosten, Schiedsrichter und Bender helfen
Es kam dann auch fast noch schlimmer: Nach Hereingabe von Simon Poulsen, legte Bendtner für Jakob Poulsen ab – Außenpfosten (51.). Eine tolle Kombination der Skandinavier, Glück für Deutschland. Es sah nicht gut aus für Jogis Jungs. Nach vorne klappte im Grunde gar nichts: Özil war ein Totalausfall, auch von Bastian Schweinsteiger kam wenig. Was gegen Holland noch hervorragend klappte, gelang gegen die dicht gestaffelte dänische Abwehr überhaupt nicht: Jeder Pass in die Gasse wurde abgefangen. Es war kein Leckerbissen, dieses deutsche Spiel.Erst mit der Einwechslung von Andre Schürrle für Podolski kam wieder etwas Schwung rein. Nach Pass von Khedira hatte der Leverkusener die erste gute Möglichkeit in der 2. Halbzeit: Halblinks vor dem Tor versuchte Schürrle, den Ball rechts an Andersen vorbeizuschieben, doch der Keeper kam gerade noch mit den Fingerspitzen ran (68.). Aber Dänemark war auch noch da: Erst lenkte Neuer unsicher einen recht harmlosen Schuss von Niki Zimling zur Ecke (71.), dann hatte Deutschland Glück, dass es nicht Elfmeter gab, als Holger Badstuber Bendtner am Trikot zog und er so den Ball nicht unter Kontrolle bekam (76.).
Am Ende zeigte sich wieder einmal die tradtionelle Effizienz der deutschen Mannschaft. Zum ersten Mal seit dem Seitenwechsel hatte die DFB-Elf richtig viel Raum, Özil spielte den Ball von links in die Gefahrenzone, der eingewechselte Miroslav Klose verpasste noch, doch Startelf-Debütant Bender erlöste mit einem überlegten Schuss ins linke Eck ganz Fußball-Deutschland. Trainer Löw lobte nach dem Spiel den "Killerinstinkt" seiner Mannschaft.
Danach passierte nicht mehr viel: Deutschland spielte den Sieg herunter, Dänemark war platt und kam kaum noch vors Tor. "Leider haben wir in der zweiten Halbzeit nicht richtig selbst Zug in die Sache bekommen, obwohl wir den Ball mehr hatten", ärgerte sich Dänen-Coach Morten Olsen, war jedoch trotzdem voll des Lobes: "Gegen eine Mannschaft wie die Deutschen kann man nicht viele Chancen herausspielen. Wir haben fantastisch mitgespielt gegen die absolut beste Mannschaft hier."
Aus Podolski sprach nach der Partie die pure Erleichterung: "Das Viertelfinale war das Wichtigste. Es war ein hart umkämpftes Spiel gegen einen guten Gegner." Matchwinner Lars Bender war wie während des Spiels auch im Interview sehr entspannt. "Das ist ein absoluter Freudentag für mich. Dass es dann auch noch zum Sieg gereicht hat, ist natürlich ein schönes Geschenk. Ich habe mich wohlgefühlt auf der Position und war auch recht locker", so der 23-Jährige.
Am Freitag trifft das DFB-Team im Viertelfinale in Danzig auf Griechenland, Dänemark ist dagegen als Dritter ausgeschieden.
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