Formel 1 | Monaco-GP
1. Freies Training Monte Carlo
Wladimir: Es wird einer der schwierigsten Kämpfe
05.07.12
Wladimir Klitschko ist für den Fight bestens gerüstet.
Foto: Getty Images/Bongarts
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Wie schwer ist eine Kampf-Vorbereitung generell?
"Eine Vorbereitung ist wahnsinnig schwer und auch wahnsinnig schwer durchzustehen. Es sind mehrere Wochen, viele Sparringsrunden. Man muss sich wirklich quälen. Aber je schwieriger die Vorbereitung, desto leichter ist der Kampf.“
Woher nehmen Sie jedes Mal wieder diese Motivation, sich so zu schinden?
"Das möchte ich auch wissen, wo das her kommt, aber ich bin bis jetzt sehr motiviert und ich bin sehr gespannt auf jeden Kampf. Es ist immer wieder eine Herausforderung, den Gegner einzustudieren und alles möglich zu machen, das ich diesen Kampf gegen bestimmten Gegner gewinne und auch den Gegner beherrsche. Das ist wie Schach. Man sucht eine wichtige Strategie aus und dann setzt man die Strategie um oder wechselt sie während des Kampfes.“
Eine Rechnung mit Unbekannten – auch der Gegner entwickelt ja eine Strategie…
"Der Gegner bereitet sich genauso auf mich vor, wie ich mich auf ihn vorbereite. Das gefällt mir, das ist das Spiel. Entscheidend ist, wer es am Ende des Tages besser machen wird. Die Motivation ist für mich, den Schlüssel für jeden Gegner zu finden.“
Ist eine so extreme Vorbereitung eine Art von Masochismus?
"Das Glückserlebnis nach gelungener Arbeit, wenn du den Sieg und den Erfolg erlebt hast, deine Hände hochhebst und sagst ich hab es geschafft, ich hab es ihnen gezeigt, vor allem dem Gegner und sich selbst, dauert nur ein paar Sekunden. Für diese Paar Sekunden des Glücks bin ich bereit, mich sehr lange zu quälen. Diese paar Sekunden, das ist der Wert der ganzen Arbeit. “

Tony Thompson will seine Chance nutzen.
Foto: Getty Images/Bongarts
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Wladimir: Es ist schwer, ihn zu treffen
In wie weit kann man diese Sekunden des Glücks auch mit seinem ganzen Team teilen?"Wir sind wirklich ein starkes Team und diese Glücksgefühle erleben wir gleichzeitig zusammen. Es ist wie bei einer Fußballmannschaft, die die EM gewinnt im Finale. Es dauert ein bisschen, man läuft rum und dankt den Zuschauern. Aber diese Glücksekunden kommen direkt nach der Entscheidung, wenn man genau weiß, wir haben es geschafft. Ich spüre die Vibration und fühle, wie auch mein Team die Glücksmomente auskostet. Jedes Teammitglied weiß genau, den Erfolg wird es ohne den Champion nicht geben. Und der Champ weiß genau, ohne Team wird es auch nicht dazu kommen.“
Am Samstag boxen Sie gegen Tony Thomson. Kann 'The Tiger' Ihnen wirklich übel ins Bein beißen?
"Tony Thomson hat mir 2008 den schwersten Kampf meiner Karriere gegeben. Es war unglaublich schwer, gegen ihn zu boxen. Er ist genauso groß wie ich und er ist Rechtsausleger, was ganz selten ist. Er ist so alt wie Vitali, in dem Alter kann man wunderbar boxen. Und dann ist er ein siebenfacher Vater. Da möchte er natürlich auch seinen Kids zeigen, dass sein Vater auch was im Ring schaffen kann. Deswegen wird das einer der schwierigsten Kämpfe, die ich je hatte.“
Was macht Tony so gefährlich?
"Gefährlich ist, dass er sehr konstant seine Schläge im Kampf abgibt. Umgekehrt ist es wahnsinnig schwer, Tony Thomson zu treffen. Das hat er schon im ersten Kampf vor vier Jahren bewiesen. Seine Verteidigungsqualitäten sind die besten, die ich je gesehen habe. Es wird definitiv kein Spaziergang sein. Viele Kämpfe sehen einfach aus, aber es ist ein wahnsinniges Stück Arbeit. Ich versuche natürlich alles dafür zu tun, den Kampf vorzeitig zu beenden. Aber mit Tony Thomson wird ein hartes Stück Brot sein."











