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Pechstein gibt erstmals auf: "Risiko zu groß"

17.02.13 12:16
Pechstein gibt erstmals auf: "Risiko zu groß"
Claudia Pechstein hat sich eine Erkältung eingefangen. Foto: Tobias Hase, DPA

Claudia Pechstein wurde von Schüttelfrost geplagt, spuckte Blut und konnte den lästigen Reiz-Husten nicht mehr stoppen. Gehandicapt durch eine schwere Grippe musste die 40 Jahre alte Berlinerin bei der Mehrkampf-WM im Hamar erstmals in ihrer langen Karriere eine WM vorzeitig beenden.

"Die Gesundheit geht vor. Das Risiko wäre zu groß. Ich habe alles versucht, aber es ging halt nicht", erklärte sie, gequält von einem hartnäckigen Dauerhusten. Da auch Moritz Geisreiter seine zuletzt starke Form nicht aufs Eis bringen konnte, verpassten die deutschen Eisschnellläufer erstmals seit 41 Jahren bei Damen und Herren das Finale bei Allround-Weltmeisterschaften.

Pechstein war bereits zu Wochenbeginn durch einen fiebrigen Infekt und Halsschmerzen geschwächt worden. Ihre Hoffnung auf Besserung erfüllte sich nicht. Im Gegenteil: Die Symptome wurden stärker. Nach zwei Strecken rangierte sie auf nur Platz 15. "Ich wollte die Fahne hochhalten. Aber es ging leider nicht", kommentierte die 57-malige Medaillengewinnerin bei internationalen Meisterschaften und Olympischen Spiele niedergeschlagen.

Damit könnten nun langsam auch ihre positiven Erinnerungen an das "Wikingerschiff" immer mehr verblassen, in dem sie 1994 ihren ersten Olympiasieg und 1996 ihren ersten WM-Titel erkämpft hatte. Die Olympia-Arena von 1994 war vor vier Jahren für die Berlinerin nämlich auch ein "Ort des Schreckens", an dem sie - auch bei einer Mehrkampf-WM - wegen erhöhter Blutwerte über Nacht unfreiwillig aus dem Rennen genommen und später für zwei Jahre gesperrt worden war.

Auf Fragen, ob ihr Start angesichts des Fiebers ein Fehler gewesen sei, wollte sich die am Freitag 41 Jahre alt werdende Hauptstädterin nicht einlassen. "Wer es nicht probiert, weiß auch nicht, wie es ausgeht. Noch mehr hätte ich mich geärgert, wenn ich gesund geworden wäre und dann die WM am Fernsehen angeschaut hätte", meinte sie kurz nach dem Rennen. Ihre einstige Erzrivalin Anni Friesinger befürchtete als Expertin im niederländischen Fernsehen, dass der WM-Start Pechsteins nachteilig für die Form bei der Einzel-WM im März in Sotschi sein könnte.

Nach mäßigen 500 Metern (40,68/Platz 15) hatte Pechstein mit Teamchef Helge Jasch für die 3000 Meter einen "defensiven" Angang geplant. Doch schon nach wenigen Runden waren die Plan-Zeiten nicht durchzuhalten. "Ein kranker Sportler ist schwer einzuschätzen. Aber ein Kamikaze-Angang hätte auch nichts gebracht", meinte Jasch. "Unter Belastung ist der Infekt erst richtig ausgebrochen", sagte der Teamchef.

Tagelang hatte Pechstein nicht trainieren können. "Aber ich wollte unbedingt dabei sein", gab sie zu, zumal sie als einzige Läuferin in Hamar die deutschen Farben vertrat. In der Nacht vor den Rennen hatte Pechstein über Schüttelfrost-Attacken und weiter erhöhte Temperatur geklagt und mehrfach ihr durchgeschwitztes T-Shirt wechseln müssen.

Obwohl die deutschen Trainer angekündigt haben, die Einzelstrecken-WM in Sotschi gelte als einziger Saison-Höhepunkt, muss das Ergebnis von Hamar sehr bedenklich stimmen. Nur noch ein WM-Startplatz für die 40 Jahre lang so erfolgreichen deutschen Damen, die 53 Medaillen - darunter 22 Goldene - bei Mehrkampf-WM gewonnen hatten. Zuvor hatte es bei der Sprint-WM in Salt Lake City auch schon Rückschläge gegeben. "Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die Plätze eins, zwei und drei nicht mehr so häufig vorkommen", fürchtet auch Claudia Pechstein um die Zukunft des deutschen Eisschnelllaufs. Die Situation sei "traurig".

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