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Favoriten siegen glanzlos - Abpfiff für Gießen?

27.01.13 13:57
Favoriten siegen glanzlos - Abpfiff für Gießen?
DaShaun Wood war auch diesmal wieder der beste Berliner Werfer. Foto: Sven Hoppe, DPA

Erleichterung bei Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg, Wehmut beim Tabellenletzten Gießen 46ers.

Während der deutsche Basketball-Meister nach dem 58:56-Zittersieg gegen Aufsteiger Mitteldeutscher BC in der Bundesliga weiter ungefährdet seine Kreise zieht, machte sich bei den von der Insolvenz bedrohten Hessen im Anschluss an die 69:83-Niederlage bei ALBA Berlin Abschiedsstimmung breit. Denn der couragierte Auftritt des Bundesliga-Gründungsmitgliedes in der Hauptstadt könnte auf lange Sicht der letzte im Oberhaus gewesen sein.

Sollten bis zu diesem Montag auf dem von der Kanzlei "GHC Greilich Hirschmann & Coll" eingerichteten Rechtsanwaltsanderkonto nicht mindestens 280.000 Euro eingegangen sein, würde dies das Aus für den Bundesliga-Dino bedeuten. "Ein Hoffnungsschimmer ist da. Täglich gehen Zahlungen auf das Konto ein. Nun gilt es, alle Puzzleteile zusammenzufügen - neben den wirtschaftlichen müssen wir ja auch alle sportlichen Aspekte berücksichtigen. Am Montag werden wir eine Entscheidung treffen", kündigte Gießens Geschäftsführer Heiko Schelberg vor dem Berlin-Spiel im "Gießener Anzeiger" an.

Selbst ALBA-Coach Sasa Obradovic gab dem abgeschlagenen Schlusslicht die besten Wünsche mit auf den Heimweg. "Ich hoffe sehr, dass Gießen als großer Traditionsverein es schafft, in der Liga zu bleiben. Es wäre sehr schade um die lange Tradition dieses Standortes", sagte Obradovic.

Ungeachtet der Zukunftsängste bot der Außenseiter den Berlinern lange Paroli. "Ich will über die schwierigen Umstände, unter denen wir angetreten sind, nicht viele Worte verlieren. Ich wollte nur, dass wir heute hier als Mannschaft auftreten. Wir wollten mit ALBA mitspielen und etwas Spaß haben. Das ist uns ganz gut gelungen", stellte Gießens Trainer Mathias Fischer zufrieden fest.

Erst im Schlussviertel sorgten die müden Berliner, die 48 Stunden zuvor im ersten deutschen Euroleague-Duell einen geschichtsträchtigen Sieg gegen Bamberg gelandet hatten, für klare Verhältnisse. "In erster Linie zählt für mich der Sieg. Man konnte sehen, dass das Team nur zwei Tage nach dem Spiel gegen Bamberg körperlich und emotional leer war", analysierte Obradovic.

Genauso erging es den Franken, die durch den mühevollen Arbeitssieg beim MBC mit 34:4 Punkten ihre souveräne Tabellenführung behaupteten. Sharrod Ford avancierte mit 20 Punkten zum Sieggaranten für den Titelverteidiger, der in den letzten zwei Minuten keinen Korb mehr traf und fast noch einen Sechs-Punkte-Vorsprung verspielt hätte. Devin Uskoski vergab für die tapfer kämpfenden Hausherren mit einem verfehlten Drei-Punkte-Wurf 1,9 Sekunden vor Schluss die mögliche Sensation.

"Ich bin froh über diesen Sieg. Erfolge aus solchen Spielen haben manchmal einen großen Wert für die Mannschaft, die momentan defensiv wenig Selbstvertrauen hat. Heute hat sie Charakter gezeigt, gekämpft und ein unschönes Spiel erfolgreich zu Ende gebracht", resümierte Bambergs Coach Chris Fleming.

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