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Ebert stellt Messi und Ronaldo in den Schatten

16.01.13
Patrick Ebert
Patrick Ebert ist der derzeit heißeste Deutschland-Export der Primera Division
Foto: dpa bildfunk
Wenn sein Name fällt, erinnern sich viele deutsche Fußballfans oft nur an die unschöne Autospiegel-Affäre. In Spanien aber schreibt Patrick Ebert sportliche Schlagzeilen, der Mittelfeldspieler von Real Valladolid ist eine der größten Entdeckungen der Saison.

Und weil spanische Medien in so einem Fall gerne zu Superlativen greifen, fand sich der ehemalige Berliner kürzlich mit den ganz Großen seiner Branche auf einer Stufe wieder. "Messi? Cristiano? Nein, Ebert!", titelte die Zeitung 'Marca' über den Spieler des vergangenen Spieltages. Ganz so falsch lag das Blatt nicht, denn beim 3:1-Heimsieg gegen Real Mallorca begeisterte Ebert als eine Mischung aus den beiden Superstars.

Bei seinem ersten Treffer hämmerte der 25-Jährige den Ball mit der Wucht eines Cristiano Ronaldo in den Winkel. Beim zweiten Streich ließ er gekonnt wie Lionel Messi Gegenspieler und Torwart mit geschickten Körpertäuschungen ins Leere grätschen. "Ebert verkleidet sich als Lionel Messi", schrieb 'Marca'. Es gibt Schlimmeres für einen Fußballprofi, als mit dem Weltfußballer verglichen zu werden. "Hier habe ich mein Glück wiedergefunden", sagte Ebert.

In nur 14 Spielen glänzte der zeitweise verletzte Mittelfeldspieler mit insgesamt fünf Treffern und sechs Torvorlagen. So etwas bleibt natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen. Laut der Sportzeitung 'AS' soll Europa-League-Sieger Atletico Madrid seine Fühler nach dem Offensivspieler ausgestreckt haben und bereit sein, als Ablöse 8 Millionen Euro zu zahlen. Bei Atletico könnte Ebert auf der rechten Außenbahn den wechselwilligen Adrián ersetzen. "Davon weiß ich nichts. Patrick bleibt auf jeden Fall bis Sommer in Valladolid", sagte Eberts Berater Jörg Neubauer der 'Bild'.

Klar ist aber auch, dass Ebert nach Höherem strebt. "Wenn es hier weiter so gut läuft, kommt vielleicht ein großer Club", sagte er. Irgendwann dürfte es ihn nach England oder Italien ziehen, denn: "Mein Traum war immer, in meiner Karriere in allen vier großen Ligen Europas zu spielen." Die Hälfte hat er schon.

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