Krupp: Zu viel Gegenwind für DEB-Coach mit Vereinsjob
24.07.12
Der ehemalige Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp ist skeptisch, ob ein Vereinscoach zusätzlich noch die deutsche Auswahl betreuen sollte.
"Aus meiner Historie als Bundestrainer glaube ich, dass ein Coach in Doppelfunktion zu viel Gegenwind ertragen müsste", sagte der Trainer der Kölner Haie dem Magazin "Eishockey News".
Die Nationalmannschaft hat seit der Trennung vom Schweizer Jakob Kölliker nach der enttäuschenden WM keinen Trainer. Verantwortlich ist derzeit ein vierköpfiges Kompetenzteam mit DEB-Vizepräsident Erich Kühnhackl, Eisbären-Manager Peter John Lee, Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf und Ex-Nationalspieler Michael Bresagk.
Lee hatte im Vorfeld der WM 2011 Krupps feststehenden Wechsel nach Köln kritisiert, zuletzt aber eine Doppelfunktion nicht ausgeschlossen und erklärt, von Ex-Bundestrainer Hans Zach bis Krupp sei alles möglich. "Es ist viel Rhetorik dabei, wenn man selbst eine Doppelfunktion hat, ist wohl manches okay, was man vorher kritisiert hat", erklärte Krupp dazu.
Das Verpassen des WM-Viertelfinales und das teilweise desaströse Auftreten der Nationalmannschaft bedauerte Krupp. "Man kann aber nicht Jakob Kölliker die alleinige Schuld in die Schuhe schieben. Als Hauptverantwortlicher hatte er natürlich am Ende den Schwarzen Peter", betonte der einstige Stanley-Cup-Sieger. Er sprach sich für einen starken, neuen Sportdirektor aus, den das Kompetenzteam derzeit ebenfalls sucht. Als Vorbild nannte Krupp Franz Reindl, der nach seinem Abschied von diesem Posten nur noch als Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) amtiert.











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